Martin

Hi, ich bin Journalist & Blogger und schreibe hier vor allem darüber, wie das Digitale die Gesellschaft verändert. Manchmal droppe ich aber auch einfach nur übelste Basslines oder Einhörner, die Fallschirm springen.

Wenn etwas im Netz viral geht, dann kann man sich entweder verzaubern lassen – so wie die gesamte deutsche Medienlandschaft heute (wir auch). Oder aber man kann ein zweites Mal hinschauen und sich überlegen, wie das sein kann, dass ein Video innerhalb von 19 Stunden über 2 Millionen Klicks absahnt. Die Antwort lautet: Es ist Werbung.

Seit dem Harlem Shake wissen wir, dass es eben nicht die User selbst sind, die in der Regel ein Video zur Viralität verhelfen, sondern vielmehr Marketing-Abteilungen dafür sorgen, die richtigen Blogs, Facebook-Pages und Twitterer mit dem Video zu versorgen – sprich die Multiplikatoren zu füttern.

So war es auch jüngst beim Edeka-Video zu Supergeil. Dort wurden in Deutschland etwa u.a. gezielt die Kollegen von Schlecky Silberstein für das Bloggen des Videos bezahlt und konnten damit als Katalysatoren auftreten. Das haben sie auch kenntlich gemacht, darum geht es nicht. Alles gut.

Vielleicht Kunst, definitiv Werbung

Es geht aber sehr wohl darum, dass virale Videos immer häufig nur ein Interesse haben: Aufmerksamkeit für eine Marke erzeugen. So ist das auch in diesem Fall. Hier in diesem Video wirbt ´WrenStudio– die Modemarke, mit der die vermeintlich fremden Menschen (hier die Liste der Models), die zur Überraschung alle so wahnsinnig schön sind, ausgestattet wurden.

Am Anfang des Videos wird dies auch preisgegeben: Wren presents. Und trotzdem wird das Video von allen Medienhäusern bereitwillig als Netzphänomen geteilt und präsentiert.

Wenn selbst Journalisten nicht mehr zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden können, dann wird Werbung zum Inhalt.

Von der Künstlerin Tatia PIlieva ist zudem nirgends etwas zu lesen/zu sehen, außer den anderen Videos auf ihrer Vimeo-Seite. Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Künsterlin mit ihrem ersten Youtube-Video von allein derart viel Aufmerksamkeit erzeugen könnte? Zudem wurde das Video erst dann viral als es bei Gawker im Sploid-Blog landete – ein Multiplikator ersten Grades.

Zwar kann ich noch nicht weiter verfolgen, welche anderen Multiplikatoren eine Rolle gespielt haben, aber klar ist: Wir teilen Werbung – und lieben es. Die Industrie hat gewonnen.
 


 

10.3. – Tweet von Tatia Pllieva – bereits mit Verweis auf das Modelabel Wren

 

11.3. Tweet vom Modelabel mit Hinweis auf Kollektion

 


 

Wie die Qualitätsmedien die Story trotzdem gekauft haben

 

n24

 

netv

 

Tagesspiegel

 

welt

 

Bild

 

Meedia

 


 

… Keins der hier aufgeführten Medien-Häuser erwähnt zum aktuellen Zeitpunkt, dass es sich bei dem Video um Werbung handelt. Kann man von Journalisten wahrscheinlich auch nicht verlangen.

 
 

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  1. lana says:

    voll Zustimmung, möchte aber anmerken, dass die Verwendung von „blind“ im Sinne von „bemerkt etwas nicht“ mE zurecht als ableistisch kritisiert wird und in Zukunft andere Formulierungen irgendwie awesomer wären.

  2. _jrg says:

    Wren presents…hättest du das nicht erwähnt, mir wäre nicht nicht aufgefallen. Aber wofür steht Wren denn als Marke und für welche Produkte…ich suche das mal nicht bei einer Suchmaschine….strukturell ist das wohl Werbung, aber auch in der Wahrnehmung der TeilerInnen und kommmt bei denen die Markenbotschaft an? Vor allem welche? Das erschließt sich mir noch nicht…Vielleicht gibt es ja noch ein Nachfolgevideo…

  3. Und wenn... says:

    Ich stimme dir zu. Die Industrie hat gewonnen. Doch in diesem Falle auch die Kunst. Man sollte unterscheiden, zwischen gut durchdachten Skripten und Marketing Strategien und simpler Werbung. Werbung kann nerven, und das sage ich als Teil dieser Branche. Aber dieses Video ist viel mehr. Es berührt, es regt zum nachdenken an, es ist schön gestaltet und künstlerisch arrangiert. Reicht das nicht? Zählt nicht auch das, was wir daraus machen? Und wenn ich durch diesen Clip auf die Kleidung aufmerksam wurde, sehe ich nicht auch tagtäglich stilvoll zusammengestellte Outfits?
    Ich verstehe durchaus den Grundgedanken dieses Artikels. Doch nur ein Mal, sollte man innehalten und überlegen ob es wirklich ein solches Teufelswerk ist – Oder womöglich einfach als einfach 3:29 min voller Gefühle.

  4. hmm says:

    wenn ich diesen artikel hier nicht gelesen hätte wäre ich niemals auf die idee gekommen, dass dies eine werbung sein sollte…weil ich auf die ersten paar sekunden einfach nicht geachtet habe. das ganze werbebezogene denken fing in meinem kopf erst an, als ich diesen artikel hier gelesen hab. davor war es einfach nur ein schönes und berührendes video. insofern bereue ich es grad den artikel gelesen zu haben, da mir alles schöne an diesem video dadurch vermiest wurde und ich nur noch werbung im kopf hatte…herzlichen dank dafür…fragt sich nur ob ihr damit das erreicht habt was ihr wolltet?

  5. Marc says:

    Wo ist denn jetzt hier die Geschichte dahinter?
    Außerdem möchte ich Dir widersprechen: Viral gegangene Videos haben nicht immer ein Interesse daran, Aufmerksamkeit für eine Marke zu erzeugen.

    BTW: Ich habe zumindest einen IMDB Eintrag zur Künstlerin gefunden.
    http://www.imdb.com/name/nm2099669/

    Ob der passt, weiß ich natürlich auch nicht.

  6. martin says:

    Hi Marc, Danke für Deinen Hinweis. Du hast Recht, nicht jedes Video, da viral geht, hat eine kommerzielle Absicht dahinter… Habe das eben korrigiert.

    Die Frage, was hier die Story dahinter ist, sollte aber deutlich geworden sein, oder? Wenn Millionen YouTube-Zuschauer glauben, dass sie hier Zeuge eines total süßen Frühlingsgefühle-Kunstevents werden, dann wurden sie verarscht. Es ist Werbung – und das scheint keinem aufgefallen zu sein.

    Oder keinen zu interessieren. Aber wenn Werbung zum Inhalt wird, dann muss ich leider kurz intervenieren.

  7. Barbara says:

    Also ist es Werbung. So what? Hatte ich, wie auch andere, bis eben nicht als solche wahrgenommen. Dieser Artikel hier macht mehr Werbung für die mir bis dato gänzlich unbekannte Marke als wenn ich das Video 20x geschaut hätte. DARAUF haben wohl die Marketingleute gesetzt – nicht auf Menschen wie mich, die einfach verzaubert waren und kurz an nichts Kaufbares mehr gedacht haben, sondern einfach nur an das, was zwischen Menschen möglich ist. Ohne Konsum.

  8. Marc says:

    Martin, mir ist das heute Morgen aufgefallen und ich habe auch nach ihr gesucht und den imdb Beitrag gefunden. Anymway, sie ist ja auf Twitter und ich habe gerade mal gefragt. Da haste bestimmt auch schon getan, oder? ;-)

  9. Lena Reiner says:

    Ich verstehe nicht ganz, was der Ärger soll. Mal ganz im Ernst: wenn ich das Video schaue, lese ich nirgends den Namen eines Modelabels – oder soll Wren das sein? Wie also soll es als Werbung funktionieren? Entsteht nicht der Werbeeffekt erst doch „Aufklärungsartikel“ wie den hier? Erst seit einem Radiobeitrag und dem Artikel hier kenne ich die Namen derer, die dahinter stecken und weiß, dass es um Mode geht. Beides war aufklärerisch gemeint und hat mich im Gegenteil erst dazu gebracht, mich mit den Firmen dahinter zu befassen.
    Und da ich das Video supersüß finde, konnotiere ich das Ganze erstmal positiv und ich denke, das geht sehr vielen so.
    Klassischer Fall von: Aufklärung nach hinten losgegangen…
    oooder werden neuerdings die Aufklärer bezahlt? ;)

  10. Cyrano says:

    entscheidend ist erst einmal das hier:

    “ The video peddles the fantasy that beauty can spring from an unexpected connection between two random people, but what it’s really showing us is the beauty of models making out. It’s like the hipster Bachelor. I doubt that millions of viewers would be so quick to celebrate a video of randos kissing if they were all less thin, hip, stylish, charming, and well-manicured. “

    vgl.: http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2014/03/11/first_kiss_video_tatia_pilieva_films_strangers_who_are_also_actors_models.html

    Hier wird ganz klassisch Romantischer Kitsch als irgendetwas unglaublich spontanes und ungewöhnliches gehyped. Tatsächlich bedient das Video ganz ähnliche Sehgewohnheiten wie Disney. Und nein, das wäre nichts schlimmes, wenn man sich eben darüber nicht selbst belügen würde.

    Dass es sich dabei um Werbung handelt tut eigentlich wenig zur Sache, zumindest berührt das die künstlerische Qualität nicht. Nur ist die halt in der Nähe eines Gedichtes von Julia Engelmann anzusiedeln.

    Jetzt auf die Leute einzuschlagen, die recherchiert haben und sich nicht von Zuckerguss überziehen lassen haben ist scheinheilig. Die Sache wäre so oder so irgendwie rausgekommen, im Zweifelsfall hätte die Beworbene Marke irgendwo eine Meldung lanciert.

  11. Sarah says:

    Lieber Martin

    Natürlich ist dieses Video Werbung. Eine geniale Werbung für etwas vom Schönsten auf der Welt. Küssen.

    Ganz ehrlich, das einzige worauf ich geachtet habe war die Körpersprache, die Spannung. Wie die Leute zueinander finden vor der Kamera. Und wie sie sich wieder aus der Situation lösen. Das Lächeln, die Hände, der Kuss. Natürlich sind es Models, das sieht ein Blinder. Natürlich sind sie sehr sorgfältig gestylt. Egal. Models sind ja auch Menschen.

    Warum ich das Video geteilt habe? Mir geht es bei jedem neuen Kuss genauso. Ich liebe die Sekunden davor, das Kribbeln, das „sich annähern“ und der Moment wenn sich die Lippen zum ersten Mal berühren. Der kleine Blitzschlag in der Zungenspitze. Das Seufzen, die Lust nach mehr. Daran habe ich gedacht und das hat mir meinen Tag versüsst. Dass ich die Marke dabei völlig ausblende war wohl nicht ganz beabsichtigt von Wren. Ist halt auch schwierig wenn man Werbung mit einer der schönsten Sachen der Welt machen will. Falls dich solch geschickt getarnte Werbung zu sehr ärgert, lass dich küssen, das senkt den Cortisolspiegel ;-)

  12. Matthias says:

    Bei aller (auch durchaus angebrachter) Kritik an Werbestrategien, dem Propagieren von gewissen Schönheitsidealen etc., kann ich dem Fazit absolut nicht zustimmen.

    Ironischerweise hat der Autor durch seinen Artikel erst dafür gesorgt, dass die Werbung von mir (und sicher auch anderen) als solche überhaupt erkannt werden konnte. Weder habe ich auf die Kleidung der Leute (=das Produkt), noch irgendeinen Markennamen geachtet. Den hab ich noch nicht mal gesehen und, alle Theorie zu unterschwelligen Botschaften in Ehren, unterbewusst abgespeichert war er angesichts der Fremdheit des genannten Namens wohl auch nicht.

    Verliert ein Film und seine Message an Wert, weil die Geldgeber der Meinung sind, damit ihren Umsatz ankurbeln zu können? Selbst, wenn das klappt (was ich hier bezweifle, sofern nicht noch mehr Leute lautstark auf die Marke und die wahrscheinliche Intention hinweisen), so ändert sich doch nichts. Auch dass die Leute gecastet sind (ach nee… und das in einem Film?? Wer hätte das gedacht!?), ändert nichts an der Prämisse, denn – man höre und staune – nicht alle Models kennen sich und küssen ständig miteinander rum. Und auch wenn das gern mal ignoriert wird, so gehören auch sie der Spezies Mensch an.

    Was genau ist hier also der Punkt, an dem die Industrie gewonnen haben soll?
    Doves Photoshop-Kritik war klarere Werbung und dennoch in seiner Message relevant. Soll ich die jetzt auch ignorieren, weil die Geldgeber ihre Produkte vermarkten wollten? Soll ich aufhören, Pazifist zu sein, weil Axe seit neuestem mit der Make Love, Not War Kampagne gegen rassistische Stereotypen und Kriegspropanda vorgeht (und, ja, nebenbei auch ein Produkt vermarkten will…wen stört’s?)

    Ich glaube, da muss noch viel passieren, bis ich so zynisch bin…

  13. Sarah says:

    Tja das Video und dein Blogeintrag, ihr könnt euch echt was drauf einbilden. Ist seit 2 Jahren die erste Reply und hat dir/den Blogrebellen beim bösen Monster FB mein fettes Like gebracht ;-) Bitte mach weiter, es macht echt Spass dich zu lesen. Und schöne Grüsse an Konrad, ich hab ihn lange nicht mehr gesehen :-)

  14. Matthias says:

    P.S.: Das soll übrigens nicht als Angriff, sondern als Diskussionsbeitrag verstanden werden. Falls es anders wirkte: Tut mir Leid, das war nicht die Absicht.

    Ich möchte an dieser Stelle Bezug auf Cyranos Beitrag nehmen:
    Erstens frage ich mich, wo genau das Problem in der Darstellung mehr oder weniger attraktiver Menschen besteht (denn weder Message noch Kunst als Konstrukt sind davon abhängig, dass die teilnehmenden oder abgebildeten Personen nicht dem – ebenfalls konstruierten, aber ungleich stärkerem – Schönheitsideal entsprechen).
    Und zweitens sehen wohl wenige Leute das Video als filmische Höchstleistung, tiefschürfendes Wunderwerk der Philosophie oder bahnbrechende Besonderheit an. Sondern eher das, was Sarah so treffend ausgedrückt hat – und für mich persönlich verkörpert es zudem eine Utopie, dass sich Menschen, Fremde, anstatt mit Hass und Gewalt auch einfach liebevoll annähern und interagieren können. Natürlich ist das irgendwie kitschig und dass die Leute nicht rein zufällig gefilmt wurden, macht das Video selbst mehr als deutlich. Aber, wie gesagt, was ändert das? Nischt.

  15. Harald says:

    Auf der einen Seite finde ich es gut, wenn sich Werbung nicht aufdrängt, wenn es mir freigestellt ist die zu sehen und vor allem zu hören und sie so gut produziert ist, dass sie sowohl den Machern wie auch dem Publikum Spaß macht oder sie informiert. Mir ist ein gut gemachtes Video lieber, in das eine Firma investiert hat, als der Trash, den so manche Hobbyfilmer verbreiten.

    Es gibt aber gute Gründe, dass in unserer alten Kultur aus dem letztem Jahrhundert klare Trennlinien zwischen journalistischer Information sowie Kunst und Werbung gezogen wurden. So wie es damals war – hier ein Block Werbung, da ein werbefreier Beitrag – wird es wohl nicht mehr bleiben, muss auch nicht. Aber einen Teil dieser Kultur sollten wir uns bewahren, um eine möglichst weitgehende informelle Unabhängigkeit zu bewahren, daher ist vor allem die Kritik an den Qualitätsmedien in diesem Artikel angebracht.

  16. Kulii says:

    Selbst wenn es Werbung ist (immerhin ist fast alles im Internet heutzutage Werbung), ist es trotzdem das Werk einer Künstlerin und Filmschaffenden, die sich überlegt hat wie man auf eine etwas andere Art Werbung machen kann. Vllt wollte sie auch gar nicht gezielt Werbung machen, sonder hat darin einfach nur die Möglichkeit gesehen sich künstlerisch aufzudrücken. Daran dass es als Werbung missbraucht wurde ist dann nicht sie Schuld, sonder Wren! Mich persönlich interessiert es wenig unter welchen Umständen das Video entstanden ist, sondern nur was am Ende dabei raus gekommen ist.

  17. kulli says:

    P.S.
    Selbst wenn es Modells sind, ist es doch nicht unwahrscheinlich, dass sie sich trotzdem vorher nicht kannten ;-) ich lasse mir meine Illusion nicht zerstören

  18. nggalai says:

    Ich glaube, manche haben Martins Aussage nicht verstanden.

    Das »Problem« ist nicht, dass es Werbung ist – das hat hoffentlich jeder sofort gemerkt, auch wenn die Marke nicht bewusst hängengeblieben ist. Das Problem ist das unreflektierte Teilen über die im Artikel genannten (und sehr vielen mehr) journalistischen Medien. Es geht weniger darum, dass man es persönlich schön oder süß oder künstlerisch oder was auch immer fand – sondern dass Medienhäuser wie Springer (Welt, Bild) und selbst Meedia das »einfach so« geteilt haben, ohne zu hinterfragen, zu recherchieren, ohne noch einen Hinweis zu setzen. Also ohne journalistische Arbeit. Irgendwie peinlich.

    Ich verstehe Martins Artikel als Medienkritik. Nicht als Werbekritik.

  19. Märchen says:

    Die meisten Kreativköpfe, die in der Werbebranche arbeiten, sind doch bestimmt im Herzen „normale“ Künstler, die ihre Kreativität eben kommerzialisiert haben, um sich wie die Juristen- und Managerklassenkameraden auch irgendwann mal ein schönes Häuschen mit Garten zu ermöglichen. Wo Kunst aufhört und Kommerz anfängt, und ob man das überhaupt voneinander trennen kann oder sollte, darüber wird schon seit Jahrzehnten gestritten. Aber Kreativität bleibt Kreativität.

  20. Kathrin says:

    Die Kritik verstehe ich nicht ganz. Da hat ein Konzern also die Protagonisten ausgestattet. Das kann man als „Werbung“ deklarieren, oder viel netter, als Sponsoring. Beim Fußball tragen die Sportler auch Logos auf ihren Trikots. Die Sponsoren fördern ein Projekt, an dessen Erfolg sie glauben, im Umkehrschluss bekommen sie ein bissl Aufmerksamkeit. Ist doch nicht verwerflich, oder? So, wieder zurücklehnen und freuen…

  21. Georg says:

    Wenn den Wenigsten auffällt, dass es sich um Werbung handelt, war der Film dann werbetechnisch erfolgreich? Ich denke, man könnte 100 Leute die das Video gesehen haben fragen, wer oder was WREN ist und 99 würden angeben noch nie was von der Marke gehört zu haben. Ich habe den Eindruck, dass das Video zwar ein viraler Hit war/ist, WREN an sich aber noch nichts genutzt hat. Wenn jetzt aber noch eine zweite Welle, im Sinne von ‚Haha, seht mal. Voll verarscht. Das waren wir. WREN!‘ folgt, die genauso viral geht, dann herzlichen Glückwunsch.

  22. Ich geb keinen Fiiiiiiiiiick says:

    Ich geb doch keinen Fick drauf, ob das Video ein Mittel für Marketing ist. Ich werde deswegen jetzt nich nach Wang oder wie auch immer die heißen suchen, oder ihre Produkte kaufen.
    Das Video ist einfach nur wunderschön für mich und bringt verdammt viel Gefühl rüber. Es hat mich berührt und mir ein Stück menschlichkeit wiedergegeben.
    Was ihr hier macht, ist einfach nur das Video zerstören um Klicks für euren Blog zu generieren. Seit ihr damit besser als eine Werbefirma? In meinen Augen nicht.

  23. Thomas says:

    Thema vefehlt!

    Wie schon in den Kommentaren vorher verlinkt wurde, ist die Geschichte dahinter ein ganz andere, eine schöne.
    Eine Filmemacherin hat ein ganz schönes, herzzerreißendes Video mit mehr oder weniger professionellen Protagonistinnen gedreht und dafür einen Sponsor gefunden, der nicht ganz eine Sekunde lang zu sehen war.
    Die Aufmerksamkeit beim Ansehehn ist eher auf das Küssen und die schönen Reaktionen davor und danach gerichtet.
    Um in den Tenor einzustimmen: Mir wäre der Sponsor gar nicht aufgefallen. So ist Werbung gut plaziert!

    Die Medienkritik verstehe ich, die Beiträge sind allesamt nicht recharchiert. Dieser hier schließt sich nahtlos an die Liste an.

  24. Thea says:

    Ich habe das Video auch nicht in dem Wissen, dass es Werbung sein könnte gesehen, sondern als ein Kunstbeitrag. Da ich auch ein bisschen Ahnung habe was in diesem Buisness (Film,Medien,Kunst,etc.) geht, war mir auch klar, dass diese Modells gecastet, gestylt und sorfältig ausgesucht sind. Schließlich sehe ich die Sache aber ein bisschen andersrum: Nicht die Film-und Kunstbranche bedient sich der Werbebranche, sondern die Werbung lässt sich von der Kunst inspirieren. Da wir in unserer heutigen Zeit von Werbung (vorallem von schlechter) intensivst überschüttet werden, finde ich diese Richtung zu „Werbung mit Inhalt“ gar nicht so schlecht.
    Mittlerweile hat das Wort Werbung an und für sich schon eine solche Negativbelastung, dass man oft gar nicht den eigentlichen Begriff wahrnimmt. Völlig verständlich übrigens, da die meiste Werbung einfach schlecht, inhaltlos und reizüberflutend ist.
    Von daher finde ich es um so beeindruckender und schöner zu sehen dass auch Menschen, die in dieser Werbebranche arbeiten dies erkennen und versuchen eine neue Richtung einzuschlagen. Ohne Werbung wäre unsere Wirtschaft hoffnungslos verloren. In Zeiten des Internets und der Kommunikationsgesellschaft fordern wir fast immer und überall, über alles informiert zu werden. Wir häufen Informationen an in Mengen, die wir weder aufnehmen noch verarbeiten können.
    Ich will damit nicht sagen, dass wir selber Schuld sind oder sowas. Aber allein in Europa gibt es jetzt schon mehr Smartphones als Menschen! Für viele sind Menschen ohne Internetzugang, Handy, oder Fernsehr „ungebildet“ oder zumindest „arm dran“.
    Als ich neulich im Radio gehört habe wie jemand sagte, dass er keine Woche ohne sein Smartphone klar käme, fand ich das noch nicht mal mehr erschütternd. Diese Dinge sind heute normal geworden. Und das ist auch nicht immer schlecht. Trotzdem schmälert diese Reizüberflutung unser Wahrnehmungsvermögen.
    Ich finde es daher sehr gut, dass es Menschen gibt, die versuchen dem entgegen zu wirken. Dieses Video ist Werbung, ja! Aber Werbung mit Inhalt. Sie berührt uns und wir laufen nicht einfach so dran vorbei. Sie hat auch neben der Marke noch eine andere Message, sie bringt uns zum lächeln, zum träumen, oder einfach nur zum denken. Ich hoffe vielmehr, dass es in Zukunft mehr Werbung wie die von WREN oder auch AXE gibt. Ich finde es gut, dass wenn wir Information wie Werbung bekommen, auch die Zeit bekommen, um uns mit dieser zu beschäftigen. Und wenn es nur 1 Minute ist, dann haben wir die Information doch wenigstens aufgenommen und nicht nur angesammelt.
    Das wir dieses Video im ersten Moment nicht als Werbung aufnehmen, liegt glaube ich auch nicht daran, dass es vielleicht nicht so erfolgreich war wie von WREN gedacht. Ich denke es liegt vielmehr an der entsensibilisierenden Infomationsflut, der wir im Laufe unserer Jugend und auch jetzt noch ausgeliefert sind.
    Wohl so stark, dass wir die „andere“ Werbung mit Inhalt, gar nicht mehr als Werbung erkennen.
    Ich wünsche mir eigentlich, dass alle Werbung einen Inhalt hat. Ich will aber trotzdem wissen, dass es Werbung ist. Von daher: Vielen Dank Martin!

  25. TomsSoons says:

    Man vergisst schnell, dass zahlreiche virale Kampagnen oder Phänomen, wie Beispielsweise auch der Flashmob nur durch das aufgreifen bzw. eingreifen großer Medienmacher ihren Bekanntheitsgrad erreicht haben. Was ich viel interessanter und fast belustigend finde, ist die Entrüstung darüber, dass es sich um Models handelt. Natürlich versucht das Video eine Verbindung zwischen der Marke und dem gesehenen zu implizieren, aber das ist es nicht, was die Menschen stört. Der Mensch will die idealisierten Bilder betrachten und sie für echt halten. Wenn dann jemand aufdeckt, dass der abgebildete Cheeseburger bei der McDonalds Werbung nur aus Silikon besteht fühlt sich der Rezipient genauso betrogen also hätte ihm seine Mutter gestanden, dass sie die Zahnfee ist. Und weil der geneigte Betrachter so etwas nicht gerne weiß, vergisst er es gleich wieder und hält schon die nächste Werbeabbildung für real.

  26. peter says:

    Die Küssenden sind vielleicht Models und Schauspieler – aber das schließt nicht aus, dass sie sich hier zum ersten Mal begegnen. Darum geht es. Und es wird nirgends behauptet, dass sie „zufällig“ ausgewählt wurden. Der ach so „enthüllende“ Artikel hier zielt also ins Leere…

  27. lea says:

    Lieber Martin,

    Dieser Spot ist ein Kunstwerk. obgleich es Werbung ist oder nicht.
    Werbung is sehr oft auch Kunst, sie wird von großartigen Künstlern kreiert.
    Sie dient einem Kunden für sich zu werben, (…sich ins Gedächtnis zu duften, auf sich aufmerksam zu machen, was nichts verwerfliches ist), der wiederum dem Künstler ein finanzielles Budget gibt unglaubliche Werbung zu kreieren (siehe zb das Lacoste commercial).
    Dein Denkweise, dass alles was mit Werbung zu tun hat „böse“ und „Verarschung“ ist ist sehr engstirnig. Die Zeitungen die du auflistest berichten im Interesse des Ottonormalverbrauchers, Fachzeitschriften wie die W&V oder Horizont berichten natürlich detaliert auch über den Werbezweck.

    Liebe Grüße

  28. Allie says:

    Nach all den Kommentaren wollte ich doch meinen Senf abgeben:
    Danke für die Aufklärung.
    Ich sehe so etwas generell skeptisch, hoffe dass ein tieferer Sinn dahinter steckt und schon wieder ist es nur Labelgeilheit.
    Älteres Beispiel sind die wundervollen Videos, die ganz am Ende eine Werbekampagne von Dove offenlegen, in denen Menschen von einem Zeichner festgehalten werden, wie sie sich selbst sehen und dann wie eine natürlich vollkommen fremde Person sie wahrgenommen hat. Der Zeichner sieht die gezeichnete Person nicht und am Ende ist es unfassbar berührend, wie schön fremde Menschen die gezeichnete Person beschrieben haben.
    Etwas aktueller und mich persönlich wütend machende Werbekampange war die „umparkenimkopf.de“ Geschichte.
    Große gelbe Plakate, bevorzugt an Bushaltestellen, räumten mit Vorurteilen auf. Auf der Seite konnten Kurzinterviews über Vorurteile mit deutschen Sternchen angesehen werden, aber noch hüllte sich alles in Schweigen, auf der Website war ein Countdown angegeben. Ich hatte die kurze Hoffnung, dass diese große Werbeaktion tatsächlich zum Nachdenken über Vorurteile anregen sollte. Nein. Obwohl doch. Vorurteile über OPEL sollten aufgeräumt werden. WHAT THE FU**!!!
    Nein, es ist einfach nicht okay, uns zu manipulieren und unseren Sinn für Werbung und Gesellschaftskritik oder Romantik zu missbrauchen, egal wie wunderschön die Inszenierung ist.
    Auf das „Kussvideo“ bin ich heute durch Zufall über FB durch diesen Blog geraten und habe nicht verstanden, wie dieses Video so gehypt werden kann.
    Es sind letztendlich NUR Menschen, die sich küssen.
    Ich glaube das große Problem ist, dass die Sehnsucht nach Geborgenheit bei jedem Menschen effektiv ausgenutzt wird und eine Illusion aufgebaut, dass auch Fremde eine klitzekleine Chance auf einen Kuss haben. Deswegen wird es romantisiert und als große Kunst wahrgenommen. Ähnliches macht doch „Axe“ mit seinem reißerischen Werbespot „Make love,not war“, in dem wundervoll überzogen romantische Szenen dargestellt werden. Das heißt, diese Modedesignerin hat nur einen guten Riecher gehabt, ihr eigenes Ding draus gemacht und schwimmt bald in Geld dank uns allen, weil plötzlich ganz viele Menschen sie kennen werden. SO lassen sich Produkte verkaufen.
    Jetzt mal außen vor gelassen, ob Werbung oder nicht, ich persönlich empfand das Video als öde, nicht innovativ und vor allem nicht als Kunst. Darüber lässt sich streiten, klar. Aber ich habe durchaus schon Berührenderes gesehen, was wirklich nur ein kleines Kunstvideo war.

  29. meia says:

    es ist ja nicht das erste mal, dass regisseure/filmemacherinnen werbefilmli produzieren und sich zahlen lassen – vielleicht haben einigebetrachterInnen zu wenig über „wren“ gewusst, aber bei „BMW“ wars ja sofort klar……

  30. Chris says:

    Schon in der Steinzeit haben Menschen ihre „besseren Werkzeuge“ angepriesen. Werbung ist nicht der Feind. Und die hier erst recht nicht. „Die Industrie hat gewonnen.“ Wäre das nun von nem kleinen Eco-Label gekommen…was dann?

    Herrje, gelabere wegen nix, hier – als auch überall sonst.

  31. Neli CoKo says:

    Hahaha, danke für Euren Bericht. Ich habe gestern bei facebook alle , die den Film *ooooohcwiiiesüüüß* fanden mit der Frage genervt: „Was ist die Message?“ – Niemand konnte meine Frage verstehen, viel zu geil ist es „Fremde“ bei einer so „unanständigen“ Sache wie dem Austausch von Zungenkuss mit Stranger zu beglotzen., als dass man sich durch „prüde“ Nachfragen in seiner Begeisterung hätte stören lassen.
    Niemand konnte meine Frage „was ist die Message?“ beantworten und die Frage an sich war schon infam oder verstörend für die „Teiler“.
    Nu hab ich die Schadenfreude, dass es sehr wohl eine Message gab, auch ein gefaketes Setting mit bezahlten Leuten. Tja, das große Zungenkuss-Glück mit dem Fremden auf der Straße war nur Verarsche :D

  32. haeger says:

    Es geht nicht darum, dass das jemand in eine Suchmaschine eingibt, sondern dass Leute unterschwellig die „coolen Klamotten“ bemerken und beim nächsten Einkaufsbummel wird beim Anblick der Klamotten das Gefühl getriggert, was man beim angucken des Videos hatte (siehe Comments zu dem Video) mit der Marke verbunden.
    Das ist einfachste NLP-Schule.

  33. Poetessa says:

    Hallo Martin,

    nun hab ich mich von Youtube verführen lassen, dieses Knutschvideo anzusehen (musste nur auf der Startseite „beworben“ werden, und ich fall drauf rein ;-) …), dann stolpere ich bei der Suchmaschinenrecherche nach dem Hintergrund (auch mir ist jeglicher Hinweis auf ein Modelabel beim Anschauen entgangen… Werbeabsicht fehlgeschlagen…) über Deinen Blogeintrag. Desillusioniert bin ich nun nicht, denn es ist einfach ein schönes, gefühlsduseliges Video, dass bei mir vor allem eins triggert: die Lust aufs Küssen. Gut, ich renne jetzt nicht los und such mir wen auf der Straße (oder in der nächsten Modelagentur ;-) …), aber wenn ich das nächste Mal den küsse, den ich immer küsse, werde ich vielleicht an das Video und dieses Kribbeln des (unseres) ersten Kusses denken… Ziel der Künstlerin möglicherweise erreicht. :-)
    Und… selbst wenn NGGALAI recht hat und es Dir mehr um eine Medien-, denn um Werbekritik ging: Ich seh das positiv… Sogar popelige Journalistenköppe scheinen tief in sich drin noch Menschen zu sein – und haben beim Anblick all der schönen knutschenden Menschen den Werbeaspekt einfach mal ausgeblendet (Vielleicht hat’s ja sogar wilde Kuss-Flashmobs in einigen Redaktionen gegeben..?) Sei es ihnen (ausnahmsweise) doch mal gegönnt. :-) Ach ja, ein Werbeeffekt hat auf jeden Fall funktioniert – Deinen Blog hab ich mir soeben gebookmarkt. ;-)

    In diesem Sinne – Kiss as kiss can! ;-)
    Grüße
    Poe*

  34. Neli says:

    Ich fass es nicht, wie viele scheinbar ungeküsste Menschen, oder Menschen, die erst eine Filmvorlage brauchen, um sich an die Faszination Kuss zu erinnern, sich hier melden, weil sie sich total inspririert fühlen und erst seit dem Film checken, dass Küssen geil und sinnlich ist. So viele Denaturierte? Kein Wunder, dass mich der Film nicht im Geringsten berührt und wie ne Inszenierung rüberkommt, ich knutsche seit 30 Jahren bewusst und leidenschaftlich, dafür brauch ich kein youtube-tutorial. Wow, echt traurig. Das erklärt natürlich diesen hype und den Voyeurismus: die 2ooooooo Leute kannten echtes Knutschen vorher scheinbar gar nicht? Wie gut, dass ich eine Jugend ohne diese Medien hatte und experimentell alles über die Liebe analog selbst entdecken durfte.

  35. Poetessa says:

    Sorry… aber das @Neli muss noch raus…
    Was hat denn Inspiration zwingend mit „brauchen“ zu tun? Ich küsse ebenfalls seit fast 30 Jahren, leidenschaftlich und bewusst, seit ein paar Jahren sogar nahezu täglich… und bevor ich das Video gesehen habe, hatte ich auch nix in puncto Küssen vergessen. Dennoch… so wie ich dabei schmunzeln musste, muss ich es auch bei jedem knutschenden Pärchen, dass mir begegnet. Und es ist toll, sich dabei dann auch auf den nächsten „eigenen“ Kuss zu freuen. Sogar Songs (Filmszenen, Fotos etc.pp…), die sich darum drehen, können mich „inspirieren“.(!)… Ich denke, einen „Hype“ wie diesen heutzutage per se zu verteufeln und denen, die ihn verfolgen, als „denaturiert“ zu verschubladen, ist ungefähr so engsichtig wie Produkte aus der Werbung (womit wir wieder beim Thema wären…) bewusst NICHT zu kaufen, weil sie eben beworben wurden – sie könnten einem ja gefallen… ;-) Ich wette, der Großteil der 2ooooooo Leute wird Dir sogar recht geben: analog ist definitiv besser. Aber schön anzusehen ist virtuell eben auch manchmal…
    Poe*

  36. Neli says:

    Liebe Poe,
    ich bezog mich jetzt nicht auf Dich oder einen anderen speziellen Einzelkommentare, sondern auf die Summe der Kommentare, ich die zu dieser Kampangne bisher gelesen habe. Selbstverständlich eine subjektive Summe, und falls sich hier jemand persönlich von mir angegriffen fühlt, möchte ich mich dafür sehr entschuldigen, das ist nicht meine Absicht gewesen. Ich verfolge Publicitysysteme sehr aufmerksam, und fasziniert, da ich als Musikerin und Künstlerin von guten Konzepten nur profitieren kann. Die Bilder und das Konzept lösen in mir keine Emotionen aus, daher habe ich ohnehin eine subjektive Sicht auf dieses Werk im Gegensatz zu Menschen, die davon getriggert werden. Nicht verallgemeinerbar, nur da, meine Meinung. Also bitte nicht wichtiger nehmen, als sie ist ,-)
    Liebe Grüße

  37. Poetessa says:

    Liebe Neli,

    hoffen wir einfach, dass es nicht allzu viele sind, die tatsächlich noch nie und analog und voller Leidenschaft… ;-) Und das mit dem Getriggertwerden: wat den eenen sin Uhl… usw. Bin selbst Künstlerin (…Poetessa eben…) und Werbeschreibfrau dazu… und trotzdem… irgendwie… fremdkussaffin. ;-) In diesem Sinne… Dir viel Vergnügen weiterhin – bei all den Konzepten und Küssen! :-)

    Liebe Grüße retour

  38. martin says:

    Danke für Deinen Kommentar. Auch wir haben das Video gebloggt gehabt – ohne Hinweis darauf, dass es Werbung ist. Das stimmt. Aber genau das haben wir in diesem Artikel auch von der ersten Sekunde an, direkt oben im Teaser erwähnt und verlinkt. Transparenz und Selbstkritik ist wichtig – das dürfen die traditionellen Medienhäuser gern von den Bloggern lernen :) Grüße, Martin

  39. Bryan says:

    Mal zum Thema „selektiver Journalismus“:

    Der letzte Satz im Beitrag behauptet, keine der Medien hat das Video als Werbung genannt. Hier sind aber auch nicht alle Medien gelistet, die von dem Video berichtet haben.

    Ich habe es z.B. das erste Mal bei GMX gesehen und dort wird sehr wohl erwähnt, dass es sich um eine Werbung für eine Modemarke handelt.

    Also vielleicht erstmal selbst richtig recherchiren, bevor man alle Medien über einen Kamm scherrt.

  40. martin says:

    Hi Bryan, dort steht: „Keins der hier aufgeführten Medien-Häuser erwähnt zum aktuellen Zeitpunkt, dass es sich bei dem Video um Werbung handelt.“ Erstens hat sich Deine Kritik damit gerade in Luft aufgelöst. Zweitens solltest Du vielleicht nicht zu viel GMX.de lesen – nur so ein Tipp.

  41. Marc says:

    Hi!

    Sehr cool recherchiert, ich denk mir aber gerade. Hätte ich DIESEN Blog nicht gelesen, wüsste ich gar nicht, dass das Werbung ist und mir wäre die Marke NIE aufgefallen, so hat eigentlich erst DIESER Artikel dazu beigetragen, dass ich die Marke wahrgenommen habe. Also irgendwie trägt das jetzt eigentlich mehr zur „Werbung“ bei, als das Video selbst. Also letzten Endes ist dieser Beitrag nicht viel besser als das Teilen von solch versteckter Werbung. „Part of the game!“ ;-)

    Und während ich das schreibe, fällt mir auf, dass ich schon wieder vergessen habe wie die Marke heißt… tchja… ich falle wohl nicht in die Zielgruppe. Fand das Video von Anfang an dubios und den Hype sowieso. Wie auch immer, die Parodie ist dafür super:
    http://elitedaily.com/humor/first-handjob-this-parody-of-the-first-kiss-video-is-even-more-awkward/

    LG
    Marc

  42. Nicolas Scheidtweiler says:

    Gute Kritik!
    Technisch ist es aber sauber gemacht. Traurig nur, dass halt fast jeder drauf reinfällt.
    Mit etwas Medienkompetenz und Aufmerksamkeit erkennt man das. Jedoch hat die nicht jeder, auch kein Journalist (sic!).

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