Marinelli - A Superstitous Mix
Marinelli

@marinelli ist italienischer Exilbayer in Berlin, Vater, schwerstabhängiger Musikjunkie, seit 1972 auf der Suche nach dem perfekten Mix.

Marinelli - A Superstitous Mix

Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie das war, als ich das erste Mal „Superstition“ von Stevie Wonder hörte. Es war irgendwann im letzten Drittel der 80er im „Kaffee Giesing“, der kleinen Live-Musik-Bühne in Mjunik, die damals Konstantin Wecker gehörte. Eine Freundin schleppte mich auf das Konzert der stadtbekannten Funk- & Soulband „Zauberberg“. Als die Band ein Medley (oder sagte man damals noch „Potpurri“, oder schon „Megamix“?) von Stevie Wonder, einem Künstler, den sie rückhaltlos bewundern würden, ansagten, konnte ich nicht glauben, was meine Ohren eben gehört hatten. Stevie Wonder? SRSLY? Für mich war Stevie Wonder zu dieser Zeit ein komischer alter Mann war, dessen unsägliches „I Just Called To Say I Love You“ mir gehörig auf die Nüsse gegangen war, weil es von sämtlichen Radiosendern gefühlt jahrelang rauf- und runtergespielt wurde.
Ein paar Minuten später war ich zum zweiten Mal soweit, dass ich nicht glauben konnte, was ich hörte. Die (nebenbei bemerkt, exzellente) Band spielte „Superstition“ und der Sound blies mich förmlich an die Wand. Dieser Moment veränderte buchstäblich mein Leben, denn er brachte mir den Funk und der Funk ist bis heute nicht mehr von meiner Seite gewichen.

Meiner ganz bescheidenen und unwesentlichen Einzelmeinung nach, ist Superstition der beste Song, der je veröffentlicht wurde. Er ist ziemlich genau so alt wie ich und verursacht bei mir seit nunmehr 25 Jahren Gänsehaut. Außerdem rockt der Tune seit ebensovielen Jahren den Floor für mich.

Meine Liebe zu „Superstition“ wurde eher noch größer, seit die Mehrspurmaster ins Internet gelangten und viele DJs und Remixer zu neuen Versionen inspirierten.
Die Originalversion spielt zwar für mich in einer eigenen Liga, aber das Arrangement und vor allem die für Tamla Motown typische matschige Abmischung machen es zu einer undurchdringlichen Wall of Sound, hinter der ein Gutteil von Stevie Wonders Genialität verborgen bleibt. Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an den wunderbaren Todd Terje, dessen Edit es erst ermöglichte, einen Blick auf Stevie Wonders Können an den Instrumenten, aber auch am Mischpult zu werfen. Es ist für mich immer noch unfassbar, aus wie vielen einzelnen Spuren sich der kompakte Breitwandfunk des Originals zusammensetzt.

Ich kann mich an „Superstition“ nicht satt hören, weswegen mein Tribut-Mix auch so lange geworden ist. Natürlich hätte ich auch ein 10 minütige Mashup aus den Tracks kondensieren können. Wahrscheinlich würde ich damit auch mehr Hörer erreichen. Aber hier geht es nicht um mich oder darum, meine Skills herauszustellen, sondern darum, einem großartigen Künstler Tribut zu zollen. Und darum, mich bei Dodo und Stefan zu bedanken, ihr wisst schon, wofür.

(Direktdownload)

Tracklist
01 Sungha Jung – Superstition
02 Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass – Superstition
03 Stevie Wonder – Superstition (Todd Terje Edit)
04 Stevie Wonder – Superstition (Pied Piper & Reeno saxtrumental regroove 2012)
05 Stevie Wonder – Superstition (The Noisy Freaks Remix)
06 Funkanomics – Superstition
07 Stevie Wonder vs Metallica – Sad But Superstitious (Wax Audio Mashup)
08 Macy Gray – Superstition

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