Tanith – Krach am Bach 2014

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Ich habe Tanith sehr lange nicht mehr live gehört und hatte dementsprechend keine Ahnung, was mich erwarten würde bei seinem Set am Krach am Bach. Die DJs vor ihm hatten schon einen gemischten aber runden Abend vorgelegt. Von meiner irgendwie housigen Mischung, über MoonWalkas Midtempo-Breaks-Geballer, bis zu Radeks wunderbarer Kombi aus UK-Garage, Bassline-House und Breaks war schon ein buntes Potpourri vorgelegt worden, dessen Essenz aus einem oldschooligen Housefeeling mit einem satten Fundament aus Garagebasslines bestand.
Tanith nahm diese Essenz auf und verdichtete sie. Er ließ die Schlenker der anderen DJs in andere Genres weg und tat das, was ein guter Techno-DJ tut: Er hypnotisierte den Floor vollends.
Dabei sah es anfangs gar nicht so aus. Überraschend viele bekannte Vocalsamples täuschten darüber hinweg und als er einen Remix des Hip HopAfter Work-Klassikers „Jump Around“ auspackte, kam mir sofort „Studentenparty“ in den Sinn. Das ist normalerweise Taniths Einschätzung meiner Musik, worüber ich in dem Moment sehr lachen musste.

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Aber wie gesagt, das Gefühl von Studentenparty täuschte, denn unter den Samples zog der „Techno-Opa“ (nicht mein Ausdruck, habe ich an dem Abend aufgeschnappt) den Garage-House zweieinhalb Stunden lang durch. Ich kann und mag so nicht spielen, aber ich bewundere sehr, wie sein Flow auf die Crowd übersprang. Er hatte die Meute fest im Griff, versetzte alle in Trance und zog im Verlauf seines Sets auch immer mehr Menschen an. Weder war sein Sound der Härteste des Abends noch der Gefälligste. Das Wort, das mir vor Ort dazu einfiel, ist „weise“. OK, das geht jetzt wieder arg in Richtung „Techno-Opa“ aber was solls. Erfahrung ist halt durch nichts zu ersetzen.

Den Download gibt es bei Sound-, das Tracklisting bei Mixcloud.

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