Twitter und die Volgelscheisse
pEtEr Withoutfield

Selbsternannter Crossover-Medienrebell, Musik-Nerd, Cloud-Meister und Social-Media-Schleuder.

Twitter und die Volgelscheisse

“Und was genau bringt dir dieses Twitter? Das ist doch pure Zeitverschwendung!”

Ich habe lange gebraucht, um meinen Spaß an Microblogging zu finden. Und auch ein Nutzen daraus zu ziehen, privat als auch beruflich. Lange sträubte ich mich davor.

Den Einstieg erleichterten mir ganz klar Blogger, mit denen ich auch über blog.rebellen.info schon seit einiger Zeit regen Kontakt halte und mir in Sachen Twitter um einiges voraus sind.

Twitter ist verdammt schnell und aktuell, eine Art “Netz-Funk”. Ob grafische oder gestalterische Inspiration, aktuelle Nachrichten, politisches, ob Q-Tip, Talib Kweli, Mos Def, Roots Manuva, Flying Lotus, John Cleese, David Lynch, Brian Eno, David Bowie.

Getwittert wird zu Hause, im Büro und von unterwegs, 24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Und das mit nur 140 Zeichen. Sehr wenig um eine Nachricht zu transportieren. Doch darin liegt die Kunst, die Kunst der Beschränkung.

Zudem kommen die vielen Wortwitzler, die es schaffen, mit eben diesen wenigen Zeichen einen Lacher, oder mindestens ein kleines Lächeln zu provozieren.

wtfAber es gibt auch solche Twitterer, deren Ruhm (gemessen in Followern) ich einfach nicht nachvollziehen kann.

Nico z.B.:

“Fahre ubahn”
“Fahre sbahn”
“Gehe zu Fuß”
“Fahre Taxi”
“Nun wird gemeetet”
“Fahre Bus”
“Fahre Auto”
“sitze auf dem Sofa”
“gucke westwing”

… und plötzlich, so zwischendrin: mächtig dicke Hose:

http://twurl.nl/km0vjj <– yet another hausmitteilung. noch dazu ein interview mit mir selber über meine neue Rolle bei Scholz & Friends.

wtf? mir wird schlecht! #unfollow!

Foto (cc) tico_bassie

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  1. David says:

    Ja ich kann dich verstehen. Ich war letztes Jahr auf einer Web 2.0 Veranstaltung über ein ganzes Wochenende. Alle haben getwittert und ich hab mich erstmal in einen Workshop gesetzt wo die das erklärt haben. Danach war ich immer noch nicht schlauer und erst ein halbes Jahr später bin ich dahinter gekommen welchen Mehrwert das für mich haben könnte.

    Mittlerweile macht es Spaß … vor allem wenn man den richtigen Leuten folgt und selber nichts von seiner Busfahrt schreibt. :D

  2. alohastone says:

    Bei mir ist der Funke noch nicht übergesprungen. Aber bei last.fm hat’s auch über ein Jahr gedauert bis ich von der ersten Anmeldung und Scrobbeln dahinter gekommen bin was mir das bringen kann. Deswegen kommt das bei Twitter bestimmt auch noch.

  3. Boris says:

    … im Grunde ist dieser Artikel so eine Art Deja-vu – habe nämlich selber auf unserem Blog einen Artikel darüber verfasst, dass ich jetzt auch über Gott & die Welt “zwitscher” (http://www.hiphopculture.de/blog/?p=428)

    Ich bin mal gespannt, was das in Zukunft für den Blog und mich bringt ;-)

    Also… man “followed” sich ja dann in Zukunft auch bei Twitter :-)

  4. el-flojo says:

    Es ist wirklich erschreckend. Irgendwann macht es Klick! und es hat einen gepackt. Ich versuche es allerdings immer auf ein Minimum zu reduzieren. Man heißt ja nicht Lumma… ;-)

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