Recht auf Remix || Kampagne für die Kulturtechnik Remix

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rechtaufremix

Remixing Culture Everyday. Diesen Slogan tragen die Blogrebellen seit einiger Zeit im Titel und schon gefühlte Ewigkeiten im Herzen. Was seit jeher mit Blick auf Musik gilt, gilt im Zeitalter von Bits und Bytes und Reblogs und Reposts mehr denn je. Everything is a remix! Aber weil die Kulturtechnik des Remix nicht mit dem Status Quo des Urheberrechts übereinstimmt, ist politischer Wille gefragt, sich für eine Kultur des Remix einzusetzen. Die Digitale Gesellschaft hat dafür eine Kampagne gestartet, die genau das will:

Ein Recht auf Remix als eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit einer Gesellschaft.

Wie sich ein solcher Gedanke in Gesetzestexte übertragen lässt, zeigen die Macher auf der Seite rechtaufremix.de – dort gibt es die Petition und alle Informationen, Links und weiterführende Fragen und Antworten. Bitte unbedingt vorbeischauen, denn das derzeit bestehende Urheberrecht wird den technologischen Möglichkeiten in keinster Weise mehr gerecht.

Damit wir uns richtig verstehen: Eine Kopie ist kein Remix. Das wissen, DJs am besten.


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2 KOMMENTARE

  1. “Das derzeitige Urheberrecht drängt Remixkultur in die Illegalität.”

    …ist doch völliger Quark! Man kann den Urheber einfach um Erlaubnis fragen. Gerade in Zeiten vom E-mail und co gar nicht so schwer…

    Generell steht es jedem frei seine Werke frei zur Verfügung zu stellen. Die ohnehin stark gebeutelten Künstler dazu aber zu zwingen ist einfach nur *asozial*. Baut diese neue “schöne” Welt gefälligst auf eigenen Schultern!

    Es gibt nichts feigeres und unglaubwürdigeres als andere darum zu bitten sich “sozial” zu verhalten. Das was auf dieser fragwürdigen Seite promoted wird, nennt man üblicherweise Enteignung.

    Es würde keine 24h dauern bis findige Unternehmen wie Google diese “Regelung” dann zu Ihrem Vorteil nutzen: Aus jedem Stück der Welt werden einfach 0.5 sec entfernt um später als “Remix” neben Google-Ads für lau angeboten werden. Oder vielleicht plötzlich “legal” in NSU Videos auftaucht?!

    (Produktive) Künstler haben nun mal auch Anspruch auf Rechtssicherheit und Freiheit des Wirtschaften. Nicht nur die handvoll Dubstep und Trance Wannabies die sich frei am Schaffen anderer bedienen möchten (oder besser: müssen).

    Kernproblem ist in der Regel ja nicht finanzieller Natur, sondern hat eher damit zu tun, dass z.B. die Sängerin nicht in einem pubertärem, und grausam unmusikalischem Kontext erwähnt werden möchte. Oder der Producer einfach keinen Bock hat auf stupide Trance Remixes. In aller Regel sind es künstlerische Gründe die entscheiden, ob eine Remix genehmigt wird oder nicht.

  2. Mit der Erwähnung der NSU wird für die Remixrebellen ein Schuh daraus, danke hierfür. Denn geremixt wird ja nicht nur von den lieben netten Nachbarn sondern eben auch von Nazis, Schmuddelkram-Erzeugern und anderen Finsterlingen die auf der Welle der Netzrebellion schwimmen.

    Das ist die eine Seite.

    Die andere, mindestens genauso üble, ist die, dass man den Künstlern per se untersagt Geld zu verdienen mit dem was sie machen. Es ist natürlich für den Netzrebellisten schwer zu glauben, aber neben Madonna und Metallica gibt es tatsächlich Musiker die kaum von dem Leben können was sie machen und das obwohl sie abertausende von Klicks und Downloads auf ihre Werke verzeichnen. Musik machen kostet Zeit und Geld und wer das investiert möchte am Ende etwas dafür bekommen oder zumindest selbst bestimmen was mit seinem Werk gemacht wird. Das gilt im übrigen für alle anderen Künste neben der Musik auch.

    Wenn jemand ein tolles Foto oder einen guten Song für etwas verwursten möchte wieso nicht einfach anfragen? Kreativität ist auch Kommunikation und im schlimmsten Fall gibt es ein nein im besten, zumindest im Musikbereich, bekommt der Remixer die Originalspuren und es entsteht eine wunderbare Zusammenarbeit, wäre in der Musikszene nicht das erste mal das so etwas passiert.

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