Die Piraten als Spammer?

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Ich finde diesen Flyer der Piraten klasse, weil er deutlich macht, warum es kein Nichtwählen gibt.
Inhaltlich also Daumen hoch.

Aber daß ihr diesen Flyer gestern in sämtliche Briefkästen meines Wohnhauses eingeworfen habt (und wahrscheinlich noch in viele andere), finde ich weniger toll. Ihr solltet den Fachbegriff für unverlangt zugesandte Werbung eigentlich gut kennen. Er lautet Spam, falls ihr das vergessen habt. Und Spam ist nicht nur ein Computerproblem, sondern im real life noch viel viel ärgerlicher.
Richtig scheisse aber ist, daß ihr wissentlich ignoriert, das viele Bewohner dieses Hauses sich für ein opt out entschieden haben. Das kann man an den Aufklebern, auf denen “Bitte keine Werbung einwerfen” ziemlich eindeutig erkennen. Oder glaubt ihr, im real life gelten andere Regeln als im Netz?

Abgesehen davon bin ich mir mit den Piraten aber einig, also GEHT WÄHLEN!

Und danach: Ab zur Blogrebellen Wahlparty!



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6 KOMMENTARE

  1. Hatte letztens mit einem Freund darüber gesprochen und wir kamen zu dem Schluss, dass Wahlwerung davon nicht betroffen ist, da sie keine kommerziellen Ziele verfolgt. Aber ob das so stimm? Kann das jemand bestätigen?

  2. Hmmm, bei allem guten Willen der Piraten ist die Behauptung, dass ungultig Wählen bei der Auswertung der Wahl keine Rolle spielt, schlichtweg falsch. Das berliner Wahlgesetzt bezieht die ungültig abgegeben Stimmen mit und drückt so die Ergebnisse der Parteien. Als Ausdruck von Protest ist ungültig Wählen also durchaus angebracht, zumal man sich so dem Vorwurf entziehen kann rechtsradikalen oder neoliberalen Parteien den Weg ins Parlament geebnet zu haben.

  3. Die knapp 24000 ungültigen Stimmen dieser Wahl entsprechen 1,6% der Wählerstimmen und werden als diese auch in der prozentualen Stimmverteilung mitgezählt, zumindest auf die 5%- (bzw. 3%-Hürde im BVV) bezogen. Bei vielen Wahlen ist es üblich das nur die gültigen Stimmen gezählt werden. Auf das absolute Ergebnis oder die Sitzverteilung hat ungültig Wählen also keine Auswirkung, es ist aber durchaus vorgesehen.
    Kleiner Artikel dazu:
    http://taz.de/Ungueltige-Stimmzettel/!78236/

  4. Was die ungültigen Wahlzettel betrifft, hast Du recht. Da ist der Flyer der Piraten anscheinend unsauber recherchiert. Aber das betrifft ja nur diejenigen, die zur Wahl gegangen sind und dort einen ungültigen Stimmzettel abgegeben haben und das ist mit Sicherheit nicht die Gruppe, die die Piraten ansprechen wollte (oder die irgendwie relevant wäre). 2400 ungültige Stimmzettel gegenüber grob geschätzt einer Million wahlberechtigter Berliner, die gar nicht erst zur Wahl erschienen. Das ist die wesentliche Zahl!

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