+++ BREAKING NEWS: 50% aller Erinnerungen von Jugendlichen nur noch auf Instagram

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Der Studie zufolge sehen viele Jugendliche Instagram als “unlimitierten Online-Gedächtnisspeicher” und betrachten das Archivieren ihrer Erinnerungen im eigenen Gedächtnis als überflüssig.

“Ich kann mir sicher sein, dass meine Erinnerungen nie weiter als einen Klick entfernt sind.”

Wir sprachen mit Amy96 über das obsessive Verhältnis ihrer Generation zu Instagram. “Es ist total awesome, alle meine Freunde sind dort. Es ist immer da, das ist das beste daran. Du brauchst keine Angst zu haben, irgendetwas zu vergessen. Ausser deinem Passwort vielleicht, aber das habe ich mir auf das Handgelenk tätowieren lassen. So kann ich sicher sein, dass meine Erinnerungen nie weiter als einen Klick entfernt sind.”

“Heutzutage gibt es so viele Dinge, an die ich mich erinnern möchte. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die wollen, dass all dieser Kram ihr Gedächtnis verstopft, so dass sie sich die wirklich wichtigen Sachen wie Serien gucken oder Selfies machen nicht mehr merken können”, erklärt uns die Gymnasiastin. “Alles was nicht genau jetzt im Moment passiert, möchte ich nicht im Kopf haben. Genau dafür ist Instagram da.”

“Erinnerungen sehen gegen Instagram ganz schön blass aus.”

“Natürlich ist es schön, sich an glückliche Zeiten im Leben zu erinnern. Aber seien wir mal ehrlich: Erinnerungen sehen gegen Instagram ganz schön blass aus”, wirft Amy96 ein. Wer will schon vage und neblige Erinnerungen an ein schönes Erlebnis, wenn er auch ein hochaufgelöstes Photo oder Video haben kann? Zumal die meisten tollen Dinge betrunken passieren. Ohne Instagram ist die Gefahr viel zu groß, dass diese Erinnerungen für immer verloren gehen.”

“Ausserdem ist es viel präziser. Wer kann sich schon daran erinnern, was er am 20.Juli 2013 zu Abend gegessen hat?” fragt sie. “Nicht viele wahrscheinlich. Aber dank Instagram kann ich dir das ganz genau sagen.
Es gab Bohnen und einen Lutscher” fügt sie hinzu.

Ab 2025 könnten alle Erinnerungen bei Instagram liegen.

Laut des Evolutionsbiologen Professor Charlie Wardin ist die Verlegung von Erinnerungen vom Gedächtnis zu Instagram Teil einer schleichenden Verdummung der menschlichen Rasse.

“Man nennt das die ‘Goldfischtheorie’. Sie besagt im Wesentlichen, dass wir ohne den Reiz durch ein Video oder ein Bild, wie denen auf Instagram, keinen Zugang zu unserem Langzeitgedächtnis haben” fährt der Professor fort. “Das könnte einen negativen Einfluss im Alltag haben. Stellen sie sich einfach den Stress vor, der durch den Versuch entsteht, sich jedes Jahr wieder an Geburtstage oder Jubiläen zu erinnern. Das ist so schon schlimm genug. Oder stellen sie sich vor, immer wieder aufs neue entdecken zu müssen, wie schlimm Helene Fischer ist. Ein schwer zu ertragender Gedanke, nicht wahr?”

Wenn man die aktuellen Wachstumsraten berücksichtigt, könnte bis zum Jahr 2025 der Punkt erreicht sein, ab dem die gesamten Erinnerungen der Menschheit bei Instagram liegen. Die Menschen wäre dann “unbeschriebenene Blätter, die unfähig sind, Freude aus ihrer Vergangenheit zu ziehen. Genauso wie Drogenabhängige oder Emo-Kids.”

(Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von wunderground-logo10)

(Photo: pabak sarkar, CC-BY 2.0)


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