Was ist eigentlich ein Wobbler?

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Hier im Blog ist of vom Wobbble die Rede, meist in Form von Wobbelbässen. Habt ihr euch je gefragt, woher der Ausdruck kommt oder was er genau bedeutet? To wobble ist englisch und heißt wörtlich übersetzt “taumeln”. Und was da taumelt ist meist die Grundfrequenz einer Schwingung. Warum macht sie das? Das kann sehr praktisch sein, wenn man zum Beispiel einen Störsender betreiben will, der nicht nur einen bestimmte Frequenz stört. Oder wenn man einen Frequenzbereich durchmessen will, etwa um den Frequenzgang eines Lautsprechers zu testen, oder zB das frequenzabhängige Verhalten eines Gerätes zu testen. Und manche mögen eben gerne Bässe, die wobbeln.

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Diese Taumelgeneratoren gibt es schon so lange, dass das englische Lehnwort die deutsche Fassung schon vor geraumer Zeit verdrängt hat. Lange genug zumindest, dass dieser wunderschöne Wobbler im Deutschen Technikmuseum zu finden ist, wo er mir vor die Linse kam.

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Was also wobbelt nun bei unseren geliebten Wobblebässen? Manchmal auch die Frequenz des Basstons, meistens aber die Grenzfrequenz eines den Bass in den Höhen beschneidenden Filters. Dieser Filter wobbelt und erzeugt so den typischen oszillierenden Bassound.
Hach, unnützes Wissen kann so viel Spaß machen. 🙂

tl;dr
Wobbeln ist kein neuartiger Hipsterquatsch, sondern gute alte (uralte) Rundfunktechnik und sorgt untenrum für schöne Gefühle.



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5 KOMMENTARE

  1. @kender: Nicht ganz. Beide arbeiten mit einem Filter. beim Wah Wah ist es ein Bandpass, dessen Grenzfrequenz manuell (eher fußuell *g*), verschoben wird. Zum Wobbeln wird normalerweise ein Hochpassfilter benutzt, dessen Grenzfrequenz von einem LFO (das ist das wobbelnde Teil) periodisch verändert wird.

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