Foto von Davide Ragusa (CC0 1.0)
Foto von Davide Ragusa (CC0 1.0)
pEtEr Withoutfield

Selbsternannter Crossover-Medienrebell, Musik-Nerd, Cloud-Meister und Social-Media-Schleuder.

Die Mixe und Podcasts des Berliner Dub-Selektoren Switch Docta höre ich schon seit einigen Jahren. Sein Tape Dub is the Teacher, Dubstep the Preacher, eines meiner ältesten Perlen in meiner Sammlung, feierte kürzlich bei uns sein Re-Release. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich den Docta auch, ob er denn nicht Lust hätte uns einen Sunday Joint zu drehen und heute freue ich mich, euch Switch Doctas grandioses Dub-Matinee präsentieren zu dürfen.

A Switch Docta Off-Beat Matinee

Nachdem ich ein paar skizzenhafte Selections aus den verschiedensten Styles (Drum & Bass, Neo-Dub, TripHop, HipHop, Jazz, Funk und sogar Folk) gemacht hatte, die alle irgendwie nicht das richtige waren, steckte ich irgendwie fest. Dann habe ich nach langer Zeit mal wieder Michelle Shocked gehört. Und zwar die außergewöhnliche Doppel-CD Deep Natural/ Dub Natural. Und dann ging es auf einmal wie von selbst. Here we go:

Nach dem A-Capella-Intro von Michelle Shocked folgen Off-Beat-Instrumentals und Dubs mit dem Spirit der vordigitalen und Band-orientierten Zeit. Es geht entspannt und laidback los mit Phil Harmony und Sonic Boom. Weiter geht’s mit Stücken, die die klassischen Soloinstrumente des Reggae featuren: z.B. the Dead 60s die Orgel, Dub Guerilla Posaune und Gitarre, Bluekiller die Trompete, 10ft. Ganja Plant die Melodica und Cedric Brooks das Saxofon. Es folgen zwei relativ neue Reggaedubs von Stücken, die im Original mit Sängerinnen eingespielt wurden (Dennis Bovell / Joss Stone bzw. Prince Fatty/ Holly Cook). Kurz vor Schluss kommt noch ein instrumentaler Tune mit einem überraschenden Free Jazz-Mittelteil und als Ausklang ein vom Hard Fi und Roots Manuva-Produzenten Wrong Tom geremixter Loversrock von Dubblestandart feat. Marcia Griffiths.

Download / Soundcloud Mirror

Playlist:
Michelle Shocked – (((Joy))
Phil Harmony – Digilog Jazz Dub
Sonic Boom – The Dub And The Restless
the Slackers – Dub for schooling
Dub Guerilla – Victim Version
Bluekilla – River style
Victor Rice – Drum Thief
Brass, Wood & Wires – Seven Nights
Senior All Stars – Red Leaf Dub
the Dead 60s – D-60s Fights The Evil Force
10 ft Ganja Plant – Righteous dub
Cedric Brooks – It’s Up To You
Dennis Bovell feat. Joss Stone – Molly Town Dub
Prince Fatty feat. Holly Cook – And The Beat Goes On Dub
D.U.B.Works – Jazz Dub
Dubblestandart feat. Marcia Griffiths – Holding You Close (Wrong Toms Close Teng Remix)


Über Switch Docta
Reggaebeeinflusst seit 1979, erstes DJ-Set 1980 auf der monatlich stattfindenden Dorfdisco in der südwestdeutschen Provinz.
Mitte der 1980er Umzug nach West-Berlin. Dort ab 1986 Mitorganisator und DJ für Ska, Punk, Reggae, Wave und Dance Partys (sogenannten Kiezdiskos).
1993-94 zusammen mit Tunaman Tse und Woofer die One Tribe Rockers gegründet um nur noch unsere Lieblingsmusik (Dub und Rootsreggae) aufzulegen (nachdem wir das Urban Bass Soundsystem im K.O.B. und Lu-Jah mit Prince Rootskys Sound of Psalms im Supamolly gesehen hatten). Nach Ausstieg von Woofer (Anfang 1994) wurde der Schwerpunkt auf Dub gelegt und der Name in Sub Dub Soundsystem geändert.
Kurz darauf wurde, durch Deeroy (Ihr wisst schon: der damals den Dubstore hatte) angeschoben, mit den anderen Dub-Selectern (King T. und Deeroy, LuJah und Prince Rootssky) die Dub I-Nity (the Massive Six) gegründet. Und den Berlin Dub Club in der Kulturbrauerei betrieben. Jeden Donnerstag gabs Dub.
Mitte/Ende 1996 stieß Tom Bauminista zu Sub Dub und wieder wurde der Name geändert, diesmal in Sound and Vibe Control. In dieser Formation gabs von uns, neben unregelmäßigen Auftritten, eine Reihe regelmäßiger Dubveranstaltungen im Eimer in der Rosenthaler Straße.
1997 oder 98 verließ Tunaman die Szene und Tom Bauminista und ich machten als Dub Squad weiter.
Nicht zu vergessen sind auch Sista Ifua (Percussion) und Mrs. Melody (Melodica), die (nicht nur) uns des öfteren mal mit Livebeiträgen unterstützt haben.
Bei den allerersten Abschlussfeiern des Karnevals der Kulturen waren wir natürlich auch am Start.
Ab ca. 2002 zog ich mich aus dem Nächte-um-die-Ohren-hauen zurück. Seitdem gibt’s nur noch ab und zu mal ne kleine Gast-Selection von mir (in den letzten Jahren z.B. mit Behold and Live, Sandokan Hifi oder Freedom Fighters).

Mixtapes habe ich schon immer gemocht und ab Ende der 1970er auch selbst gemacht (nahezu alle mit gestaltetem Cover).
In den 1980ern gabs meine Tapeserie komA studio, mit etwas über 100 verschiedenen Tapes (Punk, Ska, Independent Rock, Reggae, Dub, HipHop und Dancemusic), alles selbstgemixte Unikate.
In den 1990ern lief die kurzlebige Reihe Ñmmr ñ my musical remedyì mit ca. 5-6 NeoDub-Tapes in Mini-Auflagen.
Ab Mitte der Decade bis Mitte der 00er Jahre kam dann mein Magnetband-Hauptwerk e-lion tapes (Dub and Reggae by Berlin finests and some great international guests: Lu-Jah, Tom Bauminista, Tunaman Tse, Goldfinga, Sister Ifua, DJ Pickadelic, King David, Future Roots Soundsytem (Köln), Dub Creator (Amsterdam), Twilight Circus (Amsterdam), I-Natural (Leeds)Ö). Diese Tapes waren dann limitiert auf 10-15 Stück pro Mix.
Und seit Januar 2007 läuft mein Blog.
Neben der ganzen Musikmischerei hab ich schon immer Flyer, Poster, Logos und Cover gestaltet. Früher mit Siebdruck und Collagen, später viel Copyart, heutzutage fast ausschließlich am PC.
Eine Werkschau hatte ich 2008 im Berliner Dub Club gehabt.
Hier ein Link zu meinem Flyer-und-Plakate-Facebookalbum. Achja, und ne T-Shirt-Kollektion hab ich auch am Start.

Foto von Davide Ragusa (CC0 1.0)


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