#PROJEKTITUNES 2: Einführung in intelligente Playlisten

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Eine der größten Herausforderungen beim digitalen Auflegen ist es für mich, sich nicht in den Weiten der Bibliothek zu verlieren. Es ist eben ein Trugschluss, daß es gut ist, immer die ganze Sammlung dabeizuhaben. Ich zumindest kann damit nichts anfangen, mich erschlägt die pure Masse. Deswegen gibt es eine Sache, die sich auch nach dem Wechsel zu Digital nicht geändert hat: Vor einem Set muß ich “Koffer packen”. Nur daß ich heute nicht mehr einen oder zwei physische Plattenkoffer bestücke, sondern eben eine oder mehrere Playlisten mache.

Dabei kann eine datenbankgestützte Musikverwaltung wie zB iTunes mit seinen intelligenten Playlisten sehr viel Arbeit abnehmen.

Intelligente Wiedergabelisten

Erstmal ganz kurz, intelligente Playlisten sind im Prinzip Datenbankabfragen die sich dynamisch selbst aktualisierende Playlisten erzeugen.
Wenn ich zum Beispiel eine Playliste mit der Bedingung “Interpret ist Prince” erstelle, dann enthält diese natürlich alle Songs von Prince in meiner Bibliothek. Der Clou aber ist, daß die Playliste sich selbst aktualisiert, sobald neue Prince-Tracks in meiner Bibliothek landen.

Intelligente Playlisten können natürlich mehrere Kriterien enthalten, die sogar verschachtelt sein dürfen. Diese Playliste zum Beispiel

iTunes intelligente Wiedergabeliste

sammelt (ordentliche Tags natürlich immer vorausgesetzt) alles von Prince, das zwischen 100 und 110 BPM ist, aus den Jahren 1985 bis 1995 stammt, mit einer Bitrate ab 192kB/s und sich nicht auf einer Compilation befindet.

Wie man mit intelligenten Playlisten mehrere selbstorganisierende und -aktualisiernde “Plattenkoffer” packen kann und wie ich mir diese Arbeit erleichtere, erzähle ich im nächsten Teil.

Bis dahin würde ich gerne wissen. Nutzt ihr datenbankgestütze Musikverwaltung? (Muß nicht iTunes sein. MediaMonkey, Foobar 2000, WinAmp usw können IMHO ebenfalls mit intelligenten Playlisten umgehen.) Oder wie werdet ihr der Datenmengen auf der Festplatte Herr? Freue mich über eure Kommentare.

Hier soll nach und nach eine Serie an Posts über iTunes entstehen.
Der erste Post der Serie war Johannes’ Erfahrungsbericht zu iTunes mit iCloud.



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9 KOMMENTARE

  1. Yeah, iTunes Playlisten eröffnen ungeahnte Möglichkeiten!
    Ich hab mir mehrere Funktionen intelligenter Playlists zunutze gemacht:
    Wenn ein Lied eine gewisse Zahl Wiedergaben (z.B. >30) hat aber innerhalb der letzten 2 Monate nicht gespielt wurde, erscheint es in einer intelligenten Liste, die dann automatisch mit dem iPod synchronisiert wird. So rotiert der Bestand regelmäßig durch.

    Auch Lieder, denen ich >3 Sterne in iTunes verpasst habe, landen beim nächsten Synch auf dem iPod. Ändere ich dort die Bewertung, fliegen sie beim nächsten mal runter.

  2. @gaya: auch dann kann diese Serie von Vorteil für dich sein, hoffe ich. Ich habe zB in meiner Bibliothek einen Haufen Zeug, den ich zum Auflegen nicht brauchen kann. Mixtapes, Kinderhörspiele, Filme, Klassische Musik usw.
    Eine intelligente Playliste, die den ganzen Kram wegfiltert, kann sehr hilfreich sein, um danach in Ruhe manuell auswählen zu können.

  3. […] Beim letzten Mal ging es darum, wie man mit intelligenten Playlisten Tracks, die bestimmten Kriterien entsprechen, zusammensammeln kann. Ebenso praktisch, wenn nicht noch viel praktischer kann es sein, umgekehrt zu denken und Playlisten zu bauen, die ausfiltern, was man gerade nicht gebrauchen kann. Solche Playlisten können auch für solche user sehr interessant sein, die mit diesem ganzen “intelligenten” Kram nichts anfangen können und ganz traditionell ihre Playlisten manuell bestücken wollen. (Danke Gaya für den Hinweis.) […]

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