Soziale Gerechtigkeit – So geht es den Deutschen

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Wie sozial gerecht ein Land ist, scheint messbar zu sein. Die Bertelsmann Stiftung hat sechs Indikatoren als Messgegenstand definiert: Armutsvermeidung, Zugang zu Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt, soziale Kohäsion und Nicht-Diskriminierung, Gesundheit und Generationengerechtigkeit.
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Deutschland steht auf Platz sieben, hinter den Spitzenreitern Schweden, Finnland und Dänemark. Wie es scheint gab es hier eine leichte Verbesserung seit 2008, der durch die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt begründet wird. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass es hier Reformbedarf gibt. Hierzu gehören wohl die atypische Beschäftigungsverhältnisse wie der ausgeweitete Niedriglohnsektor, Zeitarbeit und der starke Einfluss des sozialen Hintergrundes auf den Lernerfolg und damit verbundene Job-Chancen von Jugendlichen.

In der gesamten EU sei allerdings eine soziale Schieflage zu beobachten. Rund 25 % der Menschen seien hier von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Quote für Kinder und Jugendliche liegt bei 28%! Die klassische Einteilung in  „reicher Norden und armer Süden“ hat sich innerhalb der letzten Jahre verstärkt. Man braucht nicht unbedingt die Tabelle zu betrachten, um die Lage Griechenlands zu definieren.

Wer die Detailergebnisse lesen möchte, der kann sie hier runterladen.

Artikelbild von Alexander (CC BY-SA 2.0)