Transsexuel in Teheran

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Negin Kianfar und Daisy Mohr ein iranisch/holländisches Duo, zeigen einen kleinen Film über Transsexuelle in Iran, Teheran.
The Birthday (Video nicht mehr verfügbar) zeigt ein heikles Thema, welches nicht nur in unserer Gesellschaft für Männer und Frauen, die sich nicht mit ihrem gebürtigen Geschlecht identifizieren können, problematisch ist.

Kaum zu glauben, dass in einem so konservativ, religiösen Land die Umwandlung des Geschlechts als etwas Notwendiges angesehen wird, wenn dieser Mensch sich nicht wohl in seiner/ihrer Haut fühlt. Es ist ein boomendes Geschäft, welches sehr schnell und einfach von statten geht.
Der Film ist OmU auf holländisch. Dennoch kann man einen Einblick vom öffentlichen und privaten Leben in Teheran bekommen.

3 KOMMENTARE

  1. Solange in Deutschland von Geschlechtsumwandlung gesprochen wird, und nicht akzeptiert wird, dass es z.B. Mädchen gibt, die mit Penis und Hoden geboren werden, wäre es doch einmal schön hierzulande damit anzufangen über Unwahrheiten und Märchen nachzudenken, in denen immer noch behauptet wird, solche Menschen gäbe es nicht, weil ja der Penis ein wichtigeres Organ wäre als das Gehirn des Menschen. „nicht mit ihrem gebürtigen Geschlecht identifizieren“… was soll das heissen? Transsexuelle Menschen fühlen sich ja gerade ihrem Geburtsgeschlecht zugehlrig – dummerweise gehören sie zu der Minderheit, die es in unserem Land nicht geben soll, obwohl sie genau wissen, dass es andere und wichtigere geschlechtsbestimmende merkmale gibt als ein Penis. „die Umwandlung des Geschlechts“… aha, soso, ist der Penis mal ab, dann wäre das Geschlecht gewandelt. Nein, nein…. da würde ich mir mal Gedanken drüber machen, wieviel religiös-unwissenschaftlichen Ideologien hierzulande noch gelten sollen, obwohl längst das Gegenteil bewiesen wurde und eigentlich jedem logisch denkenden Mensch klar sein müsste, dass ein Mensch dann ein Mächen ist, wenn es mit einem weiblichen Gehirn geboren wird. Ein Gehirn, das diesem Mädchen ermöglicht zu sagen „Ich bin ein Mädchen“ – obwohl es mit Penis und Hoden geboren wurde… wer dieses Wissen, dass ein solcher Mensch über sich selbst hat nicht ernst nimmt, stempelt transsexuelle Menschen als solche ab, die nicht wissen, wer sie sind – in Deutschland nennt man das dann „Geschlechtsidentitätsstörung“. Vielleicht sollten wir einmal als Gesellschaft ersteinmal unsere eigenen Menschenrechtsverbrechen abschaffen und uns darum kümmern, dass transsexuelle Menschen einmal ein Existenzrecht haben, ein Recht anerkannt zu werden, als das, was sie sind: Im falschen Körper, oder besser mit Körpermerkmalen geboren die von ihrem eigentlichen Geburtsgeschlecht abweichen.

  2. Hi Kim,
    wie ich lesen kann, hast du dich mit diesem Thema ausgiebig beschäftigt. Da ich keine Transsexuellen Menschen in meiner direkten Umgebung habe, bin ich auf Informationionsquellen wie die obige Doku angewiesen.
    Wenn ich etwas über Menschen sage, die sich mit ihrem gebürtigen Geschlecht nicht identifizieren können, so beziehe ich mich auf die Protagonisten, die es sagen.
    Ich bin keine Psychologin und ich maße mir auch nicht an, hier wissenschaftlich zu arbeiten.
    Sicherlich ist es nicht so einfach, und genau deshalb ist diese Doku so toll, weil gesellschaftliche Bedingungen fokussiert werden, die diese Menschen in dieses, für die Ärzte lukrative Geschäft, hinein zwängen.
    Erkenntnisse wie eine Gesellschaft zu sein hat, damit sich alle Menschen wohl fühlen könnten gibt es zu genüge…
    Aber der Begriff ‚Gesellschaft‘ ist viel zu abstrakt und komplex, als das man diesen hier so einfach gebrauchen kann. Sie ist eben keine homogene Suppe in der alle Menschen gleiche die Wahrheit haben.

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