Kim Dotcom: Der Mann hinter Mega || Vice-Doku

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Vice bei Kim Dotcom

Vice war bei Kim Dotcom in Neuseeland zu Besuch. Die Doku lässt mich mit offenem Mund zurück. Unfassbar,was habe ich da gerade eigentlich gesehen?

Erstens: Kim Dotcom geriert sich als Vorkämpfer für mehr Privatsphäre im Internet. Zweitens: Kim Dotcom kündigt an, dass aus dem Unternehmen Mega demnächst  ein Kommunikationsunternehmen wird, das Skype und andere Messenger-Dienste ersetzen soll. Drittens: Der Reporter singt, zockt und cruised mit Dotcom als wären sie beste Buddies. Aber der Reihe nach. Erstmal das Beste:

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Kim Dotcom, mehr Privatsphäre im Internet und die NSA

Der Gründer von Mega wurde schlagartig weltweit berühmt als eine Spezialeinheit sein Anwesen stürmte, um Beweise für Copyrights-Verletzungen seines Unternehmens Mega zu sichern. Kim genoß zwar auch vorher bereits eine große öffentliche Aufmerksamkeit, doch diese Stürmung sorgte für weltweites Aufsehen. Dotcom sieht darin nicht nur einen Angriff auf sein Unternehmen, sondern vielmehr auch einen Angriff auf die Privatsphäre im Internet. Denn genau darum ginge es ja ihm und seinen Mitarbeitern – den bestmöglichen Schutz vor staatlichen Zugriffen. Denn, so Kim:

Who puts up stuff on google or microsoft or apple without thinking that the american government can access it.

Wie aus Mega ein Kommunikationsunternehmen werden soll

Kim Dotcom ist für seine Großspurigkeit bekannt. Unzählige Artikel und Videos zeugen davon. Im Interview mit Vice kündigt Dotcom an, seinen Upload-Service Mega zu einem Kommunikationsunternehmen umzubauen, mit dem Video-Telefonie genauso funktionieren soll wie verschlüsseltes schriftliche Kommunikation in Form eines Messengers. Wer braucht noch Skype, wenn er Mega hat?

Kim Dotcom, Vice und was für ein Journalismus ist das?

Ganz ehrlich: Ich habe die Doku gefressen. Ich bin ein großer Fan von Tim Pool (welcher Reporter läuft sonst schon konsequent mit Wollmütze und Kaputzenpulli rum), weil er es einfach drauf hat, cool und lässig Situationen und Gespräche einzufangen. Er ist komplett frei von allen Standards und Formatzwängen, die wir aus herkömmlichen Sendungen kennen. Aber: Ob das noch Journalismus ist, kann ich nicht sagen. Von der ersten Sekunde an wird klar, dass Vice Kim Dotcom als Helden ins Programm hebt. Sie fliegen nicht nach Neuseeland um Dotcom auf den Zahn zu fühlen – kein kritisches Wort, keine kritische Frage. Im Gegenteil: Der Reporter zockt mit Dotcom GTA, zeichnet einen Part für Kim Dotcoms neue Platte auf und cruised im Golfcart mit Kim über das Gelände der Dotcom-Mansion. Wie viel mehr kann man sich mit seinem Interview-Partner gemein machen? Aber der hohe Preis zahlt sich auch aus: Wir erleben etwas, das zwischen Journalismus und MTV Cribbs wandelt – private Einblicke, die sonst so in einer herkömmlichen Doku nie zu sehen gewesen wären. Alleine, wie Dotcom zu seinem neuesten Track lip synct, zu durchgeknallt.

Bitte gucken:

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Abgefahren, oder?

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