Free Music: Michpack – Hauptsache man lebt ep + super special exclusive Interview

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“Och nöö jetzt kommt der Bodicker mit Content um die Ecke!” Richtig! Denn um mal komplett am Thema “Bad Taste” vorbei zu schrammen und obendrein noch “shameless self-promotion” zu betreiben, bewerb ich hier einfach mal ganz dreist die aktuelle ep eines Freundes, die zugleich das erste Release auf unserm CC Label mu:sick recordings ist.

“Hauptsache man lebt” is Michpack’s debut ep on mu:sick recordings.  He creates a minimal-house-techno, dub influenced hybrid of experimental sound and Electronica. Coming from a great variety of musical genres and instruments his tunes always got that touch of difference.

Enjoy this 6 track one way ticket into sound.

[mu:sick recordings]

Michpack – Hauptsache man lebt! [EP] by mu:sick recordings
Und wer jetzt immer noch nich genug hat bekommt nach dem Klick ein exclusives Blogrebellen-Geburtstags-Special Interview mit Michpack.

  • Stell dich doch mal kurz vor.
    Ich bin Michael Terbuyken, unter dem Namen Michpack mache ich Musik. Mein Stil ist eine Mischung aus House, Techno und Dub. Ich bin aber auch gegenüber anderen Stilrichtungen offen und neugierig. Mein aktueller Wohnort ist Darmstadt. Dort studiere ich “Digital Media” im Schwerpunkt Sound.
  • Du hast ja einen sehr vielfältigen musikalischen Background. Wie bist du zu “Minimal Techno” gekommen?
    Das Interesse für straighte Beats wurde bei mir durch die Arbeit an einem Live-Act mit einem befreundeten Dj geweckt. Unser Ziel war es, meine eigenen Tracks live mit Platten von ihm zu mischen. Meine ersten Gehversuche in diese Richtung unternahm ich damals noch mit Fruity-Loops und einem ziemlich klobigen Rechner. Heute sitze ich am Laptop und arbeite mit Ableton. So vergeht die Zeit. Einen großen Anteil an meiner Begeisterung für den minimalen Techno-Sound nimmt aber auch das Fusion Festival ein. Darüber hinaus hat mich meine Zeit in Hamburg geprägt, in der ich mit meinem Bruder gemeinsam produziert habe und aufgetreten bin. Außerdem war ich viel auf Techno-Veranstaltungen unterwergs.
  • Hast du auch eine klassische Ausbildung an einem Instrument genossen?
    Ich habe als Kind angefangen, verschiedene Instrumente wie z.B. Klavier, Trompete, Posaune und Schlagzeug zu lernen, bin aber nie lange dabei geblieben und bin weit davon entfernt, eines dieser Instrumente zu beherrschen. Schlagzeugunterricht hatte ich mit ca. sechs aktiven Jahren am längsten. Mit diesem Instrument habe ich daher auch viele Konzerte bestritten, die meist im Rock, Funk und Pop, aber auch im klassischen Bereich angesiedelt waren.
  • Hast du noch andere Projekte, denen du Zeit widmest?
    Neben Solo-Tracks befinde ich mich momentan mit einem Kommilitonen in der Vorbereitungsphase für ein Live-Set. Außerdem experimentieren meine Freundin und ich ständig mit Klängen, Wörtern und Farbe, stellen uns dabei unter keinen Produktions- oder Publikationsdruck. Für die Uni liegen natürlich auch immer viele Projekte wie z.B. das Aufnehmen und Mischen von Konzerten, Hörspielproduktion, Musikproduktion, Beschallung, etc. an. Desweiteren bin ich gerade dabei, eine Klanginstallation für die Kanadische Botschaft in Berlin zu konzipieren, in der in diesem Jahr eine Ausstellung zum 100-jährgen Geburtstag des Medientheoretikers Marshall McLuhan stattfindet.
  • Benutzt du Hardware oder Software zum Produzieren? Welche?
    Mein Set-Up muss bislang ohne Hardware-Synthies und Stepsequenzer auskommen. Bis jetzt läuft alles über Ableton und diverse Plug-ins wie z.B. “Circle” (mein Favorit) und “Max for Live”. Neben dem Laptop habe ich in meinem Studio noch Monitorboxen (Event Asp 6), Kopfhörer (Akg K271, Ultrasone Pro 2500), Masterkeyboard (Akai Mpk 49), Fader und Knöpfe (Evolution Uc-33 e), ein Doppelmembran-Studio-Kondensatormikrofon (Behringer B-2), ein dynamisches Mikrofon mit Superniere (Sennehiser e 845 S), ein Handy-Recorder (Zoom H2), Audio-Interface (Rme Fireface 400) und ein Hardware Compressor (FMR-Audio RNC). Einige Instrumente und einen Plattenspieler für das Sampling alter Musik- und Sprachaufnahmen besitze ich auch.
  • Wie kam es zu deinem Künstlernamen? Gibt es eine besondere Geschichte dazu?
    Eigentlich gibt es dazu keine besondere Geschichte. Mein Künstlername ist mehr oder weniger im Spaß entstanden. Deshalb existieren auch zahlreiche andere Variationen wie beispielsweise M-Päck, Michzack, Michdraht, Ming, Peng u.ä.
  • 2011, was sind dahingehend deine musikalischen Ziele?
    Hauptsächlich das Live-Set mit meinem Kumpel zu realisieren. Natürlich wollen wir damit auch gerne touren. Deshalb soll das Demo am besten noch vor Sommer an Veranstalter rausgehen. Außerdem möchte ich mich musikalisch natürlich weiterentwickeln und bin daher immer offen für neue Zusammenarbeiten.
  • Legst du auch auf oder machst Live-Gigs?
    Ich habe bis auf ein paar Ausnahmen für Freunde nie wirklich ernsthaft aufgelegt. Für mich hat es eher immer nur Stress bedeutet, da ich nie eine Routine bekommen habe und mir vor den Gigs oft die Zähne an den Sets ausgebissen habe. Irgendwann habe ich mich dann entschlossen, keine Ausnahmen mehr zu machen und nur noch Live-Acts zu starten. Bei dem jetzigen Vorhaben wollen wir uns deshalb darauf konzentrieren, die Tracks als solche fertig zu haben, damit wir auf der Bühne nicht mehr so viel Arbeit mit der Soundsynthese haben. Auf der Bühne soll, so wie es bei Dub-Musik üblich ist, hauptsächlich das Arrangement gestaltet werden. Deshalb soll der Sound von vornherein gut und abgeschlossen klingen und dann live zusätzlich mit unseren Stimmen, einem E-Bass und Percussions abgerundet werden.
  • Wie kam der Kontakt zu deinem Label mu:sick recordings zustande?
    Ich kenne “A Strange Guy Mochocho” und “Bodicker” von Parties, die wir früher gemeinsam gefeiert und bei denen wir immer mehr oder weniger aktiv mitgewirkt haben. Schon damals kam der Gedanke auf, eine Plattform zu schaffen, auf der wir uns privat austauschen und unsere Musik öffentlich zugänglich machen können. Gegen Herbst letzten Jahres erfuhr ich dann, dass die Pläne nun endlich in die Tat umgesetzt werden sollten. Ich hatte gerade einige Tracks in Arbeit und setzte mir gleich das Ziel, bis zur Geburt des Labels Tracks fertig zu haben. Ich bin den beiden Heads des Labels sehr dankbar, dass sie mich mit im Boot haben wollten und meine EP releasen und freue mich auf die nächsten Releases, die ins Haus stehen.

Danke für das Interview. Alles Gute zum 4-jährigen Jubiläum und weiterhin viel Erfolg!

*[mu:sick recordings]


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