The World Food Prize – Ich könnte Kotzen!

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Was ist, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und versucht etwas zu bekämpfen und dabei nicht mitbekommt, dass man das Biest damit füttert?

Das scheint bei den Netzfrauen der Fall zu sein. In einem Blogbeitrag, empören sie sich darüber, dass Monsanto und Syngenta den Welternährungspreis gewonnen haben. Sie haben sich in ihrer Empörung und Rage sogar soviel Mühe gemacht ein hey hier Bild mit Spruch!-Grafik anzufertigen. Das Logo darf natürlich nicht fehlen, denn schließlich scheinen sie so sehr überzeugt von ihrer Empörung zu sein, dass sie davon ausgehen; dieses Bild wird steil bergauf gehen! (Sicher nutzen die Netzfrauen andere Metaphern).

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Das Biest hier ist die Organisation, die diesen lächerlichen Preis mit dem lächerlich, reißerischen Namen verleiht. Akademiker, die sich zusammengetan haben um ihre Interessen und ihre Erfindungen lukrativ (Pinky & Brain) moralisch einwandfrei weltweit zu verbreiten. Die Liste der Sponsoren ist lang. Darunter auch – oh quelle surprise! – Monsanto und Syngenta!

Bildschirmfoto 2013-10-22 um 11.15.08

Diese Tatsache sollte der eigentliche Kritikpunkt sein und dass der Titel ‚The World Food Prize’ irreführend und manipulierend ist. Manipulierend, weil hier durch die Wortwahl suggeriert wird, dass ein weltweites Gremium in der Lage ist, darüber zu urteilen, wie Hunger auf der Welt bekämpft werden kann. Und das ist Bullshit!!! Es gibt keine globale Lösung für lokale Probleme und globale Organisationen, die von der westlichen Welt gründet werden, um Geld zu waschen, dürfen auch nicht ganz so ernst genommen wie es die netzfrauen machen.
Was hier geschieht ist Greenwashing seitens der Firmen, die Weltweit versuchen aus dem Elend der Menschen Profit zu schlagen. Sich in Regionen mit fruchtbarem Boden und einer bäuerlichen Kultur einzuschleusen, sie abhängig von ihrem Produkt zu machen ohne Rücksicht auf lokales Wissen und Kultur der Bauern. So weit scheint die westliche Kultur nicht von der Kolonialisierung entfernt zu sein. Was einst die Prediger sich vornahmen, übernimmt heute die westliche Wissenschaft gepaart mit kapitalistischer Marktführung. Das neue jetzt zum Ende der Postkolonial Ära ist, dass es nicht um einen National begrenzten Raum geht. Nein der Homo oeconomicus kennt keine nationalen Grenzen. Er kommt aus New York, Bangladesch, Frankfurt a. M., Metropolen und auch aus den Dörfern der Welt. Wissen gepaart mit Kapital unter dem Deckmantel die Welt zu einem besseren Platz zu machen. Dabei bedienen sich diese Gruppen der Sprache der Menschenrechtler und Gießen so ihr eigenes moralisches Fundament womit sie in regionale Kulturen einbrechen ohne Rücksicht auf deren lokale Gegebenheit.

Die Industrialisierung und der technische Fortschritt mag dem Menschen in seiner Kommunikation und das Überwinden von Distanzen, Massenproduktion und Versorgung ‚voran‘ gebracht haben, aber der Geist ist langsamer als all diese ‚Fortschritte‘. Längst ist klar, dass nur ein geringer Teil der Bevölkerung davon profitiert.  Nun wird versucht, die Produktion und den Absatz von Gütern unter den Deckmantel des moralisch einwandfreien zu stecken. Dabei stellt sich die Frage: Können wir uns eine bessere Welt kaufen?
Daniel Bröckerhoff stellte sich in ‚Klub Konkret’ eine ähnliche Frage und siehe da; (Massen-) Produktion kann gut sein insofern sie unter Einbeziehung von lokalen Gegebenheiten vonstatten geht. Und es ist nichts Neues, dass Masse nicht gleich Klasse bedeutet. Natürlich sind Bewegungen wie die der Veganer sehr kompliziert und teilweise Fragwürdig aber sicher sind diese Bewegungen auch erste Gehversuche um eine alternative zur (Massen)Produktion, die weltweit auf Kosten anderer ausgetragen wird, zu überdenken. Dabei sollten wir immer uns immer hinterfragen und unser Ehrgeiz gutes tun zu wollen sollte nicht zur Marketing-Monition globaler Firmen werden.

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