Ocenaudio – guter, schöner und kostenloser Audio-Editor für den Mac

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Als ich 2006 von Windows auf OSX umgestiegen bin, musste ich auch auf mein heiss und innig geliebtes Wavelab verzichten. Alle Editoren, die danach kamen, waren irgendwie ok und irgendwie egal.
Das mag daran liegen, dass meine Anforderungen an ein Audiobearbeitungsprogramm so basic sind, dass eigentlich alle Produkte auf dem Markt sie locker erfüllen. Ein bisschen Schneiden sowie ein wenig Pegelanpassung, mehr brauche ich eigentlich nicht. Aktuell erledige ich das mit Audacity, einem Open Source-Tool, das auf der einen Seite sehr schätze, denn es hat ein paar sehr schöne Funktionen. Wenn man z.B. weit genug in die Waveform hereinzoomt, wird der Cursor automatisch zum Stift und man kann direkt in der Waveform malen, um sie zu verändern. Super, um einzelne Wellenberge tiefer zu setzen. Genausogut für diesen Zweck geeignet: Der Effekt „Repair“, der Kurven glättet. Ich setze das ebenfalls ein, um einzelne laute Spitzen leiser zu machen, damit ich im Anschluss das gesamte File lauter ziehen kann. Für mich aber am nützlichsten: „Move Cursor to Track End/Track Beginning“. Brauche ich ständig, um die von Traktor in einstündige Happen zerlegten Mitschnitte wieder zu einem File zusammenzubasteln.
Andererseits geht mir Audacity ein wenig auf den Senkel. Die Oberfläche ist potthässlich, ständig aktiviere ich aus Versehen irgendwelche Envelopes und verändere damit Pegel. Warum manchmal Files in neuen Fenstern und manchmal als weitere Spuren zu schon vorhandenen Fenstern hinzugefügt werden? Ich habe keine Ahnung… Alles in allem, ein Tool, das funktioniert, aber wenig positive Emotionen bei mir weckt.

Bildschirmfoto 2014-07-31 um 16.20.51

Mit Ocenaudio ist jetzt ein freier Editor für den Mac auf dem Markt, der Audacity bei mir ablösen könnte. Alle für mich wesentlichen Funktionen sind am Start. Das Ding scheint sehr schnell zu arbeiten und gut aussehen tut es ausserdem. Zoomen und in der Waveform herumscrollen geht intuitiver als bei Audacity. Bis auf „Waveform reparieren“ sind alle Effekte und Bearbeitungsmöglichkeiten, die ich brauche, an Bord, VST-Plugins können problemlos eingebunden werden. Alles in allem sieht das teil sehr schnieke aus und scheint zu tun, was es soll.
Nur auf „Move Cursor to Track End“ muss ich wohl verzichten, aber man kann halt nicht alles haben.

Der Spektrum-Analyzer von Ocenaudio
Der Spektrum-Analyzer von Ocenaudio

Fazit:

Auf den ersten kurzen Blick bekommt Ocenaudio eine dicke Empfehlung von mir.
Den kostenlosen Download gibt es direkt bei ocenaudio..

(via Tanith)

2 KOMMENTARE

  1. Sieht echt gut aus – so für umme… Hast Du Dir auch schon mal Audition angeschaut? War für mich bisher der beste Audio-Editor auf dem Mac.

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