Amnesty Stop-Folter-Shop in Berlin

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Zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) informiert Amnesty International aktuell bei einer Ausstellung in Berlin über die weltweite Verbreitung der Folter und zeigt Alltagsgegenstände, die zur Folter eingesetzt werden.

Vom 8. bis zum 17. Dezember lädt Amnesty International in den temporären “Stop-Folter-Shop” in Berlin ein. Angeboten werden symbolisch Alltagsgegenstände wie Autobatterie, Messer oder Zigarette, die aktuell in vielen Ländern genutzt werden, um Menschen auf grausame Weise zu quälen und zu misshandeln. Daneben informiert eine Plakatausstellung über die weltweite Verbreitung von Folter.

Der Shop ist täglich von zwölf bis 20 Uhr geöffnet. Wer sich engagieren will, kann dies gleich vor Ort: Mit einer Unterschrift für die aktuelle Stop-Folter-Kampagne von Amnesty oder mit einem Brief als Teil des diesjährigen Briefmarathons. Abends finden Veranstaltungen statt, darunter die Lesung eines Erlebnisberichts eines Folterüberlebenden mit dem Schauspieler Ulrich Noethen, ein Filmabend zur Menschenrechtslage in der Ukraine und eine Expertenrunde zu Erfolgen und Rückschlägen im Kampf gegen Folter. Auch Murat Kurnaz ist zu Gast, der viereinhalb Jahre im US-Gefangenenlager in Guantánamo inhaftiert war.

Anlass für die Eröffnung des „Stop-Folter-Shops“ ist der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember sowie die Verabschiedung der UN-Antifolterkonvention am 10. Dezember 1984, ein Meilenstein im internationalen Kampf gegen Folter. Heute, 30 Jahre später, fällt die Bilanz ernüchternd aus. Folter ist trotz der völkerrechtlich verbindlichen Konvention auf jedem Kontinent weiterhin alltäglich. In 141 Ländern hat Amnesty in den letzten fünf Jahren Folter und Misshandlung dokumentiert.

Mehr Infos unter amnesty.de/StopFolterShop.




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