Greg-Wilson-Northern-Soul
Marinelli

@marinelli ist italienischer Exilbayer in Berlin, Vater, schwerstabhängiger Musikjunkie, seit 1972 auf der Suche nach dem perfekten Mix.

Greg-Wilson-Northern-Soul

Dieser Sunday Joint ist ein dickes Gerät, das kann ich euch sagen!
Greg Wilson ist ein krass einflussreicher DJ-Pioneer aus UK. Er war der erste, der im britischen TV scratchte, war Resident der legendären Hacienda, brachte Fatboy Slim das Scratchen bei und erlebt -was ich am bemerkenswertesten finde- heute einen zweiten Frühling als einer der Motoren der Szene, die sich mit dem Editieren alter Discotunes beschäftigt, um sie für die veränderten Hör- und Tanzgewohnheiten tauglich zu machen. Ausserdem schreibt er in seinem Blog sehr lesenswerte, lange und vor Wissen und Erinnerungen triefenden Artikel über alte Platten oder Musikrichtungen. Ein echter Storyteller, der Mann, egal ob an den Decks oder an der Tastatur.

Letztens nahm er sich eine sehr spezielle Subkultur vor, nämlich Northern Soul. Über Northern Soul könnte man Bücher schreiben. Wer sich ganz knapp darüber informieren möchte, kann das in den Linernotes zu Greg Wilsons Mix auf der Soundcloud-Seite oder bei Wikipedia tun. Noch etwas tiefer einsteigen, kann man hier auf Gregs Blog. Aber Obacht, es gibt kaum eine Sucht, die schneller den Geldbeutel leeren kann, als das Sammeln von Nothern-Soul-Singles!

Für uns soll hier einfach reichen, dass Northern Soul eine in UK beheimatete Szene ist, in der es um obskuren nordamerikanischen Soul geht, der zwei Kriterien genügen sollte: Die Musik sollte schnell und uplififting sein und die Platten möglichst unbekannt. (Greg Wilson schreibt in seinem Blog, wie schnell einzelne Songs, die kurz zuvor noch überall rauf- und runterliefen, wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen wurden, sobald sie kommerziell erfolgreich wurden.)

Greg Wilson schreibt selbst, er sei nie Teil dieser Szene gewesen, und das ist gut so, denn so bewahrte er sich für seinen epochalen dreieinhalb Stunden langen Northern-Soul-Rundumschlag die unverstellte Draufsicht, die es braucht um auch die Tunes zu spielen die sonst evtl dem szeneinternen Snobismus zum Opfer gefallen wären.

Aber genug der Worte, Vorhang auf für einen halben Allnighter voll mit wunderbarer alter Tanzmusik, die nichts, aber auch rein gar nichts von ihrer Wirkung auf Seele und Füße verloren hat:

(Download)

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