Hearthis.at – die Soundcloud-Alternative im Blogrebellen-Interview

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Nachdem ich doch ziemlich begeistert von Hearthis.at bin, habe ich ein Interview mit Benedikt -einem der zwei Gründer der Soundcloud-Alternative- ein Interview geführt, um ein wenig mehr über den Dienst und die Beweggründe der beiden herauszufinden.
Benedikt, ein 31jähriger Grafikdesigner stand mir Rede und Antwort. Überhaupt freute man sich bei Hearthis.at sehr über unser Interesse und bot uns direkt an, alle “Premium User”-Features für lau an, um den Dienst ordentlich auf Herz und Nieren prüfen zu können. Dankesehr!
Wer noch gar nicht weiß, was Hearthis genau ist und wie es funktioniert, kann sich die Infos aus unserem Übersichtsartikel ziehen.

Was hat euch dazu bewogen, einen weiteren Streaming-Hoster für Musik aufzumachen?

Wir wollten uns selbst verwirklichen und genau das Ding bauen, das uns im Netz fehlte. Die Angebote der beiden Marktführer entsprechen nicht unseren Wünschen.. Die 2-Stunden-Begrenzung beim kostenlosen Soundcloud-Account ist viel zu wenig. Sie zwingt die User, ständig alte Mixe zu löschen und damit die eigene Historie und das Feedback zu verlieren, oder eben zu bezahlen. Das hat uns nicht gefallen. Mixcloud hat seine eigenen Beschränkungen wie zB die fehlende Downloadmöglichkeit.

Was ist eure Philosophie, wie wollt ihr von den Usern wahrgenommen werden?

Unsere Philosophie ist es, Hearthis so zu gestalten, dass es den Usern den meisten Nutzen bringt. Das möchten wir durch absolute Transparenz erreichen. Keine Entscheidung darf an den Wünschen der Nutzer vorbeigehen, wie das zB bei Facebook oft der Fall ist. Wenn eine Plattform nicht durch die Community getragen wird, stirbt sie, davon sind wir überzeugt. Neue Features werden durch die Community bestimmt, die Leute sollen die Plattform selbst gestalten. Classic Soundcloud war noch maßgeblich von den Nutzern geprägt, Next ist das leider nicht mehr.

Ihr habt eine Musikerkennung in Hearthis eingebaut, warum?

Wir sind absolut begeistert von der Musikerkennung in Mixcloud, die die Tracklistings automatisch füllt und auch die Basis für die BUY-Track-Links darstellt, die wir auch für ein sehr wichtiges Feature bei Mixcloud halten.

Apropos Beatport-Integration: Warum ausgerechnet Beatport? Beatport wäre ja aufgrund der Preispolitik und dem Umstand, dass es einem weltweiten Großkonzern gehört, nicht unbedingt unsere erste Anlaufstelle für Kooperationen gewesen.

Das ist ganz einfach, Beatport ist buchstäblich der einzige Download-Shop, der eine entsprechende Funktion zur Verfügung stellt. Alle anderen Anbieter haben nicht auf unseren Anfragen, trotzt mehrmaliger Nachfrage, reagiert.

Wie sieht die rechtliche Situation aus? Was ist mit der GEMA?

Wir halten uns an das Telemediengesetz, wonach Dienstanbieter nicht verantwortlich für die Uploads ihrer Nutzer sind. Jeder User bestätigt uns beim Upload, dass er/sie über die entsprechenden Rechte verfügt. Wenn sich Urheber bei uns melden, weil auf unserer Plattform ihre Rechte verletzt werden, nehmen wir die Files natürlich offline. Aber wir sanktionieren die enstprechenden User nicht, indem wir -wie zB Soundcloud das macht- ganze Accounts suspendieren, wenn Material ohne die notwendigen Rechte hochgeladen wird. Unser Plan für die Zukunft ist es, mittels der Musikerkennung die Musik bei der GEMA zu lizensieren.

Wie finanziert ihr den Spaß?

Zunächst stemmen wir das Projekt aus der eigenen Tasche. Die kostenpflichtigen Pro-Accounts sollen die Serverkosten decken. Wir betreiben Hearthis aus rein idealistischen Gründen und sind in der bequemen Situation, nicht davon leben zu müssen. Es ist also nicht geplant, den Service zu kommerzialisieren.

Zuletzt noch eine Leserfrage: Habt ihr eine API?

Ja, eine API Schnittstelle ist bereits entwickelt und wird gerade zur Verwendung dokumentiert.
Das Ausgabeformat wird JSON sein und wird alle wesentlichen Teile von hearthis.at inklusive Login und Feed zur Verfügung stellen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Wir haben zu danken und freuen uns über jedes Feedback zu unserem Projekt.

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10 KOMMENTARE

  1. Zwei doofe, ein Gedanke. Ich bin total fasziniert, wie offen und freundlich das kleine aber feine Team hinter hearthis.at ist. Hab ja auch ein kurzes Interview mit “Shawne” gemacht und war super erstaunt, wie schnell die Jungs auf Anfragen reagieren. Auch die Reviews der User, die ich bei der Community kenne, sind durchweg positiv. Extrem fixer Support.
    Über die Qualität der Seite an sich habt ihr ja schon ausführlich berichtet. Da gibt’s echt nichts mehr zu meckern.

  2. Ich selbst bin von dem Projekt begeistert.. auch rein optisch kann ich meine Musik wesentlich individueller präsentieren als irgendwo anders! Was bisher noch gegenüber Soundcloud ausbaufähig ist, ist die Community..soll heißen, es fehlen NOCH viele Gleichgesinnte, die nach meiner Musikrichtung gezielt suchen..aber da helfen Interviews wie dieses hier!! Alles andere ist Top!

  3. Danke für das viele Lob und Feedback! Wir werden weiterhin sehr hart daran arbeiten der Szene eine maßgeschneiderte Plattform zu bieten!

    Vielen Dank für all die Unterstützung!
    Ideen und Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen!

  4. […] – Verkaufen kann seine Uploads jeder, man muss sich nur hier registrieren und ein “Official” werden. – hearthis.at nimmt jeden 10 Einkauf als Provision. Die ersten 9 sind immer kostenlos. – Es kann völlig frei definiert werden, was verkauft werden soll. Ganze Sets, einzelne Tracks, einzelne Tracks eines Sets, Tracks exklusiv in Sets usw. – Der verkaufte Track muss nicht mit dem identisch sein, bei dem der Kauflink liegt. (Das heißt, man könnte einen Mix mit allen Tracks eines Albums hochladen, über den “Buy”-Link aber die einzelnen Albumtracks verkaufen. Das ist eine verdammt gute Idee! – Es kann eine Standard-Paypal-Adresse zur Bezahlung genutzt werden, oder aber eine eigene pro Track definiert werden. – hier könnte das Feature stehen, das Dir noch fehlt, denn bei hearthis.at ist man extrem nah beim Kunden und Feedback wird sehr sehr ernst genommen. Lest dazu auch das Interview mit den Machern! […]

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