Recherchen belegen: Jörg Pilawa ist ein Cyborg

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Erinnert sich noch jemand an den Sechs Millionen Dollar Mann? Den bionisch optimierten Fernsehentertainer, mit Fähigkeiten die eines völlig klar machen: vom Affen stammt dieser Mann nicht ab?

Genau. Das war schon immer Jörg Pilawa. Ich habe Beweise.

Der Mann hat fast immer sechs Millionen Zuschauer, egal welchen Unsinn er auch gerade anpackt. Das ist unmenschlich. Das kann nur ein Cyborg. Und so ist es auch kein Geheimnisverrat hier und jetzt die technischen Details des Moderationsroboters Jörg, Baujahr 68, ein bisschen genauer zu beleuchten.

Beginnen wir im Gesicht. Mikroskopisch kleine Hydraulikpumpen helfen Jörg68 dabei, seine Mundwinkel über einen beliebig langen Zeitraum am richtigen Ort zu halten. Nämlich oben. Die kalifornische Hydraulikfirma Joker Faces Incorporated mit Sitz in Laugh Vegas hat auch schon Costa Cordalis und Ciara Ohoven zu ihren makellosen Kauleisten verholfen und ist über Jahre hinweg ausgebucht sehr zum Leidwesen von Kathrin Müller Hohenstein.

Die Augen des Jörg 68 sind superresponsive Retinadisplays -singend- You are the apple of my eye mit denen die ARD in der Lage ist Tausende Euro an Telepromptern und deren Personal einzusparen. “Diese Form des Open Source Android Moderators wird in Zukunft verstärkt innerhalb der ARD Einsatz finden”, verspricht Thomas Bellut, in Szenekreise auch Optimus Prime genannt. “Besonders die kontextsensitive Sprachsteuerung werden wir ausweiten, beispielsweise bei Field Interviews nach Fußballspielen der Nationalmannschaft.”

Das macht Sinn, vergegenwärtigen wir uns, dass der Jörg 68 große Teile seiner Moderatorenlaufbahn mit den Buchstaben “A, B, C oder D” bestreiten konnte. Ein vier Quadratzentimeter großer Chip im
Sprachzentrum des Moderationsroboters kann den Wortinhalt einer dreistündigen Liveshow speichern. “Mit diesem Volumen lässt sich die komplette Weltmeisterschaft absolvieren” jubeln Branchenkenner.

Der Rücken des Jörg 68 wurde von sämtlichen tragenden Elementen wie Rückgrat und Rippenbogen befreit, und mit kinetischem Sand aufgefüllt. Diese nicht newtonsche Flüssigkeit biete ideale Voraussetzungen für einen Optimus PrimeTime Moderator: unter Druck wird sie hart, unbeweglich und steif. Lässt der Druck nach, wird sie weich, beweglich und fließt in jede Richtung, die ihr opportun scheint. Um einen Moderator zu einem formbaren Spielball der Sendeleitung zu machen sind ca 30 Kilo kinetischer Sand nötig. Mit einem Preis von nur 240 Euro eröffnen sich völlig neue Spielplätze für Intendanten und andere Schwerverbrecher.

Und so kann es nur ein Fazit geben: Der Jörg 68 ist vom Menschen so weit entfernt wie die ARD von jungen Menschen. Allerdings, so Experten, ist er nur der Prototyp einer komplett neuen Moderatorengeneration. Diese wird, so glauben es zumindest Zukunftsforscher, spielend in der Lage sein Fernsehsendung mit oder über Apps zu steuern. “Das kann der Jörg 68 noch nicht. Dafür wurde er nicht gebaut.”


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