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pEtEr Withoutfield

Selbsternannter Crossover-Medienrebell, Musik-Nerd, Cloud-Meister und Social-Media-Schleuder.

Mittlerweile dürfte auch der letzte User mitbekommen haben: Google Street View ist heute für Deutschland freigeschaltet worden. Schöne Sache, endlich!
Was schnell auffällt: Sehr viele Häuser sind unkenntlich gemacht. Ganz Potsdam ist verpixelt schreibt Ronny. Unser Wohnhaus hier in Kreuzberg ebenfalls.

Und so lies es auch nicht lange auf sich warten, bis die ersten nach Mietminderung schrien. Es gibt sogar schon eine Facebook-Fanpage “Ungewollt verpixelt” . In der Beschreibung heißt es:

Heute startete Google Street View in Deutschland. Viele digitale Bürger stürzten sich begeistert auf das neue Angebot – nur um mit Schrecken zu erkennen: unsere Vermieter haben das Haus verpixeln lassen und uns nicht informiert. Das sieht nicht nur furchtbar aus – es lenkt auch Aufmerksamkeit auf diese Häuser – negative Aufmerksamkeit – die so nicht sein muss. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Aber kann man trotzdem etwas tun? Eine Aufklärungskampagne in Richtung unserer Vermieter starten? Eine Sammelklage für Mietminderung einreichen? Oder etwas anderes? Hier wollen wir alle ungewollten Opfer der Verpixelung erst einmal versammeln

“Opfer der Verpixelung” … In wieweit das ernst gemeint ist kann ich nicht sagen, die Idee ist auf jeden Fall ein Knaller und schnell waren sie, das muss man ihnen lassen.

Wir Blogrebellen stemmen uns auch energisch gegen die verpixelung des öffentlichen Raumes und protestieren mit. Unsere Avatare bei Twitter und Facebook sind schon unkenntlich gemacht, jetzt ist auch der Blogrebellen-Header dran.

Macht mit und pixelt euch!

PS: Und wenn ihr schon dabei seid, ändert oder verpixelt doch auch bitte die Comic-Avatare bei Facebook! Danke *fg*
PPS: Haters gonna Hate: Dieser Artikel wurde mit “Blödsinn” getaggt!

[Update by marinelli]
Wie zielführend die Verpixelung in Wirklichkeit ist, merkt man zum Beispiel an dieser Guerilla-Aktion mittels Panoramio.
(via @web_martin)
[/Update]

[Update 2:]
Das Panoramio-Bild in der Schlesischen Straße ist weg, keine Ahnung warum.
Danke, Gilly!

In der Warschauer Straße gibts es dafür ein anderes schniekes Beispiel:

[/Update 2]

NICHTS VERPASSEN - FOLGE UNS!
             
  1. Torsti says:

    Ihr seit schon etwas Shizo oder? Google ist ein hochgradig kapitalistisches Unternehmen und wenn man da nicht mitspielen möchte, kann man das doch respektieren, oder? Gerade von euch als “Rebellen” hätte ich das erwartet. Anderswo regt ihr euch über steigende Mieten in Berlin auf, was im Grunde auch nur ein Trend ist, der vom Markt und von anderen diktiert wird.

    Unterm Strich: kommt klar und besinnt euch auf eure Tugenden!

  2. Marinelli says:

    Mal den Blödsinn beiseite gelassen: So sehr an den Haaren herbeigezogen finde ich den Gedanken nicht, daß Verpixeln die Häuser zB für Einbrecher interessant machen könnte.

    Aber egal, hier geht es um eine Diskussion, bei der mir zu selten die andere Seite zu Wort kommt. Der Schutz der Privatsphäre ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist der der Schutz dessen des öffentlichen Raumes vor denen, die ihn privatisieren wollen.

    Fassaden sind in meinen Augen öffentlicher Raum, der selbstverständlich photografiert und veröffentlicht werden darf. Ich als Privatmensch darf das nach herrschender Rechtslage auf jeden Fall. Wenn für Google andere Regeln gelten sollen, verletzt das mein Rechtsempfinden.
    Der Zusammenhang mit der Aufwertung von Wohngebieten ist mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen, Torsti.

  3. Torsti says:

    Sorry, ihr versteht meinen Punkt nicht.

    Wikipedia sagt: “Ein Aufstand, teils auch Rebellion genannt, ist ein offener, gewaltsamer Widerstand mehrerer Personen gegen die Staatsgewalt. Er bedeutet meist eine Widerstandsaktion gegen eine bestehende Regierung, auch bewaffnet; siehe auch Straßenschlacht. Aufständische nennt man Rebellen, veraltet auch Insurgenten….”

    Wenn ich euch als Rebellen ernst nehmen soll, dann müsstet ihr konsequenter weise GEGEN Streetview sein. So langsam halte ich die Verpixler für die echten digitalen Punker und solche Pro-Streetview-Aktionen für heuchlerisch!

  4. Ulrich says:

    Wie kann man für diesen Blödsinn nur Zeit verwenden. Weder lustig, noch satirisch wertvoll. Und ernst meinen kannst Du Deine Aktion wohl wirklich nicht. Es sei denn, Du willst Dich zum willfährigen Helfer von Google machen. Hast Du etwa etwas davon? Finanziell, oder beruflich? Dann würde ich es ja verstehen. Aber sicher nicht gutheißen…

  5. marinelli says:

    Ich weiß, was Wikipedia zu Rebellion sagt. na und? Rebellisch ist, nicht den Erwartungen zu enstprechen. Auch deinen nicht…

    Überhaupt, ärgert mich deine Erwartungshaltung ehrlich gesagt ziemlich. Damit du uns ernst nimmst, müssen wir deinen Vorstellungen von Rebellion und von Punk entsprechen, müssen “konsequent” gegen Streetview sein?
    No Torsti, wir müssen gar nichts.
    Genaugenommen wollen wir nicht mal ernstgenommen werden, oder was glaubst du, warum der Artikel mit “Blödsinn” getaggt wurde.

    Warum ich verpixeln nicht für Punk halte, habe ich übrigens in meiner ersten Antwort an Dich schon mal dargelegt. Wenn du von mir ernstgenommen werden willst, ist es nicht sehr zielführend, meine Argumente einfach zu ignorieren. Das macht mich dann eher rebellisch…

  6. Luis says:

    ahh die habe rebellen im namen und müssen jetzt gegen alles sein. außerdem steht ja anscheinend geschrieben, dass rebellen sich gegen die staatsmacht wenden. und die staatsmacht scheint ja gegen streetview zu sein oder heuchelt es jedenfalls vor. also müsste man, um deiner unlogik zu folgen, ja sogar ausdrücklich für streetview sein. also kein grund zur sorge. das ist nämlich wirklich rebellisch!

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