Die heißen Themen der KW42 für den heutigen Feierabend-Smalltalk: Ebola, Wombats, 808s & Regierungsrücktritte

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Eure Woche war krass anstrengend und ließ kaum Prokrastination zu? Ihr habt Angst davor, heute Abend beim Bier oder beim Aperol-Rhabarber-Club-Mate-Spritz mit eurem offline Social Network nicht in der Lage zu sein, mitzureden? Ihr habt die großen und kleinen Themen diese Woche überwiegend verpennt oder nur so nebenbei mitbekommen?

Heiß wie Feuer: Die Themen, deren Tanz über euren Newsstrem ihr diese Woche evtl. verpasst habt: Wombats, Seuchen, weiße Kinderporno-Opas etc...
Heiß wie Feuer: Die Themen, deren Tanz über euren Newsstrem ihr diese Woche evtl. verpasst habt: Wombats, Seuchen, weiße Kinderporno-Opas etc…

Gar kein Ding. Flodoard Quolke hat mal eben alles zusammengefasst, was für einen flüssigen Smalltalk am Freitagabend nötig ist – in eher willkürlicher Reihenfolge.

1. Ebola! EBOLA!

Unvermeidbares Thema derzeit; Und desto schwierig in der Handhabe, je größer die Smalltalkrunde ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein Panikanfälliger dabei ist. Auch ein Moralapostel könnte sich in der Runde befinden. Sowohl die Aussage „Alles easy, wir sind hier save“, als auch „Deutschland muss hier schneller, effektiver und umfangreicher tätig werden, und zwar vor Ort in Westafrika“ können schnell zu einem angespannten Gesprächsklima führen.

Was tun? Kurz auf Toilette? Kurz neues Getränk holen? Oder aber folgenden „Fun“ Fact rausholen:

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Die ganze Welt früher mal ernstnehmbaren Nachrichtenagenturen der USA stellen sich derzeit nur die eine Frage: Wer ist Clipboard Man? Kurz und knapp: Ein Typ mit einem Klemmbrett trieb sich wohl relativ ungeschützt im direkten Umfeld einer infizierten Krankenschwester herum, während um ihn rum sechs-sieben Helfer mit diesen Atom-Schutz-Anzügen wuselten.

Man ist sich mittlerweile relativ sicher, dass Clipboard Man nur zwei Dinge mehr hasst, als seine eigene Gesundheit: Amerika und Freiheit.

Dass der Typ protokollgemäß handelt und sich ausschließlich außerhalb der gefährlichen „Splash Zone“ aufhält, interessiert niemanden. Was? Ihr wisst nicht, was die „Splash Zone“ ist? Checkt den „How To Dress For Ebola“ Guide auf: klar, Buzzfeed. Ebola führt teils zum Tod. Ebolapanik führt immer zu Klicks. Die lässt Buzzfeed ungern an sich vorbeiziehen.

Für das Ende dieses Absatzes suche ich noch ein lustiges Wortspiel auf Basis der Ähnlichkeit der beiden Worte „Ebola“ und „Tombola“. Wer ein gutes weiß, bitte per E-Mail an clipboardman@blogrebellen.de!

2. „Dieser essende Wombat da, von diesem Kraftfuttermischwerk-Blog da“

Auch zum folgenden Medienkunstwerk gibt’s Fun Facts noch und nöcher, mit denen ihr im Gespräch vortäuschen könnt, massiv prokrastiniert zu haben:

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Fun Fact 1: Der Track im Hintergrund heißt „Sure Thing“ von St. Germain und funktioniert ausschließlich auf Grund des verwendeten John Lee Hooker Sample so saumäßig gut.

Fun Fact 2: Dieser John Lee Hooker ist hardcore. Füllt 3er LPs ausschließlich mit seinem Nörgeln, einer Gitarre und ein paar Fußtritten an die Holzkiste auf der er trauernd sitzt. Positioniert euch jetzt als DER John Lee Hooker Kenner (alle dazu nötigen Infos findet ihr in den zwei vorangegangenen Sätzen) und ihr seid die krassen Dons, wenn einer seiner Songs demnächst überfälligerweise für irgendeinen Soundtrack oder als Begleitung für einen Trailer ausgewählt wird – Tipp: Tarantino? Soderbergh? Evtl. auch ein Film über irgendeinen abgehalfterten Superhelden der dem Suff verfallen ist, oder so?

Fun Fact 3: Wombatkacke ist würfelförmig. Und aus gleicher Quelle, achtung:

Fun Fact 4:

Essentially, if Usain Bolt challenged a wombat to a footrace, the wombat would beat him to the finish line then keep sprinting so it could head-butt his car and then steal his girlfriend.

3. „Dieser 808 Film Trailer“

Der Trailer war tatsächlich omnipräsent unterwegs die Tage. Es gibt keine Entschuldigung, ihn nicht gesehen zu haben – außer eine: „Och, ich kenn mich in Sachen Acht Null Acht eigentlich ganz gut aus, ein Film drüber würde mich jetzt nicht so antörnen“. Die Aussage müsste allerdings gut gestützt sein. Ein guter Anfang wären die Quellen hier:

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Kanyes Gespinne über Gott, die Welt und 808s.

Wenn’s nach dem Typ hier und seinem Video ginge, ist die 808 wohl auch der Ursprung des Trap Sounds. Hm.

Der Wirbel um den Sound rechtfertigt auch ein Wiederausgraben der alten Sachen von King Orgasmus One, Frauenarzt (Die Atzen) und Konsorten…808-Overkill.

4. „Dieser Ösi, der die Bundesregierungen zum Rücktritt auffordert“

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Ja, einmal reinziehen, nur ein einziges mal, müsstet ihr euch das vielleicht. Das Ding kursiert auf Facebook wie blöde und ist inhaltlich, optisch und technisch im Grunde über alle Zweifel erhaben. Noch schlimmer für den Unterhaltungswert dieses Artikels hier: Eigentlich lässt sich nichts darüber sagen, was nicht irgendwie gemein wäre. Schade.

Frage in die Runde: Wie viele Regierungen in der Europäischen Union sind denn eigentlich wirklich „Bundesregierungen“?

5. „Soundcloud ist voll scheiße geworden“

Ja. Das Thema dürfte sich auch außerhalb der Welt der Sound- und DJism-Fetischisten herumgesprochen haben. „Die neue Benutzeroberfläche mit den völlig idiotisch versteckten Infos ist schon eine absolute Rolle rückwärts in Sachen Nutzer- und Abonnenten-Freundlichkeit„. Kann man so als Statement in die Runde Werfen – damit dürfte das Thema dann auch durch sein.

6. „Habt ihr das gehört, mit Stephen King, dass der pädophil ist?“

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„Ja, du meinst aber John Grisham – und eigentlich hat er ja nur gesagt…“ – BÄNG! Da macht ihr mal eben flott das Gespräch zu eurem Statement über euer krasses, durch massive Prokrastination erworbenes, Allgemeinwissen.

Alles zum Thema gibt’s in einem Artikel namens „John Grisham: Let’s Give Old White Guys Who Look at Child Porn a Break„. John Grisham hat in einem Interview kürzlich nämlich wirklich davon gesprochen, dass „alte weiße Männer“, die einen über den Durst getrunken haben und dann im Internet Kinderpornos gucken, vom Gesetz zu hart rangenommen würden.

Talking Point für euch? „Alte weiße Männer, die andere alte weiße Männer verteidigen für ihre a) Trunkenheit und b) pädophilen Surftouren in den Weiten des Internetzes – diese alten Männer werden bislang vom Gesetz noch nicht hart genug rangenommen.“

Von einer feierlichen John-Grisham-Urlaubskrimi-Buchverbrennung würde ich abraten. Warum? Darum, aber hautsächlich darum. Einfach anderes Zeugs lesen im Urlaub. Oder aber, ihr spendet eure Grisham-Paperbacks dem örtlichen geschlossenen Strafvollzug. Da sitzen nämlich lauter alte weiße Männer drinnen, die wahrscheinlich liebend gerne Bücher von so mitfühlenden Pädophilie-Verherrlichern lesen würden. Ganz harmlos saufen und nackige Minderjährige gucken ist nämlich nicht mehr. Firewall.

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