„Es ist dumm alle muslimischen Länder in einem Topf zu schmeißen“

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Der Religionswissenschaftler Reza Aslan reagiert in diesem Interview auf Bill Mahers Kommentar über die islamische Gewalt und Unterdrückung in der „Real Time with Bill Maher“ vor einigen Monaten. Maher beendete seine Show mit Vorwürfen gegenüber der liberalen Fraktion im eigenen Land, die schweigen würde, wenn es um Gewalt und Unterdrückung in muslimische Länder ginge.

Aslan geht hierauf ein und sagt, dass Mahers Argumente sehr naiv seien. Er wertschätze seine Show, aber wenn es um religiöse Themen ginge, so drücke Maher sich nicht differenziert genug aus. Seine ‚einfachen‘ Argumente klingen vielleicht klug, sind aber empirisch und faktisch falsch, ja sogar dumm. Anhand von Beispielen, die die CNN-Moderatorin mit einbringt, veranschaulicht er, dass es wichtig ist, diese Probleme immer im Kontext zu betrachten und nicht alle in einem Topf zu schmeißen.
So sei die Verstümmelung von Frauen ein afrikanisches Problem, nicht ein muslimisches. Im Bezug auf Gleichberechtigung und Chancengleichheit gäbe es Mehrheit an muslimisch geprägte Länder, in denen Frauen besser behandelt werden würden und im Vergleich zu den Staaten hätten diese sogar mehr weibliche Führungskräfte.

Dabei möchte Aslan keineswegs von Problemen in Ländern wie Pakistan, Iran und Saudi Arabien ablenken, sondern er besteht darauf deren Vergehen zu verorten und als solches anzuerkennen.

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