Wilde Kombi, herrliches Ergebnis: J’Von & Lakim – Left EP

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„Kunden, die diesen Sound gediggt haben, diggten auch The Streets, Quasimoto, und Exile&IrgendeinRapper“…wäre, was unter der Left EP stünde, wenn es sie bei Amazon zu kaufen und nicht bei Soundcloud und Bandcamp umsonst zu hören gäbe. Die Kombination von Lakim (Soulection) und J’Von erweckt den Eindruck, als hätten die beiden quasi aufeinander gewartet, um gemeinsam über die Summe ihrer Einzelteile hinauszuwachsen.

Die Kombination macht’s…irgendwie. J’Von flowt wie Mike Skinner (The Streets) legère und scheinbar unbeeindruckt mit einer krassen Agilität über die hoppeligen und nicht so 100pro regelmäßigen Beats von Lakim – die wiederum stark an Exiles und Madlibs Beatproduktionen erinnern.

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Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch, wie hochprofessionell Lakim auch Boom-Bap-lastige Rapproduktionen auf die Reihe bekommt – perfekt auf den Stil eines MCs zugeschnitten. Kann an meiner Unkenntnis liegen, aber ich kannte den Buben bislang nur als Remixer, Reworker und Produzent von den Soulection-typischen „Future“-Joints (Beispiel s.o.). So gut ich die Sachen finde…bei Remixen und Reworks kann sich der durch die Mangel gejagte Rapper halt nicht wehren. Lakim kann also mit dem Acapella machen, was er will. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich so dermaßen komplikationslos auf andere Stile einlassen kann, wie er es mit dieser EP unter Beweis stellt.

Einziger Wehrmutstropfen sind die nur insgesamt knapp 14 Minuten Laufzeit der gemeinsamen EP – da muss mehr kommen. Mehr „klassische“ Rap Produktionen von Lakim und mehr Verse von J’Von. Am besten im Doppelpack. Bitte.