schmutziger-s.e.x
pEtEr Withoutfield

Selbsternannter Crossover-Medienrebell, Musik-Nerd, Cloud-Meister und Social-Media-Schleuder.

Schön, dass ich dich mit dieser Headline erwischt habe. Und wenn du schon mal hier bist lass dir mal kurz was berichten:

Jedes Jahr erfrieren Obdachlose in Berlin. In der größten und angesagtesten Stadt Deutschlands sterben Menschen, weil sie sich keine Unterkunft leisten können oder wollen.
Um dem entgegen zu wirken sucht das Kältebus-Team der Berliner Stadtmission jedes Jahr von November bis Ende März nach hilflosen Obdachlosen, die nicht mehr aus eigener Kraft eine Kälte-Notübernachtung aufsuchen können.
Werden Wohnungslose auf Berlins Straßen gefunden versuchen die Kältebus-Mitarbeiter zunächst mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Neben warmen Getränken oder einem waren Schlafsack bieten sie ihm auch einen warmen und sicheren Übernachtungsplatz an.

Und jetzt zu dir und zur Power Of The Interwebz:

Die Berliner-Sparkasse startete vor ein paar Tagen die „Aktion Wünsch dir was“, bei der man seinen „größten Wunsch“ angeben kann. Neben Wünschen wie „Traumurlaub mit meinem Schatz“, „einen Äpple iMac“, „eine große Techno-Party zu veranstalten“ und weiteren sinnfreien bis narzisstischen Wünschen hatte der geschätzte Mr Schtief eine wunderbare Idee. Er wünscht sich:

„Das kein Berliner Obdachloser dieses Jahr erfriert. Der Kältebus braucht Unterstützung“

Da sind wir natürlich mit dabei und fordern dich auf fleißig zu voten!

In den letzten 12 Stunden sind alleine über die Sozialen Netzwerke über 700 Stimmen hierzu eingegangen, was die Berliner-Sparkasse kurzzeitig dazu bewegte, diesen Wunsch unter Manipulationsverdacht aus der Liste zu entfernen.
Doch bevor der Shitstorm so richtig ins Rollen gebracht werden konnte sprach jemand mit den Bänkern. Und so wurde eine Ausnahme gemacht und der Wunsch wieder aktiviert.

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  1. Marc says:

    ARGH… nein, dass geht mal garnicht :(

    Lieber pEtEr, ansonsten tolle Beiträge, interessant zu lesen und halt alles fein.
    Nur DIESER Beitrag?
    Ok, diese Fake Überschrift, ja ich musste lächeln und habe mir das dann in gänze durchgelesen (allerdings schon mit einem doofen Gefühl im Hinterkopf), finde die Sache die hier besprochen wird gut und hätte das auch ohne eine Fakeüberschrift gelesen und hätte auch geklickt. For real.

    Aber den Link unter dem Bild?
    Also, dass das nicht klar deklariert ist, dass ich mit anklicken ebendieses Links auch meine Stimme abgebe?
    (Ja, das hätte ich auch so oder so gemacht) – Sorry, dass geht einfach garnicht.

    Bin ebbes enttäuscht und hoffe du hattest einfach nur nen schlechten Tag (alle Menschen und so…).

    Beste Grüße

  2. burli says:

    Ich finde die Idee und Initiative klasse. Aber ganz ehrlich, wenn nicht zufällig bei Google+ noch gerade so „Jedes Jahr erfrieren Obdachlose“ zu lesen gewesen wäre hätte ich die Seite nicht angeklickt. Der Titel hat mich nicht gelockt.

  3. pEtEr Withoutfield says:

    @Marc: Habe den Link per c&p eingefügt und mit einem hast du Recht: So war das nicht richtig und auch nicht gewollt. Natürlich sollst du selbst entscheiden ob du votetst oder nicht!
    Nur spricht das für mich nicht gegen mich, sondern gegen die Spasskasse, bzw. deren Programmierer! Eine Code-Abfrage ist zwar eingebaut, wenn man das aber so leicht umgehen kann ist das ein Versäumnis der Coder und nicht mein Problem ;)

  4. Eugen says:

    Super Wunsch! Wird supported.

    Als zweitwichtigsten Wunsch sehe ich: „Ich will, dass Leute wissen, wann sie ‚das‘ und wann sie ‚dass‘ schreiben sollten“

  5. Marc says:

    @pEtEr: klasse, sauschnelles Feedback!

    ´kay, wenn das ein Prob der Sparkasse ist, schlecht programmed, in der Tat!

    Und: Nein, es spricht garnix gegen dich ;)
    Ich persönlich finde nur diese Fakeüberschriften Nummer generell nicht toll – und das ja nur meine Ansicht.

    Beste Grüße

  6. pEtEr Withoutfield says:

    @Marc: Da bist du auch nicht der einzige der Fake-Überschriften nicht mag. Und das ist auch voll ok so.
    Ich habe mir natürlich etwas dabei gedacht und weiß aus Erfahrung, dass so etwas immer gut funktioniert (wie man auch dieses Mal wieder merkt). Und da es um eine gute Sache geht stehe ich dazu und würde es auch wieder machen ;)
    Peace mein Lieber!

  7. Michael says:

    @pEtEr Dann sollten wir den Zähler mal schnell auf 5000+ bringen, bevor man sich bei der Sparkasse entschließt das Voting mit einer Hürde zu versehen.

  8. Hartl says:

    939 – und wehe die Spasskasse schaffts nicht, den Wunsch zu erfüllen, dann wechsel ich die Bank! Ich drück alle Daumen, die ich hab (2)!

  9. Stylons says:

    Zu meiner Verteidigung, ich bin über deinen Twitter-Post hier gelandet ^^

    Aber für sowas vvote ich nur allzu gern und teile es auch gleich mal!

    Grüße aus Friedrichshain ;)

  10. muck says:

    na klar hat der wunsch meine stimme.
    nichts desto trotz hätt´ ich lieber für kostenlosen schmutzigen sex gevoted…
    aber wer bietet den schon an? ^^

  11. Fr. Wieczorek says:

    Ich bin zwar über ein Nachrichtensystem zum Stichworten obdachlos hier reingeschneit, freue mich aber über den Beitrag – mit oder ohne Fake-Überschrift. Die meisten haben sich wirklich belangloses Zeug gewünscht. Hoffentlich hat der Kältebus-Wunsch weiterhin so großen Zulauf.
    Viele Grüße aus Kreuzberg
    Übrigens cooler Blog.

  12. ClaudiaBerlin says:

    Immer nur „mehr Geld“ zu fordern, wird nicht reichen, um den Tod etlicher Obdachloser pro Winter zu verhindern. Es braucht auch neue Ideen und eine Abkehr vom „Hauptsache warm“-Denken, das

    Die verdienstvolle Arbeit der Kältebus-Leute wurde schon öfter in den Medien gezeigt – regelmäßig konnte man dabei Obdachlose sehen, sie keinen Bock auf die „Unterkunft“ hatten und lieber draußen in der Kälte blieben, als sich das anzutun.

    Sie haben Angst, nachts beklaut zu werden, sagen sie zum Beispiel. Oder dass sie lieber „für sich bleiben“…. Aktuell hab ich keine Infos, wie es in den Einrichtungen tatsächlich aussieht, aber ich erinnere auch Gespräche mit Obdachlosen, die meinten, diese Schlafsaal-artige Übernachtung gemeinsam mit etlichen Anderen einfach nicht ertragen zu können. (Das „harte Regime“ bzgl. Alkohol mag auch eine Rolle spielen….)

    Die helfenden Einrichtungen bzw. „die Gesellschaft“ scheinen zu denken, weil einer obdachlos ist, müsse er ALLES annehmen, was ihm geboten wird – selbst wenn es gar nicht zu seinen realen Bedürfnissen passt. Und ein bisschen „Umerziehen“ ist auch gleich immer mit in der Packung…

    Was den Übernachtungsangeboten fehlt, der Schlafplatz unter der Brücke, in einer Industriebrache oder einem Keller aber sehr wohl bietet, ist PRIVATHEIT.

    Würde man z.B. abschließbare, in Reihe oder kreativ gestapelte Wohncontainer zur Verfügung stellen, die sich per Münzeinwurf öffnen und von innen verschließen lassen – ich wette, DIESE Übernachtungsgelegenheit würden viel mehr Obdachlose gerne annehmen!

    Da könnte doch die SPARKASSE mal initiativ werden – sie bliebe auf jeden Fall im Gespräch. Kennt man von Banken ja sonst nicht, dass sie die richtig schmuddligen Missstände besponsern, erst recht nicht mit neuen Ideen.

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