Traktor DJ for iPad

@marinelli ist italienischer Exilbayer in Berlin, Vater, schwerstabhängiger Musikjunkie, seit 1972 auf der Suche nach dem perfekten Mix.

Traktor iPad

Die erste Kurzvorstellung zu Native Instruments neuer Traktor-Version fürs iPad hat Martin schon geschrieben.

Ich hab das Ding für die letzte RBLLN.TV-Sendung benutzt und muss sagen, ich bin begeistert!
Klar, ein Touchscreen wird niemals die Haptik eines Hardware-Controllers haben. Man ist gezwungen, auf den Bildschirm zu starren, kriegt kein taktiles Feedback usw. Nicht nur deswegen werde ich auch weiterhin nicht auf Controller und Laptop verzichten wollen.

Es gibt aber auch Punkte, wo die iPad-App tatsächlich besser funktioniert, als der “große” Traktor. Alles was mit dem Scrollen durch lange Listen zu tun hat zB, läuft auf einem Touchdisplay wesentlich intuitiver aber auch effizienter ab, als mit Tastatur und Maus/Trackpad.
Ebenfalls um Längen besser auf dem iPad: Die Wellenformen anfassen und manipulieren zu können, fühlt sich einfach richtig an. Danke NI, dass hier nicht der x-te Aufguss einer Pseudosimulation der oldschooligen Zwei-Decks-und-ein-Mixer-Situation versucht wurde, sondern dass Thema konsequent angegangen wurde.

Das alles andere überstrahlende Killerfeature für mich ist aber definitiv der wechselseitige Sync von Cuepunkten, Grids und Loops zwischen Traktor (ab 2.6.1) und Traktor DJ. Damit wird mein feuchter Recordbox-Traum war. Endlich kann ich auch mit Traktor meine Tracks vorbereiten, während ich unterwegs bin.
Leider werden nur Metadaten in den files gesynct und keine Playlisten. Das ist ein allerorten beklagter Umstand, bei dem NI hoffentlich bald nacharbeiten wird.

Soweit mein erster Eindruck, bei Interesse demnächst mehr. Bis dahin noch das beste Video zum Thema, das ich finden konnte. Ein kleines Tutorial zum Thema Live-Remixing, das zeigt, dass der kleine Bruder von Traktor deutlich mehr ist, als nur ein Spielzeug!

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