Verschwörungstheorie Galore: Wie die ARD einmal den YouTubern den Krieg erklärte

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news23

Die kleine, aber feine Sendung Wochenwebschau wurde von ehemaligen ARD-Volontären ins Leben gerufen und hat sich, wenn es nach einer völlig frei schießenden Horde an Verschwörungstheoretikern geht, zur Propaganda-Schmiede Nummer Eins der ARD gemausert. Da kann ich nur sagen: Glückwunsch!

Der Zorn der Verschwörungsgemeinde geht auf dieses Video zurück, in dem mein Kollege Konrad Weber ganz unaufgeregt und sachlich eben über die Verschwörungsgemeinde berichtet. Meta Galore. Das Video selbst hat ordentlich die Runde gemacht und Trolle ohne Ende zum Kommentieren ermuntert – sogar so viele Trolle, dass die Macher der Wochenwebschau sich entschlossen haben, die Kommentarfunktion für das Video zu deaktivieren. Legit.

Aber hey: Social Media ist toll. Da kann einfach jeder mal. Und wenn dann auch noch die Honks ihren wilden Überlegungen auf YouTube ein Gesicht geben, aus mangelnder Medienkompetenz vermeintliche Skandale aufdecken, wo keine sind, und in ihrer eigenen Filterbubble ordentlich absahnen, dann kann ich nur sagen: Danke Internet – selten war es lustiger!

Oder um es mit den Worten des hier entrüsteten YouTubers zu sagen:

Die ARD erklärt uns YouTubern den Krieg.

Hilfe! Ich weiß gar nicht, wo Journalisten ansetzen sollen, um diesen Leuten etwas mehr Überblick zu verschaffen. Oder besser gleich Medienkompetenz als Schulfach? Vielleicht YouTube wegnehmen? Social-Media-Führerschein? Keine Ahnung, aber irgendwie muss man die Menschen doch vor den Medien schützen, wenn sie mit den ihnen zur Verfügung gestellten Medien nicht umgehen können.

Oder ist das schon wieder eine total arrogante Haltung?


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2 KOMMENTARE

  1. achja, schön ist es kollegen zu protegieren, die im sinne der aufklärung wissen was seriös ist. das sich leute über eine agenda des “der macht was über hiv…und benutzt n23 logos” als tatsächlich ernsthafte belehrclowns hinstellen, ist mindestens genauso lächerlich wie der gegenstand, über den sich die analysierten auslassen. der nürnberger trichter lässt grüßen und die fähigkeit zum durchdringen eines stoffes darf nicht selbst arbeiten. rip dialektik

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