Studie enthüllt: 95% aller Regler an Mischpulten werden nie genutzt

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Eine auf der Videoanalyse hunderter DJ-Sets basierende Studie brachte ans Licht, dass durchschnittliche EDM-DJs maximal 3% der Möglichkeiten ihrer Mixer ausreizten, während selbst die technisch versiertesten EDM-Stars maximal 10% der Knöpfe nutze.

„Wir beobachten bei der aktuellen DJ-Schwemme, dass sie eigentlich nur daran interessiert sind, Tracks zu syncen und die Arme in die Luft zu werfen“, bemerkt Barry Huggins, Experte beim DJing Magazin. „Die meisten Knöpfe werden nicht mehr benutzt. Ausser vielleicht von richtigen DJs, die gute Musik spielen. Leider sind diese praktisch nicht mehr vermarktbar.“

Pioneer möchte in den Markt für EDM-Mixer einsteigen

Der Marktführer Pioneer deutete sogar an, eventuell speziell auf die Zielgruppe der EDM-DJs angepasste Geräte auf den Markt bringen zu wollen. Diese Geräte wären „bis zu fünf mal kleiner und mit weniger Bedienelementen ausgestattet, als aktuelle Mixer.“
Ausserdem gäbe es zusätzliche Mikrofoneingänge damit „jeder der anwesenden Kumpels des DJs jederzeit den Flow unterbrechen könne, um das Publikum mit platten Klischees a la ‚put yo hands up in the air!‘ nerven zu können.“

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Pioneer: „Wir könnten die Kosten der Geräte massiv senken, indem wir diese ungenutzen Regler einfach weglassen.“

„Sehen wir den Tatsachen ins Auge“, fährt der Sprecher von Pioneer fort. „Die meisten Regler an unseren Mischern stehen nur ungenutzt herum und ziehen Staub und Ketamin an.“Wir könnten die Kosten der Geräte massiv senken, indem wir diese ungenutzen Regler einfach weglassen.“

DJs wünschen sich neue Funktionen anstelle der überflüssigen Regler

Im Gegensatz dazu, schlugen einige DJs vor, die Knöpfe nicht einfach wegzulassen, sondern mit neuen und nützlicheren Funktionen zu bestücken. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein Abschussknopf für Torten, ein „Loop den Track während ich auf der Bühne herumrenne“-Knopf, sowie selbstverständlich eine Möglichkeit, die Schaumkanone vom Mixer aus zu steuern.
Calvin Harris soll sich sogar wiederholt „Kill-Switches“ gewünscht haben. Sie sollen hauptsächlich dazu dienen, Menschen zu töten, die sich Tracks wünschen.

Steve Aoki verunsichert von den vielen Reglern und Knöpfen

„Ich kann die Gelegenheiten schon nicht mehr zählen, bei denen ich den Mixer ansah und mich fragte was wohl dieser oder jene Regler bewirkt“, sagt Steve Aoki.
„Ich habe Angst, dass die Musik ausgeht, sollte ich einen dieser Knöpfe aus Versehen berühren. Mir wäre es lieber, es gäbe sie gar nicht. Und bitte, wer braucht eigentlich einen dritten oder gar vierten Kanal?“

Auch David Guetta soll von der Idee eines Mixers ohne überflüssige Elemente sehr angetan sein, wobei er sogar die Kabel dazuzählt. „Ich habe unzähliche Gigs gespielt, ohne dass der Mixer überhaupt angeschlossen war. Ich gehe soweit, vorzuschlagen, generell auf Mixer zu verzichten und einfach nur einen Mix-CD laufen zu lassen, damit wir DJs endlich nur noch albern herumhüpfen müssen, bevor wir unser Geld mit der Schubkarre holen gehen.“

(Dieser Artikel ist eine Übersetzung. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von wunderground-logo10)