Nazi = Versager, Farin Urlaub? Wenn’s so einfach wäre!

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Heute Morgen lese ich diese philosophischen Zeilen eines gewissen Farin Urlaub:

Sehr schöne Antwort von Farin Urlaub bei uns im Interview für die kommende FRIZZ-Ausgabe Es geht um Pegida, Tröglitz…

Posted by Frizz Das Magazin Halle on Samstag, 18. April 2015

 

Und ich muss zugeben: Ich hatte eine kleine Hitzewallung. Eine Art Flashback in früheste Teenie-Tage. Damals, mit elf, als ich noch unsterblich verliebt war in Farin Urlaub, die geile Poppunksau. Damals, als ich mit großem Bruder auf dem Ärzte-Konzert „ooooh Arschloch“ mitgrölte und Nazis voll scheiße fand. Damals, als ich noch wusste, dass wir die Guten und die die Bösen waren. Damals mit elf und so ‘ner feschen lila Strähne ihm Haar. Da war die Welt noch schön einfach.

So einfach ist die Welt heute leider nicht mehr. Mein Herz schlägt zwar immer noch höher, weil mir Farin mit „Arschgeigen“ auf jeden Fall aus der Seele spricht und mein kleines Punkmädchenherz beglückt. Aber dann schaltet sich dieser miese Verstand ein und sagt: Der ganze rechte Krampf ist leider nicht mehr so easy zu durchschauen und so plump runterzubrechen. Klar sind da Versager dabei, die nicht kapieren, dass man aufs Deutschsein nicht stolz sein kann. Klar sind da Leute dabei, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben.

Aber da ist leider auch der nette Nachbar dabei. Oder der Student aus dem Biomarkt. Oder der intellektuelle Wirtschaftsprofessor. Und sogar der Unternehmer mit Migrationshintergrund. Es gibt so viele, die diese unterschwellig feindliche Mentalität mittragen, und die eben nicht mehr so einfach in eine Schublade zu stecken sind.

Manchmal wünsche ich mir ja, dass jeder dieser Pegida-Anhänger und AfD-Wähler oder zumindest Sympathisanten der rigorosen Asylpolitik nur ein bisschen Zärtlichkeit bräuchte. Leider ist Rassismus und rechtskonservative Gesinnung aber salonfähig geworden. Statt Springerstiefeln trägt man Birkenstock. Statt gegen Atomkraft geht man gegen Flüchtlinge auf die Straße. Ekelhaft.

Wenn man nun aber alle, die dieser hässlichen Überfremdungsangst frönen, als Versager betitelt, wie Farin Urlaub – dann greift die Erklärung viel zu kurz. Wären es nur die Versager, die Dummköpfe, der traurige braune Rest, dann müsste man auch nicht eine solche Angst vor dieser rechten Welle haben.

Ich glaube, etwas anderes ist des Nazipudels Kern: Die Angst vor Veränderung. Das Misstrauen. Die Langeweile. Der Neid. Die Internetpropaganda. Der Trotz. Die Frustration. Das Gefühl der Bevormundung. Die Verteidigung von Privilegien. Und diese komische Skepsis gegenüber allem Neuen, die wir Deutschen™ gerne mal an den Tag legen. Weil wir eigentlich ein bisschen schüchtern sind.

Naja, was ich damit sagen will: So wütend einen das macht und so arschgeigig ich Pegida, Tröglitz und Co. finde – bringt ja nichts, es sich zu einfach zu machen. Damit zieht man den Graben nur noch tiefer. Lieber erzähle ich meinem Nachbarn begeistert, wie strebsam minderjährige Flüchtlinge sein können. Oder nehme den Student aus dem Biomarkt mit ins Café International. Oder diskutiere sachlich mit dem Wirtschaftsprofessor. Und hoffe, unterm Lorbeerkranz mit Eicheln schlägt ein Herz.

Übrigens gibt’s da eine hübsche Doku, die nicht nur die Nazi-Arschlöcher zeigt, die Flüchtlingen die Bude über dem Kopf wegfackeln. Sie zeigt auch, dass es viele gibt, die etwas für die Neuankömmlinge tun: MDR Mediathek “Angst – Trotz – Tröglitz”

 


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47 KOMMENTARE

    • @Adrian
      Weil Stolz ein zu tiefst egoistisches Gefühl ist, welches der emotionalen Wertschätzung einer selbst erbrachten Leistung gedacht ist. Dem zur Folge wäre es letztendlich genau so unsinnig stolz auf’s Menschsein zu sein, wie auf’s eigene Deutschsein. Es wurde weder eine Leistung erbracht noch eine Entscheidung getroffen, auf die man stolz sein könnte.

      Wenn einem die eigenen Eltern sagen, dass sie stolz auf einen sind, heißt das auch nicht anderes als dass sie auf ihre eigene Leistung stolz sind (Zeugung, Erziehung, etc.). Deshalb wird auch gerne ein “da haben wir ja alles richtig gemacht” angefügt. Was noch verdeutlicht, dass sie eigentlich nicht die Leistung ihres Kindes wertschätzen, sondern in erster Linie ihre Eigene. Und eben weil Stolz so ein selbstsüchtiges Gefühl ist, gilt es in einigen Religionen als (Tod-)Sünde.

      • Ok, dann ist aber jede Art von Nationalstolz nicht richtig in deinen Augen, nicht nur der Deutsche?

        LG Adrian

        • Ganz genau. Jeglicher Nationalstolz ist unlogisch und lächerlich. Die wenigsten Menschen haben jemals etwas getan oder große Leistungen erbracht. Alle Menschen dieser Welt werden schlicht in diese Welt geboren – und in der heutigen Zeit eben obendrein in sowas, das man eine Nation oder ein Land nennt oder was auch immer. Es ist ja schön und gut, wenn man als Bürger positive Beiträge für die Verbesserung seines Landes oder der Welt leistet, aber Stolz sollte man HÖCHSTENS auf Dinge sein, die man wirklich selber erbracht und geleistet hat.

          • du verklärst den Begriff, trotzdem nicken einige Anhänger vor den Bildschirmen, die den Begriff genausowenig verstanden haben wie du.
            Im Allgemeinen möchte ich dazu sagen, dass Wörter und Begriffe keine beliebige Bedeutung haben können, wie es für einige den Anschein haben muss.
            natio ist lateinisch und heisst übersetzt “Geburt, das Geborenwerden” oder im übertragenen Sinne “Volksstamm, dessen Angehörige durch gemeinsame Abstammung verbunden sind”
            nasci = geboren werden
            mittelniederdeutsche stolt stand für standesbewusst
            Setzt man es daraus zusammen ergibt sich sinngemäss, dass man sich bewusst ist von wem man abstammt.

            Als Synonyme geltende Begriffe für Nationalstolz sind Patriotismus und Vaterlandsliebe
            Patriotismus = emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation; Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und Chauvinismus unterschieden, insofern Patrioten sich mit dem eigenen Land und Volk identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten.
            Vaterlandsliebe = Heimatliebe oder Gefühl der Zugehörigkeit zum eigenen Vaterland

      • die deutsche Kultur hat hervorragende Köpfe, um die uns die ganze Welt beneidet, hervorgebracht. Leibniz, Goethe, Kant, Max Planck, David Hilpert, Werner Heissenberg, sogar der Jude Einstein war deutscher Staatsbürger, Johann Sebastian Bach, Beethoven, Brahms, um nur einige zu nennen; ohne das deutsche Volk wäre die Welt nicht wie sie ist, weil die Pioniere (Röntgen, Hertz usw) der Wissenschaft des 19. und 20 Jahrhunderts waren grösstenteils deutsch. So kann ich mit Recht sagen, dass ich auf die deutsche Kultur stolz bin und halte die deutschen Tugenden für etwas edles.

        • nö, kannst du nicht. denn zu deren Leistungen hast du nullkommanix beigetragen. und eine formulierung wie “sogar der Jude Einstein war deutscher Staatsbürger” entlarvt schon ziemlich deutlich aus welcher ecke dein kommentar kommt.

          • 1.
            du wirkst so lächerlich, wenn du meinst mich korrigieren zu müssen, während du die bedeutung des gegenstandes der diskussion nicht kennst. ich habe oben eine offizielle begriffserklärung zu “nationalstolz” gegeben. demnächst wirst du wohl in die physikvorlesung einer universität gehen und dort erklären, dass die relativitätstheorie von albert einstein nicht sein könne, weil du es dir nicht vorstellen könntest.
            2.
            deine schlussfolgerungen zu dem satz “sogar der jude albert einstein war deutscher staatsbürger” sind genauso lächerlich wie deine vorstellung und meinung über den begriff stolz und nationalstolz.
            ich gebrauchte diese formulierung, weil albert einstein jude und deutscher staatsbürger war; hätte ich nur eins von beiden geschrieben, dann käme jemand, der nur eins von beiden wusste, auf die idee das als einwand zu bringen: aber einstein war doch jude und kein deutscher oder umgekehrt.

        • Wie ein Wort sich sprachgeschichtlich herleiten lässt, entspricht nicht zwangsläufig dem was es heute bedeutet. Die Bedeutung von Worten ist nicht beliebig, kann aber bei vielen Begriffen durchaus mehrdeutig sein, oder sich über die Zeit wandeln. Letztendlich ist die Bedeutung eines Wortes nie objektiv im wissenschaftlichen Sinne, sondern basiert immer auf einem Konsens. Heute gibt es keine Stände mehr, zumindest nicht wie zur Zeit des Mittelhochdeutschen, und so wie sich Gesellschaften verändern, verändern sich auch Bedeutungen. Sprachgeschichtliche Herleitungen sind sicherlich interessant, können aber auch genauso verklären, wenn es darum geht, zu verstehen, warum der durchschnittliche PEGIDA Demonstrant heute etwas von Nationalstolz erzählt. Die Bedeutung von Worten ist nicht beliebig, aber man muss sich einfach darüber bewusst sein, dass der gleiche Satz, ausgesprochen von zwei verschiedenen Menschen, einfach etwas ganz Unterschiedliches meinen kann. Es wäre schön einfach, wenn es nicht so wäre. Sprache ist eine saukomplexe Angelegenheit, und mit dem Herunterbrechen auf lateinische oder mittelhochdeutsche Wurzeln ist es nicht getan, um zu verstehen, was dein Gegenüber “meint”.
          “Stolz” jedenfalls impliziert heute ganz klar eine positive Wertung. Bewusstheit über xy hingegen impliziert auch eine kritische Auseinandersetzung, in diesem Falle mit eigenen Prägungen und Privilegien.

          Ob die ganze Welt die Deutschen um die hervorgebrachten Köpfe beneidet, sei dahingestellt.
          Wer bereits generell zu Neid neigt, wird mit Sicherheit immer etwas finden, was “die anderen” besser können oder haben.
          Vielen Menschen wird die Abstammung eines Wissenschaftlers oder Kultur/Kunstschaffenden auch mit Sicherheit ziemlich egal sein, solange sie Zugang zu dessen Schaffen oder Wissen haben.
          Dass aus dem deutschsprachigen Kulturraum einiges Revolutionäres aus den von dir genannten Bereichen hervorgegangen ist, ist klar.
          Warum das so ist, ist streitbar. Dieser Raum war jedenfalls nie hermetisch abgeriegelt vom Rest der Welt. Deutschland grenzt an neun Staaten. Früher war es zusammen mit heutigem Österreich und heutiger Schweiz ein Flickenteppich aus kleinen Königreichen. Mitten in Europa liegend ist dieser Kulturraum meiner Ansicht nach fast so etwas wie eine kulturelle Durchgangszone gewesen, (man sieht es genetisch auch an der Uneinheitlichkeit von hier vertretenen Haar- und Augenfarben, von wegen arische Rasse) und gerade durch den hier stattfindenden Austausch, kulturell wie genetisch, und die Diversität konnte hier vielleicht mehr Kreativität entstehen. Und dies baute auch auf bereits bestehenden, “importierten” technischen und geistigen Errungenschaften aus anderen Kulturkreisen auf. Copyright kam erst später.

          Ich glaube übrigens auch, dass Intelligenz in all seinen Ausprägungen inclusive Entwicklung der Sinne (zB. absolutes Gehör oder fotografisches Gedächtnis) teilweise erblich ist. Aber selbst wenn der mitteleuropäische Genpool vom Bildungsystem abgesehen einen überdurchschnittlichen IQ aufweisen sollte (meiner Meinung nach dann durch Vermischung von Stämmen und nicht durch Inzucht) muss man dann aber auch genetische Dispositionen zu psychischen Krankheiten mit einbeziehen (Autismus, Depression, Schizophrenie, evtl. Psychopathie) und da darf daran erinnert werden, dass hier neben wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften auch ein ziemlicher Wahnsinn hervorgebracht wurde. Und bei internationalen IQ Vergleichen darf (neben dem Chancen-Ungleichgewicht der Bildungssysteme und Faktoren wie Krieg und Hunger) eins nicht vergessen werden: Der Stanford IQ ist kein objektiver Wert wie der Blutdruck, sondern ein Test, der gemessen an unseren kultureigenen Maßstäben konzipiert wurde. Es gibt in anderen Kulturen möglicherweise Formen von Intelligenz, für die wir, und da fasse ich “uns” einfach mal als Westler zusammen, überhaupt keine Wahrnehmung entwickelt haben. Dies gilt auch generell für den Vergleich zwischen Menschen und (anderen) Tieren. Und da ist es meiner Meinung nach ratsam, neben der Bewusstheit über eigene Fähigkeiten und Kulturgeschichte auch eine Wahrnehmung für die Fähigkeiten und Entwicklungen anderer zu entwickeln.

          Pro Vielfalt.

      • Na ja, für die Korinthenkacker, Leistungserbringer, Alles-richtig-Macher, Schlüsselkinder und Gottgläubigen: “Stolz [von mnd.: stolt = prächtig, stattlich] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“. (Wikipedia)”
        Betrachtet man das Land, in das man (un-/glücklicherweise) geboren wurde und all seine Vorzüge, seine durch dessen Volk (upps, schlimmes Wort) in der Vergangenheit und (gegenwärtigen) erbrachten Leistungen und auch Minder-Leistungen als “Ganzes”, kann ich von mir behaupten, ein Gefühl großer Zufriedenheit mit mir selbst im Zusammenhang mit diesem hoch geachteten “Ganzen” zu spüren und deswegen zu diesem “Ganzen” (=Deutschland) zu gehören. Ok, die dunklen zwölf Jahre lasse ich außen vor, aber ich bin ja nicht pathologisch darauf fixiert wie viele andere.

        PS: Für alle pathologischen Fremdschämer und Lokalpatrioten: Schämen darf ich mich, aber stolz sein nicht? Ppphhh: Ab in die Ecke und schämt Euch!

        Mit stolzer Brust grüßend!

    • Warum darf man stolz darauf sein, Deutsch zu sein? In jedem anderem Land in dieser Welt sind die Leute stolz auf das, was oder wer sie sind. Es ist Unsinn zu glauben, dass man ein Nazi ist. Ich habe das so satt.
      Nun zu diesem Artikel. Sehr gut gesagt und ich stimme dam auch zu. Hier in den USA gibt es noch viel mehr rechtsradikale Gruppen als nur die Nazis. Es gibt hier immer noch den KKK. Auch wir haben mit Asylantenhass und Rassismus zu tun, der immer noch nicht ausradiert wurde, neine, er wird immer schlimmer.
      Ich habe schon lange nicht mehr in Deutschland gelebt und es ist sehr schade, was auch dort passiert. Meine alte Heimat macht mir ein bisschen Angst, wenn ich sehe, was dort los ist. Die intelligenten Rechten sind es, vor denen man sich in Acht nehmen muss, nicht die ignoranten Mitlaeufer. Seid auf der Hut vor ihnen, denn sie sind diejenigen, die sich dann immer wieder als Wolf im Schafpelz entpuppen.

  1. Es ist so einfach, wie Farin sagt. Nur weil die Versager salonfähig sind mit Birkenstock und Schlips und Kragen mit Uniabschluss und Jobs bleiben sie trotzdem Versager. Lackierrte Versager sind auch Versager. Auch wenns viele sind, bleiben sie ,trotzdem Versager.

    • Ich finde auch das es alles Versager sind, ohne dabei in den Kriterien des Systems zu denken…. Es gibt auch studierte und intellektuelle Nazis, trotzdem liegen sie falsch. In Ländern mit viel weniger Bildung, größerer Armut und weit schlechteren Zukunftschancen, gibt es viel weniger Rassismus

      • Ich finde, der/die Blogger/In macht es sich mit der Interpretation der Aussage eines Farin Urlaub viel zu leicht. Wenn man
        Versager auf Leistungen und Doktortitel
        bezieht, dann mag FU es sich hier sehr einfach machen.
        Ich denke aber er bezieht sich hier eher auf einen sozialen Aspekt und ja, wenn jemand einen oder mehrere Doktortitel besitzt und einen gewissen (zumindest akademischen) Bildungsstand besitzt, dann aber nicht in der Lage ist mit Menschen anderer Herkunft, Religion, Hautfarbe umzugehen oder sie nur zu akzeptieren, dann ist er für mich ebenso ein “Versager” wie der kleine, dumme Bauernproll – auf sozialer Ebene völlig versagt eben -.-
        Vielleicht interpretiere ich da aber auch ZU viel 😉

        • Nunja, ich denke mal, dass jemand der es geschafft hat einen Doktortitel zu bekommen im Normalfall (Ausnahmen gibt es immer) zumindest überdurchschnittlich intelligent sein wird. Ich denke aber nicht, dass die Bloggerin den Erfolg im Leben am akademischen Grad alleine messen will, sie wollte wohl einfach nur zum Ausdruck bringen, dass die Kritik an den Zuwanderern inzwischen von fast allen Gesellschaftsschichten kommt und eben nicht nur von Leuten, die ungebildet sind und blind hassen. Ich bin übrigens auch der Meinung, dass die meisten fremdenfreundlichen Menschen sich mit dem Thema und den Hintergründen nicht wirklich viel tiefer beschäftigt haben und einfach das annehmen, was sie von den Medien vorgekaut bekommen. Aber so ist das nunmal beim Großteil der Bevölkerung, selber denken ist einfach anstrengend, da lässt man sich die Arbeit doch gerne abnehmen. 😉

          Um das nur gleich klar zu stellen, ich bin absolut für Zuwanderung und vor allem auch für das Asylrecht, zumindest wenn es Sinn macht. Es gibt unzählige Menschen, die dankbar für jede Hilfe sind, sich an der Gesellschaft beteiligen wollen und auch integrationswillig sind. Für solche Leute wird auch immer Platz in Europa sein. Nur dann gibt es eben auch jene, die das System ausnützen wollen, weil sie sich davon ein angenehmes und einfach Leben erwarten. Sozialschmarotzer haben es eben nicht ganz einfach im nahen Osten, so jemand ist in Europa schon deutlich besser dran. Leider gibt es auch nicht unbedingt wenige dieser schwarzen Schafe, sodass diese inzwischen zu einem echten Problem geworden sind und eben genau deswegen gibt es diese Fremdenfeindlichkeit inzwischen auch in immer mehr Bevölkerungsgruppen, selbst bei Leuten, die selbst zugewandert sind.

          Übrigens, nein, ich habe keine genauen Zahlen dazu, eine Objektive Statistik wird man auch kaum bekommen, da man ja nicht aufgrund von Migrationshintergründen bewerten darf und wenn das Asylverfahren erstmal durch ist, ist der betroffene ja Staatsbürger und gilt somit als Einheimischer. 😉 Woher ich dann meine Informationen nehme? Ganz einfach, aus meinen eigenen Erfahrung und denen von bekannten und deren bekannten und das über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren – da ergibt sich dann doch ein ziemlich eindeutiges Bild. Man bekommt es eben auch Tag für Tag selbst aus erster Hand mit und es ist einem klar, dass das einfach nicht mehr lange so funktionieren wird. Das Sozialsystem funktioniert nur so lange, so lange auch der Großteil der Bevölkerung zur Erhaltung beiträgt. Wenn die Nettozahler immer weniger werden, gibt es irgendwann gar keine Sozialleistungen mehr und zwar für niemanden. Nur ein Beispiel: warum muss man, wenn man zum Arzt in Österreich geht keinen Ausweis, sondern nur eine E-Card vorlegen? Man kann diese Leistung ohne jeden Identitätsnachweis in Anspruch nehmen. Ärzte kennen das Problem aber in den vergangenen Jahren durfte man das Thema natürlich nicht öffentlich ansprechen.

          Warum liest man davon nichts in der Zeitung? Warum wird nichts gegen diese schwarzen Schafe unter den Zuwanderern unternommen? Ganz einfach, jeder Politiker, der auch nur die geringste Kritik am System von sich gibt und evtl. sogar noch den Sozialschmarotzern den Geldhahn zudrehen will wird sofort als Rassist abgestempelt und mit einem guten alten Shitstorm nieder gemacht. Ganz ehrlich, wäre ich Politiker, ich würde es mir auch zweimal überlegen, bevor ich da auch nur irgendetwas öffentlich sage. Außerdem ist für die Politik ein ungebildeter Wähler wesentlich praktischer, als ein gebildeter, der vielleicht auch noch Dinge hinterfragt anstatt blind mit dem Strom zu schwimmen. Dazu kommt natürlich noch, dass es wesentlich leichter ist, das Problem zu ignorieren, als es zu beheben. Man versucht es halt erstmal mit der Abwartetaktik, das hat ja in der Vergangenheit auch wunderbar geklappt. 😉

          Ein weiteres Problem ist, dass viele Zuwanderer aus Gebieten kommen, in denen Gewalt und Verbrechen völlig normal sind. Wer es dort schafft, halbwegs normal zu bleiben ist wirklich zu bewundern. Diese Leute haben in weiterer Folge eben häufig (glücklicherweise gibt es auch viele Ausnahmen!) auch kaum mehr Hemmschwellen und wenig bis gar nichts zu verlieren. Wenn man so jemanden unkontrolliert auf unsere kuschelig weiche Gesellschaft loslässt, dann braucht es niemanden zu wundern, dass es zu Konflikten kommt. Unsere Gesetzgebung ist auch gar nicht darauf ausgelegt mit Leuten umzugehen, denen einfach alles egal ist und denen jedes Mittel recht ist, um zu bekommen was sie wollen. Davon hatten wir klarerweise auch schon genügend einheimische Vertreter aber eben nicht so viele, dass es wirklich ein ernsthaftes Problem geworden wäre, gegen das man auch radikal vorgehen hätte müssen. Das ändert sich jetzt schön langsam aber sicher. Ich merke das auch in meiner eigenen Stadt. Die Kriminalitätsrate steigt einfach und man fühlt sich nicht nur weniger sicher sondern es passiert auch tatsächlich mehr und wenn dann mal einer erwischt wird (passiert sowieso eher selten, das gibt auch die Polizei selbst zu, natürlich nicht öffentlich), ist es halt meistens eben kein Einheimischer – traurig aber leider wahr. Der Mensch hat nunmal von Natur aus Vorurteile, wer behauptet keine zu haben belügt sich bestenfalls selber. Wenn dann auch noch 90% der kriminellen, die man sieht Menschen mit Migrationshintergrund sind, wirft das eben auch kein gutes Bild auf die restlichen, rechtschaffenen Vertreter dieser Bevölkerungsgruppe (auch wenn diese vermutlich die Mehrheit darstellen, genaue Zahlen gibt es ja wie bereits erwähnt leider keine brauchbaren).

          Fazit: das Problem wird von der Regierung einfach ignoriert und wenn man seinem Unmut Ausdruck verleihen will, wird man entweder nicht ernst genommen oder gleich als Idiot, Rassist und Versager bezeichnet. Trotzdem sieht man jeden Tag, wie es einfach nur bergab geht. Mich wundert es da nicht mehr, dass sich Menschen rechten Organisationen zuwenden und das wird schön langsam wirklich gefährlich! Es wird einfach Zeit, dass wir uns eingestehen, dass es ein Zuwanderungsproblem gibt und das unsere aktuelle Methode der Integration schlichtweg und ergreifend nicht funktioniert. Dabei wäre die Lösung ganz einfach, wenn sich nur jemand trauen würde etwas anzugreifen: mehr Mittel und Unterstützung für tatsächlich Integrationswillige und vernünftige Menschen, denen Asyl auch wirklich zusteht und schärfere Maßnahmen gegen diejenigen, die das Asylrecht missbrauchen, die schwarzen Schafe, Straftäter und Sozialschmarotzer. Wenn wir weiter zulassen, dass sich intelligente, gebildete und rechtschaffene Menschen rechten Organisationen zuwenden (auch wenn es nur aus reiner Verzweiflung ist), dann werden wir unseren schönen Rechtsstaat nicht mehr lange genießen können.

          PS: bezüglich dem Kommentar von Farin Urlaub: wenn man alle rechts denkenden Menschen in eine Schublade steckt, in wiefern ist man dann besser als jemand, der alle Zuwanderer in eine Schublade steckt? Jeder Mensch ist individuell und hat seine eigenen Motivationen und Hintergründe. Wenn jemand aufgrund von oberflächlichen Informationen gleich ein Persönlichkeitsprofil erstellt, zeugt das nicht gerade von Intelligenz und Offenheit, sondern deutet vielmehr genau auf die Engstirnigkeit hin, die Herr Urlaub hier kritisiert.

          • Das ist ein sehr guter Beitrag, welcher der Wahrheit sehr sehr nahekommt.
            Er ist sehr sachlich, tiefgründig und beinhaltet keine Meinungen, die mit irrsinnigen Zirkelbeweisen unterlegt werden, wie man beim Beitrag des Herrn Urlaub sehen kann. Jener reflektiert die grosse Verwirrung, der viele in dieser Diskussion unterliegen, weil Begriffe und Wörter verdreht und falsch verstanden werden. Dazu kommt, dass Meinungen mit Tatsachen und Zirkelbeweise mit echten Beweisen verwechselt werden; manche Vertreter sind darauf aus mit grosser Leidenschaft ihre Meinung bzw Ideologie zu wahren als eine Liebe zur Wahrheit zu entwickeln; wenn es denn neue Kenntnisse gibt, die mit der Ideologie nicht vereinbar sind, so werden die Tatsachen verleugnet und verklärt bis man vollkommen verwirrt ist.
            Das ist mir als Physiker, Philosoph und Wissenschaftshistoriker nicht neu.

  2. @Adrian O aus Muc says yo! jede Form von Nationalstolz ist für den Arsch! In jedem Land, aber in Deutschland hat man besonderen Grund dafür….
    Was mich immer stört in so einer Form der Flüchtlingsdebatte ist das immer nur die “strebsamen” Flüchtlinge zum Beispiel genannt werden. Praktischer Rassismus würde anders aussehen. Ich sag zu keinem meine/ r KollegeInnen, dasssie “strebsam” oder sowas sein müssen. Ich denke man muss für alle Menschen die gleichen Maßstäbe ansetzen….

      • @netwizzard

        Weil es für Nationalstolz eine Nation, ein Land braucht. Wo ist diese Nation, dieses Land, auf das die Angestellten der BRD ihren Nationalstolz (so falsch er wäre) aufbauen könnte?!

  3. Natürlich hast du mit deinem Text recht, dass man nicht alle Rechtsradikale als Nichtskönner/Idioten abstempeln kann. Aber die aussage von Farin war ja auch anders herum, nämlich: Solange es Nichtskönner gibt wird es auch Rassismus geben.

  4. GERADE wenn ein Mensch mit Doktor Titel, Professur, CEO oder Berufspolitiker Rechtsradikales Gedankengut vor sich hin postuliert sind diese Menschen Versager, noch mehr als Ihre Intellektuellen ‘Untergebenen’, gerade weil Sie durch Ihren Intellektuellen und Sozialen Status eigentlich in der Lage sein müssten diese Vorurteile, Ängste und Gedanken abgrenzen zu können und eben wenn nicht gar sogar Wissenschaftlich dann zumindest Reflektierend zu überdenken.
    Da Sie dies dann nicht konnten und postuliert und verallgemeinert haben sind Sie um so mehr Versager, noch mehr als Hans Michel aus “Unter-ucken auf der Weide” der noch nie einen Dönerstand von innen gesehen hat.

    • ich gehöre sicherlich zu der Sparte, die du so verabscheust und der du nachsagst, dass es alle Versager sind, die Vorurteile und Ängste haben.
      ich möchte dir nur mitteilen, dass es auch andere Gründe geben kann; ich bekenne mich zum Christentum und für mich ist die deutsche Kultur sehr lebenswert und wenn ich in deutschen Städten mitansehen muss wie deutsche Kultur durch islamische Kultur verdrängt wird so muss ich das nicht gut finden. Warum denn demnächst nicht in meinem Stadtteil? Was dann? Wird meine Frau dann bedrängt, weil sie keine Burka trägt? Werden die christlich erzogenen Kinder von den muslimisch erzogenen Kindern verschlagen oder ausgegrenzt? Das sind Tatsachen, die es in Deutschland bereits gibt und warum sollten sich diese Bereiche nicht ausweiten, wenn die Anzahl der Muslime zunimmt?

      • Dann werden Sie auch noch beschnitten werden! Doch Spaß beiseite: Warum andere Gründe? Es sind doch genau die Ängste und Vorurteile, die Sie mit vielen anderen teilen und die so völlig irrational sind!

        • Ronald, auch du missbrauchst hier die Sprache wie es dir gerade gefällt. Ich hab davon geschrieben, dass es bereits in Deutschland und anderen europäischen Ländern geschieht, also kannst du hier nicht von irrationalen Ängsten sprechen. Ich frage Dich: läuft das hier nicht aus dem Ruder? Besorgte Bürger soll man jetzt Terroristen nennen? Bürger, die stolz darauf sind deutsch zu sein sind jetzt Rassisten? Bürger, die aufgrund von Überfällen nicht mehr aus dem Haus gehen sind Rassisten? Wo soll diese Hexenjagd noch hinführen? Wenn du genauer über den Begriff Hexenjagd nachdenkst, dann wirst du die grosse Ähnlichkeit dazu erkennen.

          • Und noch was zur Vokabel “irrational”. Die Überfremdungsangst ist bei “pi-news”-LeserInnen selbstredend größer und scheinbar rational begründbar. Tatsächlich ist die Faktenlage aber nicht so, wie sie uns derartige Newsportale, die FPÖ, die AFD, die NPD oder sonstige rechte Kräfte zu präsentieren versuchen.

            Die taz mag ein politisch durchaus im sehr linken Spektrum angesiedeltes Blatt sein…aber in Sachen Quellen, Statistik und Ratio machen die Damen und Herren dort durchaus ihre Hausaufgaben. Die linken Schlussfolgerungen sind keineswegs irrational.

            Rechte Publikationen/Blogs/FB-Seiten arbeiten da (absichtlich) deutlich weniger gründlich und verallgemeinern viel auf Basis von Einzelfällen. Das wäre dann im reinsten Sinne des Wortes “irrational”.

      • Es wird keine deutsche Frau in Deutschland bedrängt, eine Burka zu tragen. Ganz im Gegenteil: Menschen, die in ihren Heimatländern unterdrückt werden und den genannten und ähnlichen Zwängen unterliegen, kommen zu uns nach Deutschland. Weil das bei uns hier kein Thema ist. Also, kurz und knapp: Deine Frau wird nicht bedrängt. Nein.

        “Deutsche Kultur wird durch islamische verdrängt”? Eher bereichert. Und das meine ich ernst. 100%ig. Meine Oma findet Anglizismen furchtbar und spricht immer davon, wie schön doch die deutsche Sprache sei. Dass die deutsche Sprache aber nicht fabrikneu 1945 aus Klarsichtfolie ausgepackt wurde und seitdem unverändert (bis auf diese verdammten Anglizismen!) ist, will sie nicht wahrhaben. Wir haben so krass viele aus anderen Sprachen entlehnte Wörter, Redewendungen etc bei uns drinnen, dass es auf das “yolo”, “blu-ray” und “cool” jetzt auch nicht mehr ankommt. Sprache ist, genau so wie Kultur, hochgradig dynamisch. Ich habe in Indien gesehen, wie die dort auf alles Westliche abfahren, auf Rap, Mode und Angry Birds. Viele Flüchtlinge wiederum sind riesige Fans von spanischen Fussballvereinen. Es ist 2015. Ich esse Mittagessen beim Türken, abends beim Thai, trinke belgisches Bier und sehe mir abends eine US-produzierte Vice-Doku über Nordkorea an. Ist das nicht geil so? There’s a time and a place for everything. “Breaking Bad” ist zur Entspannung einfach leicht besser geeignet als Goethe oder Kafka (übrigens jüdischer Deutscher in Tschechien…und das schon vor 100 Jahren).

        Du befürchtest, dass das in deinem Stadtteil demnächst Überhand nimmt: “Werden die christlich erzogenen Kinder von den muslimisch erzogenen Kindern verschlagen oder ausgegrenzt?”. Das Problem ist kein religiöses, sondern ein soziales/psychologisches. Ich wurde als Kind prozentual deutlich mehr von türkischen und russischen Kindern verprügelt, als von deutschstämmigen. Vor etwa einem Jahr wurde mir in der Straßenbahn von einem angetrunkenen Roma-Teenager ins Gesicht gespuckt. Alles super uncool. Nur hat das Ganze wenig mit Religion und Herkunft zu tun, sondern viel mehr mit sozialem Status und gesellschaftlichem Klima. Ich trage 130€-Turnschuhe, bin Akademikerkind, meine Mamma hat sich 18 Jahre lang beinahe rund um die Uhr um meine Erziehung gekümmert, ich werde von der Polizei nicht ständig durchsucht, weder mein Name noch meine Hautfarbe hat mich jemals daran gehindert, einen Job zu bekommen, in einen Club zu kommen, Chancen wahrzunehmen etc etc etc…
        Alleine der Halo-Effekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Halo-Effekt) und das momentan so extrem xenophobe Klima in Deutschland sorgen gemeinsam dafür, dass diejenigen, die tendenziell eh schon im gesellschaftlichen Abseits stehen, sich dort mehr und mehr verankern. Das frustriert natürlich – und führt hier und dort evtl. zu Überreaktionen. Systematisch, bösartig und von oben herab wird allerdings von rechts geprügelt…äh, angezündet: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gewalt-gegen-fluechtlinge-in-diesen-orten-gab-es-uebergriffe-a-1044777.html

        Die Diskussion könnten wir relativ lange weiterführen. Bis dahin aber mal eben eine Bitte (und damit zurück zum Thema): Vergegenwärtige dir bitte mal, dass deine Geburt in Deutschland ein Riesenglücksfall war. Wie viele Kriege hast du mitgemacht? Wie oft wurde dein Dorf von Terrorschergen niedergebrannt, deine Familie bedroht? Wie oft hast du Angst haben müssen, dass das Trinkwasser mit grausigen Viren kontaminiert sein könnte? Etc etc etc. Wieso nicht etwas gnädiger mit den weniger Glücklichen?

        • Zum Thema Rationalität:
          Ich muss feststellen, dass du dabei um den heissen Brei redest und vermutlich keine Ahnung hast was der Begriff bedeutet.
          Zum Thema Burka tragen in Deutschland:
          Es ist naiv zu glauben, dass das was in muslimischen Ländern Realität ist in Deutschland nicht Realität werden könnte, wenn es muslimisch wäre und so mancher Ortsteil in Deutschland ist es schon;
          Zum Thema deutsche Kultur wird durch islamische Kultur bereichert:
          Du kannst nicht erkennen, dass die deutsche und islamische Kultur in vielerlei Hinsicht gegensätzlich sind; deswegen kann es an einem Ort zur gleichen Zeit nur ein entweder oder geben; also entweder Burka und Scharia oder Freiheit und Toleranz für jeden;
          Zum Thema Kultur und Verwahrlosung der Sitten:
          Du verdrehst die natürliche Folge der Dinge; die Kultur macht aus einem Menschen das was er ist; erst entwickelt sich eine Kultur, daraus entspringt ein friedliches Zusammenleben;
          Zum Thema das Glück der einen Menschen und das Unglück der anderen:
          da gebe ich Dir vollkommen recht;

          • Fremdenhass ist in diesem Zusammenhang der falsche Begriff, da wir in Deutschland bereits seit Jahrzehnten Erfahrungen mit Einwanderung gemacht haben; wir haben gesehen, dass die Nachkömmlinge der türkischen Einwanderer sich nicht integrierbar gezeigt haben; wer ist von ihnen in seiner Jugend nicht angepöpelt, angespuckt oder verschlagen worden? wer wurde nicht von Russlanddeutschen angepöpelt oder verschlagen, die sich meiner Ansicht nach im Grossen und Ganzen in der Folge integriert haben; insofern ist es nicht das Fremde sondern das Gegensätzliche, das die Ängste erzeugt und das ist rational, denn es bedeutet dieses und jenes in einen Zusammenhang zu bringen.
            Ihren Blog-Beitrag habe ich durchgelesen, aber ich finde ihn zu oberflächlich. Sie machen es sich zu einfach, indem Sie alles auf “Fremdenhass” und “Rechtsradikalismus” zurückführen, aber die Begriffe selbst nicht ergründen, sondern es offensichtlich als eine Art unheilbare Krankheit, die unmittelbar das Böse im Menschen ausdrückt, begreifen müssen; damit ist es irrational, denn es bedeutet etwas nicht auf seine Ursache zurückzuführen. ich wünschte mir, dass Sie etwas einsichter wären, denn ich bin davon überzeugt, dass Sie sich von mir nicht so sehr unterscheiden wie Sie denken, denn nichts liegt mir näher als ein friedliches Zusammenleben, aber es liegt an uns ob das in der Zukunft gelingen kann.

  5. Leider an einer Stelle schwach und leider auch so vorherzusehen. Ich bin natürlich Stolz Deutscher zu sein sowie die meisten Franzosen, Briten, Kanadier etc. dies auch auf ihr Land bezogen sind. Es ist der nach wie vor vorhandene sehr typische linke Reflex, dass Patriotismus und Nationalstolz etwas negatives wären. Ob man einen schlechten Charakter hat und gewalttätig ist oder wird hat damit nichts zu tun. Leider stelle ich fest, dass diese Differenzierung hier wohl die meisten überfordert.

  6. Witzig, was inzwischen alles als “rechts” bzw. “rechtsradikal” gilt. Mitgliedschaft in der Union noch eben erlaubt, aber nur, wenn man regelmäßig bezeugt was für ein guter guter Mensch man ist. AfD ist schon verboten und im Prinzip irgendwie Nazi. Sehr interessant ist das vor allem im Hinblick auf die schier kaum noch zu durchschauende Wut zu unterscheiden wenn es etwa um das linke politische Feld oder das Thema “Gender” geht. Bei beiden kann es garnicht genug Abstufungen und Unterscheidungen geben. Insofern ist leider ein Großteil der Linken nicht wirklich ernst zu nehmen weil es ihnen an einer vorurteilsfreien und auch die Freiheit anderer akzeptierender demokratischen Haltung fehlt.

    • Afd ist nicht recht, pegida ist nur freie Meinungsäußerung , Menschen die gegen anderen hetzen üben nur ihre demokratische Rechte…klar doch aber sicher. Die Europäer haben Jahr jahrhundertelang andere Länder Kolonisiert,besiedelt und obendrein einheimische Bevölkerung unterdrückt ausgebeutet versklavt und Völkermorde begangen. Aber wenn der fremde im eigenen Land kommt dann gibt’s kein Verständnis. Alle Menschen sollen einfach zu hause bleiben weil Auswandern dürfen nur die Europäer nur ein Europäer sollte die ganze Welt sein zu hause nennen dürfen ob es Nord Amerika oder Süd,ob es Australien oder Neuseeland,ob Asien oder Afrika. Was für eine schöne Welt!!!

  7. Das Thema polarisiert und man muss sich fragen warum und was der Gegenstand der Polarisation ist. Meiner Ansicht nach sind es die Moral und die Vernunft, die jeder Mensch in sich trägt. Die moralische Verpflichtung jemandem zu helfen, der in Not ist, kann überhaupt nicht geleugnet werden, aber es gibt sicherlich Gründe warum man das nicht in jedem Augenblick macht, weil ich niemanden kenne, der dieses tut. Es gibt diesbezüglich ernstzunehmende Gründe, eine anhaltende, unkontrollierte Massenzuwanderung abzulehnen. So ist es ebenfalls nicht zu leugnen, dass vielerorts die Integration misslungen ist, was dazu führte, dass dort, sei es an Schulen oder in der Öffentlichkeit, eine unserer europäischen Kultur gegensätzliche Sittlichkeit gelebt wird und nicht selten wird dort auch Gewalt auf Deutsche ausgeübt. Sollte das anhalten, so muss man davon ausgehen, dass aus Stadtteil x der Stadt y der Stadtteil meiner Stadt folgt oder der Rütli-Schule in Berlin die Schule meiner Kinder folgt.
    Orientierungen wie rechts oder links sind nutzlos, Begriffe wie Nazi oder Versager ebenfalls; einzig und allein der Wahrheitsgehalt einer Aussage ist relevant und eine Tatsache, also etwas das existiert, ist immer wahr.

  8. Ich glaube auch, dass Fremdenhass meist irgendein Defizit kompensiert, aber dass muss nicht unbedingt der Intellekt sein. Viele scheinen durchaus gebildet zu sein, haben Dinge “erreicht” im Leben, aber fühlen sich dennoch leer, oder es mangelt eben an Empathie. Oder an Fantasie, sich eine Welt vorstellen zu können, in der Herkunft keine Rolle spielt. Klar birgt das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen mit ganz unterschiedlichen Prägungen Konfliktpotential in sich, aufgrund von unterschiedlichen Werten und der Tendenz vieler Menschen (auf allen “Seiten”), anderen ihre eigenen als die einzig gültigen aufdrücken zu wollen. Aber auf jeden Fall ist bei den meisten Menschen auch das Potential vorhanden, aufeinander zuzugehen, einander besser zu verstehen, voneinander zu lernen, bzw bei Konflikten einen Konsens zu finden.
    Kultur ist nie statisch. Und wenn etwas kulturell degeneriert in einigen westlichen Ländern, dann liegt das eher an TV und Werbung…

  9. Warum darf man auf Deutschland nicht stolz sein???? Warum darf man das Thema Asyl nicht sachlich kritisieren und hinterfragen, ohne das man dabei gleich rechts ist? Vielleicht wäre es einfacher, wenn wir Rechte und Linke aus dem Land schmeißen.

    • Warum bist Du eigentlich von der Natur- nicht von irgendwelchen wie auch immer genannten Göttern- auf diese Welt gebracht worden? Um Deiner biologischen Aufgabe zu folgen- vermehre Dich und sorge für Deine Kinder und Kindeskinder und mache ihnen die Welt besser als sie für Dich war. Dieses für alle auf dieser achso bunten Welt- nur nicht für unsere eigenen Nachkommen zuständige- Denken scheint mittlerweile vorherrschend zu sein. Und ja ich bin stolz auf die Leistungen meiner Ahnen- sie haben es für mich getan und haben für mich und ein besseres Leben gearbeitet- mit allen Fehlern ihrer Zeit- so wie ich es für meine Kinder und Enkel versuche besser zu gestalten- was ist verwerflich daran? Versteht endlich dass Ihr nur der Spielball der Strippenzieher seid- denkt selber und plappert nicht nur nach! Wenn ich die Farben Deiner Seite sehe und Dein Geplapper höre weiss ich dass Du zu einer geplagten Generation gehörst- meine Enkel sind sich Ihrer Verantwortung bewusster als Du. Es ist schade dass Eure verlorene Generation Euren Namen in 25 Sprachen tanzen kann- aber nicht weiss was Leben bedeutet. Folgt Eurer Bestimmung- dann sehen wir weiter- aber hört auf den Strippenziehern nachzuplappern- redet selber und lebt selber- der Rest folgt in sich.

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