Was immer Günther Oettinger raucht, ich will auch was davon abhaben

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Unser Digital-Kommissar Guenther Oettinger ist ja schon öfter mit -sagen wir mal- interessanten Ansichten zum Thema Netzneutralität im Besonderen und der Datenautobahn im Allgemeinen aufgefallen.
Jetzt gibt es ein frisches Interview, das er der Futurezone gegeben hat und ich weiß wieder mal nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Kostprobe gefällig?

futurezone: Sie haben jüngst ein Sachrecht für digitale Güter vorgeschlagen. Heißt das, dass Sie digitale Güter mit physischen Objekten gleichsetzen wollen?
Günther Oettinger: Udo Jürgens war geistiger Handwerker. Er hat selbst Lieder geschrieben und wurde wohlhabend

OK, lieber geistiger Handwerker als geistiger Tiefflieger, aber mal ehrlich Herr Oettinger: Udo Jürgens als Handwerker? WTF?

GOE: Zum Beispiel Geoblocking. Fragen sie die Filmwirtschaft ihres Landes. Die sagen: “Wenn wir nur einen gemeinsamen europäischen Markt hätten, hätten wir keine Chance unsere Filme zu produzieren. Es gäbe nur noch Hollywood.” Dann würden Google und Co aus den USA den Markt beherrschen.
FZ: Sie glauben, dass man hier mit Geoblocking zum Erfolg kommt?
GOE: Ich traue mir das zu. Die Fußballer übrigens auch. Sie glauben doch nicht, dass der österreichische Fußball, der mittelmäßig ist, sich halten könnte, wenn es nur noch einen Markt gäbe? Dann wäre das Spiel Salzburg gegen Austria Wien nur noch sekundär. Dann gäbe es nur noch Real gegen Barca.

Endlich spricht mal einer die Wahrheit aus: Die EU braucht also Geoblocking, weil österreichischer Fußball und österreichische Filme sonst keine Chance am Markt hätten. Bei netzpolitik.org sieht man das ein wenig anders….

Bitte lest das ganze Interview in der Futurezone mit Oettinger selbst und macht euch ein Bild davon, welches Personal wir in die EU schicken, wo unsere Zukunft gestaltet werden soll.

Einen Hammer zum Thema Leistungsschutzrecht habe ich noch:

FZ: Sind sie trotz der gescheiterten Versuche in Deutschland und Spanien für ein europäisches Leistungsschutzrecht?
GOE: Das deutsche Leistungsschutzgesetz hat sich in der Praxis nicht als wirkungsvoll erwiesen. Wir prüfen im Zuge der Urheberrechtsreform, ob und wie wir eine vergleichbare Regelung europäisch aufbauen könnten.

(Bild: “Oettinger” by Lars Trebing, CC-SA-BY 2.0)


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