Realsatire: Steve Aoki verklagt Wunderground

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Richtig gut ist Satire immer dann, wenn man sie für wahr halten könnte. Noch besser wirds allerdings, wenn das Leben so absurd ist, dass man es mit “Achtung, keine Satire” taggen müsste. So geschehen bei Wunderground, unserer liebsten Satireseite. Die wurden jetzt nämlich von einem ihrer liebsten Opfer, dem kuchenwerfenden und schlauchbootfahrenden EDM-Star Steve Aoki verklagt.

Der Stein des Anstoßes: Ein satirisches T-Shirt

Aoki ist absolut nicht über ein T-Shirt amused, dass ihn, sagen wir mal wundergroundtypisch durch den Kakao zieht. Von Dixon, dem anderen DJ, der das Shirt ziert, sind uns keinerlei Beschwerden dazu bekannt, aber der erarbeitet sich seinen Respekt auch an den Decks und muss dafür keine Anwälte beschäftigen.

Diese Anwälte stellen ein paar Forderungen auf, die sich gewaschen haben. Der Zugang der Öffentlichkeit zu den Shirts muss gestoppt werden. Es müssen Beweise erbracht werden, dass alle Shirts zerstört wurden. Alle die T-Shirts betreffenden Kundendaten sollen Aokis Anwälten ausgehändigt werden. Zum krönenden Abschluss sollen die mit dem Crowdfunding für die Shirts erwirtschafteten Gelder auf einem Konto landen, zu dem die Anwälte Zugang erhalten.

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Wunderground schlägt zurück

Natürlich lässt es sich eine Seite wie Wunderground nicht nehmen, ordentlich Kapital aus der Nummer zu schlagen und so wird in Form eines offenen Briefes geantwortet, der es in sich hat. Es lohnt sich wirklich, die Antwort ganz zu lesen, etwas Lustigeres habe ich lange nicht bei Wunderground gefunden. Kostproben gefällig?

3a. Provide full accounting details of sales and proceeds from the crowd fund blah blah blah.

Firstly, this breaks every data protection law in the book here in Ireland. You know about data protection right? I sure they mentioned it in legal college. For us to give you a full list of our customers details without their permission is illegal. And you don’t roll like that, so I won’t ask you to.

Meine Lieblingsstelle ist aber diese hier:

3b. Provide evidence we have put all crowd funding proceeds into an account controlled by your client.

Your client couldn’t control a single buttoned CDJ, so he certainly isn’t going to control our bank account.

Das peinlichste Eigentor seit DJs mit Torten werfen


Ach so ja, bevor ich es vergesse: Die besondere Würze erhält die ganze Geschichte erst durch folgenden Fakt: Es hat nie ein T-Shirt dieser Art existiert! Richtig gelesen. Das obige Bild ist ein Mockup, beim Crowdfunding haben sich insgesamt nur 11 Personen für ein Shirt interessiert, dass daraufhin nie in Druck ging. Aokis Anwälte haben das ungefähr peinlichste Eigentor geschossen, seit DJs mit Torten werfen….


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