Einheitsbrei. Die Reaktionen der deutschen Medien auf den Facebook-Whatsapp-Deal

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whatsapp typical

Heute Morgen um 8h hat mich die Nachricht vom Milliarden-Deal auf meinem Smartphone erreicht: Facebook kauft WhatsApp – für 19 Milliarden Dollar. Wow! Was für eine Nachricht. Was für Geld. Um mir einen raschen Überblick zu verschaffen, steuere ich Techmeme an – den Aggregator Nummer Eins für Tech-Themen im englischsprachigen Raum. Nach kurzem Querlesen der Überschriften und Teaser weiß ich:

  • Der Deal erschüttert die Branche. Frage: Was kosten Übernahmen anderer Firmen in Zukunft?
  • Der Erfinder von WhatsApp war arm und auf Essensmarken angewiesen – jetzt schweinereich.
  • Facebook begründet WhatsApp-Deal mit Reichweite.
  • WhatsApp verspricht, dass alle so bleibt wie es ist.
  • Das sind die Alternativen zu WhatsApp (Threema und Co.)

Das ganze dauerte fünfeinhalb Minuten – alle relevanten Geschichten waren erzählt.

Heute Abend um 20h – also geschlagene 12 Stunden später – schaue ich mir an, was mir die deutsche Presse/Blogosphäre zum Thema zu sagen hat: Exakt das gleiche und nicht einen Satz mehr. Egal ob Tagesschau, Spiegel Online Netzpolitik. Auf quasi allen Portalen bekomme ich all das aufgewärmt, was mir morgens um 8h via Techmeme schon von amerikanischen News-Portalen und Blogs geliefert wurde. Der einzige weitere Aspekt, der in die Debatte eingeführt wird, ist das mit den Fragen nach Datenschutz. Well.

Wir Journalisten baden im Einheitsbrei. Da läuft doch was schief.

Spiegel Online

Zeit Online

Bild.de

Tagesschau.de

 


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