Happy Revolution?

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HappyRevolution_Motiv

30 Jahre nach der Revolution und knapp ein halbes Jahr nach der grünen Welle, bieten iranische KünstlerInnen aus dem Iran und aus Europa einen Einblick in ihrer Arbeit. Zumeist sind sie in zweiter Generation im Exil lebend und um das Jahr 1979 geboren.  Sie setzen sich thematisch mit den damaligen und heutigen Ereignissen und deren Folgen auseinander.

zabtesotEine der besonderen musikalischen Ereignisse ist die iranischen Rockband und Star der Teheraner Underground-Szene O-Hum.  Der Sänger Shahram Sharbaf gründete mit Hesam Ayat vor sechs Jahren das Label Zabtesot (Kasstettenrekorder).  Dieses Projekt soll das Sprachrohr im Ausland für den Untergrund-Sound ihrer Heimat  sein. Sie wollen die Werke talentierter Musiker außerhalb iranischer Grenzen an den Mann/ die Frau bringen.
Das iranische Volk möchte zeigen wer sie sind und dass sie vieles mit den Europäern gemeinsam haben. Vielleicht liegt der Unterschied zwischen der Revolution vor dreißig Jahren und der jetzigen darin, dass diesmal Gemeinsamkeiten gesucht und nicht verteufelt werden.

abjeez

Die Abjeez (Umgangsprachlich für Schwestern) eröffnen am 4.12.2009 um21Uhr die Veranstaltungsreihe HAPPY REVOLUTION – views on iran. 30 years later. Abjee Safoura und Abjee Melody Safavi machen mit ihren schwedischen und kubanischen Bandmitgliedern einen interkulturellen Eintopf aus Ska, Flamenco und HipHop-Beats. Diese Leckerei muß unbedingt probiert und nicht diskutiert werden!

Ein Auszug aus dem Programm:

MOVE IN PATTERNS, ein ausgesprochener Publikumsliebling der letzten Saison, wird in diesem Kontext wieder aufgenommen. Die in Berlin lebende Choreographin Modjgan Hashemian erinnert sich in ihrem Stück an die Welt ihrer Kindheit. Der Teppich wird dabei zum Transportmittel zwischen Raum und Zeit. Und seine Ornamente erweisen sich als ebenso vertraut, verträumt wie begrenzend und einschränkend.

TEHRAN BANOU – LADY TEHERAN ein Theaterprojekt von Ayat Najafi kooperiert mit dem Ballhaus Ost und dem Ballhaus Naunynstraße. Um unter dem sozialen Druck nicht zu zerbrechen, sind Verstellungen und Maskierungen in allen Gesellschaften notwendig: In Iran sind sie alltägliche Technik des Überlebens. Im Zentrum von Lady Teheran steht die Strategie des Gender Crossing als Überschreitung der eigenen Geschlechterrolle und als Möglichkeit, sich dem Zugriff der Autoritäten zu entziehen.

UND DER HERR SCHUF DIE KUH eine Parabel von Abbas Maroufi über die Gefahren, die der Rückzug ins Private in Zeiten des politischen Umbruches birgt. Das Stück erlebt seine Premiere in der Naunynstraße in der Regie von Mehdi Moinzadeh.

Eine Literaturreihe beschäftigt sich sowohl mit der neuen persischen Literatur als auch mit der Blogkultur, die besonders während der Proteste nach der Wahl enorm an Bedeutung zugenommen hat. Auch die Filmreihe fokussiert aktuelle Produktionen aus Iran und nicht zuletzt rückt ein Installationsprojekt jene Aufnahmen von Handykameras und Videobildern ins Licht, die Geschichte schrieben und Geschehnisse dokumentierten, die über das Internet weltweit gesehen werden konnten.

Iranische Künstler im Kreuzberger Ballhaus Naunynstraße.
Vom 5. bis zum 21. Dezember
Programm: Ballhaus Naunynstrasse

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