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Frieder Kreezy

Quodoard Flolke a.k.a. Frieder Kreezy ist Opinion Leader, Lifestyle Afficionado, Anti-Normcore Fashionista, Target Market Influencer, Multichannel Hip Hop Airhorn, Early USB Adapter aka Fl. Qu. aka Fr. Kr. und schreibt supergute ironiefreie Beschreibungen über sich selbst. Als Prager treibt er die Expansion Ost der Blogrebellen voran und schreibt über dies, das, verschiedene Dinge.

Eigentlich ist Snapchat fast schon extrem unkompliziert – wenn man sich die ganzen mehr oder weniger versteckten Funktionen und Besonderheiten erst einmal erschlossen hat. Wegen der vielen versteckten Gimmicks und der sehr aufs Wesentliche reduzierten Benutzeroberfläche sieht man sich als „Early Adopter“ allerdings immer wieder mit großen Fragezeichen in den Augen derjenigen konfrontiert, die Snapchat noch nicht so richtig einschätzen können. Voilá, unsere wirklich Frequently Asked Questions:

1. Warum soll ich meinen Mund aufmachen?

Egal, ob ihr euch selbst mit der Front-Kamera eurer Handys oder jemanden vor euch mit der Rückkamera ablichten wollt – dieser Befehl der App, „Mach deinen Mund auf!“, der ist doch etwas absurd, oder? Komischer Befehlston hin oder her: Ohne Mund aufmachen gibt’s halt meistens nur eine Light-Version des ausgewählten Filters.


Nicht-VIP Kylie Jenner und Nicht-Rapper Tyga spielen schon seit Monaten mit den Filtern rum und du weißt nicht mal, wo die sind? Geh‘ in die Ecke und schäm‘ dich!

2. Wo finde ich diese Filter?

Gute Frage. Bessere Frage: Warum führt Snapchat seine NutzerInnen nicht aktiv an die gut versteckte Funktion ran? Vielleicht, um es den „Digital Immigrants“ nicht ganz so leicht zu machen, in das in der Zielgruppe der „Digital Natives“ immer beliebter werdende Medium einzusteigen? Schließlich wird gemunkelt, Snapchat und Instagram seien gerade deshalb so beliebt bei den Jüngeren, weil dort quasi keine Erziehungsberechtigten unterwegs sind, die einem den Spaß verderben.

Aber zurück zum Filter-Thema: Bei Snapchat muss im Grunde zwischen zwei Filtern unterschieden werden. Wenn ihr Snapchat öffnet, seht ihr unten den Auslösebutton und könnt ungefiltert lossnappen.

A) Live-Filter: Wenn ihr die Kamera auf ein Gesicht richtet und euren Finger dort auf das Display haltet, wo sich das Gesicht befindet, erscheint von unten die tagesaktuelle Auswahl von Aufnahmefiltern, sobald das Gesicht einmal erkannt ist.

Achtung! Diese Erkennung kann je nach Ausleuchtung des Gesichts, aktueller Bartlänge und ggf. getragenem Brillenmodell auch mal länger dauern.

Filter, Regenbogen und Gesichtsdeformierung: Die Snapchat Live-Filter FAQs
Der Autor dieses Artikels ist rein optisch eine Augenweide und veröffentlicht auf seinem Hauptkanal regelmäßig heiße MakeUpTutorials, dass ihr Opfer wenigstens die Chance habt, kurzfristig annähernd so scharf auszusehen.

Je nach MakeUp und den schon vorhin genannten optischen Filter-Verwirrern funktionieren die Live-Filter unterschiedlich gut. Die Aufnahme erfolgt wie gewöhnlich über den Auslöser Button unten in der Mitte.

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B) Nachbearbeitungs-Filter: Gefilterte oder ungefiltert aufgenommene Snaps (Video & Bild) lassen sich außerdem im Nachhinein noch verändern. Dafür müsst ihr nach dem Auslösen einfach nur über den Bildschirm wischen. Rechts, links, ganz egal. Dann lassen sich z.B. Ortsnamen einblenden, Filme in Zeitlupe ansehen oder Schwarz-Weiß-Filter anwenden.

3. Wie jetzt, wird bei Snapchat nach einem Tag oder nach maximal zehn Sekunden gelöscht?

Ja, das scheint erst einmal verwirrend. Eigentlich verhält sich das aber ganz einfach mit der „Selbstzerstörung“ eurer Snaps:

„Direkt-Snaps“: Direkt an einzelne oder mehrere Freunde verschickte Snaps (Bilder) lassen sich so lange betrachten, wie der/die NutzerIn es festlegt. Direkt an einzelne oder mehrere Freunde verschickte Video-Snaps laufen einmal von Anfang bis Ende durch (d.h. maximal zehn Sekunden lang bzw. 20 Sekunden beim Einsatz des Zeitlupe-Filters). EmpfängerInnen können derzeit pro Tag einen Snap (Bild oder Video) kostenfrei wiederholen.

Eure „Geschichte“: Snaps, die ihr in eure Geschichte postet, können von allen, die euch über euren Snapcode oder euren Namen bei Snapchat hinzugefügt haben, so oft wie gewünscht angesehen werden. Nach 24 Stunden verschwindet der Snap dann aber für immer in den ewigen Snapchat-Jagdgründen und ist für niemanden mehr zugänglich.

4. Aber ich kann doch einfach einen Screenshot machen, oder?

Wenn das große Alleinstellungsmerkmal der App sein soll, dass NutzerInnen selbst festlegen können, wer die Snaps wie lange betrachten können soll – macht dann die Bildschirmfoto-Funktion von Smartphones den Charme des Tools nicht wieder zunichte? Offenbar nicht:

Ja, du kannst von Snaps, die dir von anderen NutzerInnen direkt zugeschickt werden, Bildschirmfotos anfertigen (und diese natürlich über z.B. Whatsapp teilen). Allerdings werden die AbsenderInnen der Snaps darüber immer unmittelbar informiert.

SnapchatterInnen, die Snaps zu ihrer eigenen Geschichte hinzufügen, erhalten ebenfalls eine Übersicht über die Anzahl der von ZuschauerInnen angefertigten Screenshots. Genau das ist übrigens bislang die einzige Möglichkeit mit Snapchattern wie Sami Slimani oder DJ Khaled zu interagieren, sofern ihr nicht direkt bei Snapchat mit ihnen befreundet seid.

5. Und wer schaut sich sowas an?

Glaubt man den nur spärlich verfügbaren Statistiken zum Thema, ist die Mehrheit der NutzerInnen weiblich (70%) und jünger als 34 Jahre alt.

Und ja, die auf Snapchat gebotenen Bilder und Videos erfreuen sich größter Beliebtheit. Snapchat König DJ Khaled konnte Ende des letzten Jahres etwa 3 Millionen Aufrufe pro Snap vorweisen. Sami Slimani hat in Snapchat ebenso ein weiteres wichtiges Standbein neben seinem Youtube-Kanal etabliert. Kürzlich führte er mit seinen Fans eine Umfrage über Snapchat durch, an denen sich seinen Angaben nach blitzschnell mehr als 6.000 ZuschauerInnen beteiligen. Und Beteiligung bedeutet in diesem Fall (vgl. Frage 4): Aktiv Screenshots eines bestimmten Snaps anfertigen, da Snapchat sonst, wie schon erwähnt, keine Interaktionsmöglichkeiten im Rahmen von Snap-Geschichten bietet.

6. Warum hab‘ ich den Text jetzt mitten im Gesicht?

Der halbtransparente Balken, auf dem der Text erscheint, wenn ihr nur einmal auf das „T“ (für Text“) tippt kann theoretisch durch Ziehen verschoben werden. Wird er aber häufig nicht. Die Antwort auf die Frage wäre also: Faulheit.

7. Yo Taylor I’ma let you finish aber warum bricht das Video mitten im Satz ab?

Zehn Sekunden kennen keine Gnade. Für niemanden. Außer für NutzerInnen, die längere Botschaften sehr deutlich sehr schnell einsprechen können. Mithilfe des „Zeitlupe“-Filters lassen sich so auch zwanzigsekündige Ansagen realisieren, nur eben im Eichhörnchen-Duktus.

8. Und wie finde ich da jetzt andere Snapchat-NutzerInnen?

Entweder ihr nehmt ein Snap von einem sogenannten Snapcode auf.

Snapchat erkennt den zum Snapcode gehörigen Nutzer (also die Blogrebellen oder mich) und stellt euch vor die Entscheidung, ob ihr uns als Freunde hinzufügen wollt.

Oder ihr tippt auf das Geister-Icon ganz oben auf eurem Bildschirm. Dann könnt ihr „Freunde hinzufügen“.

9. Und wie nehme ich damit jetzt ein Video auf?

Durch Gedrückthalten des Auslöse-Buttons statt durch einfaches Tippen.

Wie können bei Snapchat Videos aufgenommen werden?
Ein Klavier, ein Klavier!

10. Aber da chattet ja eigentlich gar niemand, oder?

Ja, der Schwerpunkt der meisten NutzerInnen liegt wohl eher auf dem „Snap“, als auf dem „Chat“. Theoretisch steht einem Chat aber nichts im Wege. Wischt dafür einfach im Aufnahme-Modus nach rechts oder drückt auf das Viereck unten links. Tippt ihr doppelt auf einen eurer Kontakte, könnt ihr Direkt-Snaps für sie aufnehmen. Wischt ihr den Namen des Kontaktes nach rechts, kann der Chat beginnen!

11. Wie machst du das, dass du mir mit einem GIF meines Snaps antwortest?

Das geht nur bei Video-Snaps in Geschichten von NutzerInnen, die mit euch befreundet sind. Zieht dafür einfach nur vom unteren Bildschirmrand den „Chat“ Button nach oben und tippt euren Kommentar.

12. Was ist dieses „Discover“ über den Geschichten und aktuellen Updates?

Snapchat FAQs oder: 13 Fragen, die sich SnapchatnutzerInnen ständig von Snapchatneulingen anhören müssen: Discover, Live, Geschichten
Beste Unterhaltung bei endlosem Datenvolumen oder zuhause mit WLAN: Snapchat Discover, Snapchat Live und die neuesten Updates der Geschichten von „Freunden“ (oh hai Martin Geezy! gnihi)

Das sind redaktionelle Beiträge großer US-Medienmacher, die sich ausnahmsweise nicht nur auf Videos und Bilder beschränken. Gefällt euch eine der Animationen oder eine der Filmsequenzen bei „Discover“ besonders gut, könnt ihr sie übrigens mit euren Freunden auf Snapchat teilen. Haltet dafür einfach nur euren Finger auf den Snap gedrückt, den ihr sharen wollt.

13. Und du glaubst wirklich, dieses Snapchat wird sich durchsetzen?

Wird? Hat sich schon lange.

Further Reading:

Wie groß ist Snapchat wirklich?
Snapchat: Kommunikation mit Verfallsdatum (PR Blogger)
DJ Khaled Snapchat Video Compilation
Snapchat und das Revival vertikaler Videos
Das Key Emoji und DJ Khaleds keys to success
Der DJ Khaled x Snapchat Einführungskurs auf bento.de

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  1. Esther says:

    Meine Praktikantin musste wegen „Snapchatten am Arbeitsplatz“ trotz mehrmaliger Ermahnung leider gehen, ich habe für diese unsinnige und zeitverschwenderische Art derKommunikation rein gar nichts übrig.

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