Scheiß auf Klima

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WWF Melting Men Berlin Gendarmenmarkt

Super, der Klimagipfel hat wirklich was bewegt: Nach einer Woche Blah Blah, der Aussetzung der Demokratie in Kopenhagen, der Einschränkung der Berichterstattung und gewalttätigen Polizisten, hat man eine unverbindliche Einigung „zur Kenntnis“ genommen. Eine Bankrotterklärung der Mächtigen vor den Menschen der Welt.
F*ck YoU!

cop15 Kopenhagen Festnahmen bei Demonstration

Fotos:
oben: WWF – 1000 Melting People am Berliner Gendarmendmarkt von valida dot
unten: Festnahmen bei Demonstration in Kopenhagen via fefe // indymedia.dk

4 Kommentare

  1. Volker Pispers hat den G8-Gipfel in Heiligendamm mal treffend mit „Gruppenwixen hinter Stacheldraht“ beschrieben. „Das is‘ genauso als würde ich ihnen versprechen, bis nächstes Jahr hab ich 10 Kilo abgenommen. Dann sagen sie: ‚ehrgeiziges Ziel. Was is‘ denn wenn ’nich?‘ Dann sag ich: ‚dann nich!‘

    Ich denke das trifft auch auf Kopenhagen und alle anderen Klimakonferenzen zu.

    Oder, um den Hip-Hop nicht außen vor zu lassen, und RAG zu zitieren: „Eure Treffen effektiv wie Konferenzen über’s Klima.“

  2. Einfach nur traurig. Zwar glauben Leute wie Hanna Poddig, dass ein Scheitern zu mehr Bewußtsein der Menschen führt und diese bzw. wir unser Verhalten ändern. Ich denke aber eher dass nachdem der Medienrummel vorbei ist die meisten froh sind, dass das „Ganze nun vorbei“ ist. Dazu muss man sich nur mal die Kommentare auf zeit-online zu anschauen. Das ist fast noch trauriger.

  3. Wenn du mich fragst, läuft das so:

    Alle Verteter sind sich von vorneherein einig, dass es keinen Konsens mit allzugroßen Einschnitten gibt.

    Dann wird eine Runde Stein Schere Papier gespielt wer der Buh-Mann ist und geht dann abends in die nächst beste Nacktbar…

  4. So endlich haben wir Zeit in Ruhe über vernünftigen Umweltschutz zu reden. Ich bin jedenfalls sehr froh über das scheitern und damit einem „grünen“ Subventionswahnsinn entkommen zu sein.

    Man darf sich ja nichts vormachen. Das war eine reinste Lobbyisten Veranstaltung, eine riesen Show zur berechtigung zahlloser Steuern, „Öko“ Aufpreisen und Normen (die letztendlich nur versteckte Zölle sind, welche uns die lästige Konkurrenz aus der dritten Welt vom Hals zu schaffen). Die großen Energieunternehmen natürlich ganz vorne mit dabei.

    Die Klima-„Debatte“ (besser: Das Klima Dogma) ist aus meiner Sicht sehr gefährlich. Es ist DIE perfekte Geisterdebatte, egal ob es darum geht mit Gutmenschentum zu prahlen, politischer aktivismus vorzutäuschen, völlig hirnlose Steuern einzuführen oder völlig unverbindlich „Moral“ zu zeigen.

    Denn niemand kann es messen, niemand kann die Ziele nachprüfen, nicht einmal die Spitze unserer Wissenschaft. Einfaches Beispiel: Wie nun inzwischen bekannt, ist der Temperaturdurchschnitt die letzten 10 Jahre leicht abgesunken. Nun hat sich die Bundesregierung aber auf die Fahnen geschrieben „den Anstieg bis Datum X auf unter 2 Grad zu begrenzen“ – das wird ziemlich sicher klappen, und die nächste Öko Steuer begründen.

    Die Klimadebatte besteht ohnehin nur aus seltsamer Rethorik und völlig irrationaler Terminologie. „Klimaleugner“, „Klimawandel“, „Klimaänderung“, „Erderwärmung“ errinnern bei genauerer Betrachtung eher an den Sprachschatz bekannter Ideologien. Wenn man eine Sache auf diese Art und Weise „Verkaufen“ muss, kann es nur Unsinn sein. Klimatheologie, nicht mehr und nicht weniger.

    Dieses Klima Ding ist ein PR Meisterstück. Leider hat es sich nun zum Machtinstrument verselbständigt, die Wirtschaft und Politik jedenfalls freut sich prächtig über die rege Klimadebatte.

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