Leute
Martin

Hi, ich bin Journalist & Blogger und schreibe hier vor allem darüber, wie das Digitale die Gesellschaft verändert. Manchmal droppe ich aber auch einfach nur übelste Basslines oder Einhörner, die Fallschirm springen.

Yay, nur kurz notiert: Facebook hat ein Psychologie-Experiment mit 600.000 Usern durchgeführt, die nichts davon wussten. Über einen bestimmten Zeitraum hinweg hat Facebook den Algorithmus der User so verändert, dass ihnen entweder eher positive oder eher negative Beiträge angezeigt wurden, um zu überprüfen, ob in der Woche danach die Posts der User analog zu den angezeigten Beiträgen waren, sprich eher positiv oder eher negativ. Das Ergebnis: Die angezeigten Posts auf Facebook verändern die Stimmung.

We show, via a massive (N = 689,003) experiment on Facebook, that emotional states can be transferred to others via emotional contagion, leading people to experience the same emotions without their awareness. We provide experimental evidence that emotional contagion occurs without direct interaction between people (exposure to a friend expressing an emotion is sufficient), and in the complete absence of nonverbal cues.

Wem das noch nicht spooky genug ist, der darf sich gern noch einmal die AGBs durchlesen. Dort heißt es, dass Facebook Daten über das Verhalten der Nutzer u.a. für Forschungszwecke verwenden darf. Tja, wir sind halt bei Facebook auch alle Teil der größten Feldstudie aller Zeiten, wie ein Wissenschaftler, der zu Facebook gewechselt war, es trefflich formuliert. Und es ist sogar auch den Wissenschaftlern selbst unheimlich, was sie da machen, wie ein Wissenschaftler der Studie bei The Atlantic zugibt. Forschungsethik ist anders.

Fröhliches Liken!

(Foto: CC BY 2.0, Dima Bushkov)
 
 

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