Soundcloud hat deinen Mix entfernt, weil er scheiße ist!

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Bisher war es unter Bedroom-DJs breiter Konsens, dass die Mixe aus urheberrechtlichen Gründen entfernt wurden. Diese Theorie ist allerdings nicht mehr haltbar, nachdem eine anonyme Quelle aus dem inneren Führungszirkel des Unternehmens zugegeben hat, das DJ-Mixe nur entfernt werden, wenn sie „langweilig, EDM oder schlicht und einfach scheiße“ seien.

„Wir hatten gar keine Wahl.“

„Wie haben uns nie übermäßig viele Gedanken um das Urheberrecht gemacht“, erklärt Soundclouds Sprecher Mark Stratus. „Insofern ist die Vorstellung, dass die DJs denken, wir würden ihre Mixe aufgrund irgendwelcher Regularien offline nehmen, ziemlich lächerlich. Wir haben in mühevoller Arbeit die ersten vier Minuten jedes einzelnen bei uns hochgeladenen Mixes angehört und alle die entfernt, die in unseren Augen überflüssige Kackscheiße waren.“

„Auf Soundcloud sammelte sich einfach zu viel Müll an, der jede Menge Probleme mit den Servern verursachte. Wir hatten gar keine Wahl. Wir mussten den ganzen sinnlosen Müll, den die Leute „DJ-Mix“ nannten, entfernen. Wie sich herausstellte, war die überwiegende Mehrzahl der Mixe auf Soundcloud scheiße, so dass wir alle Hände zu tun hatten, diese auszusortieren. Um ehrlich zu sein, mussten wir sogar extra Personal einstellen, um die ganzen Mixe zu entfernen, die wir nicht mochten.“

Erste Folge: Deutliche Performanceverbesserungen

Die Gerüchte, 20 Sekunden weisses Rauschen als Intro zu verwenden würde helfen einen Takedown zu verhindern weist Stratus vehement von sich. „Weisses Rauschen macht uns einfach nur wütend und sie möchten uns nicht im Dunklen begegnen, wenn wir wütend sind. Es ist um mindestens 50 Prozent wahrscheinlicher, dass wir einen Mix offline nehmen, wenn er mit weissem Rauschen beginnt.“

Mark Stratus verriet uns auch, dass das Entfernen von über 10 Millionen miesen Mixen eine spürbare Verbesserung bei der Performance der Seite mit sich brachte. Man könne das daran merken, dass „die Seite nur noch bei jedem dritten Versuch sie zu öffnen abstürzt oder einfriert“, was deutlich besser sei, „als die bisherigen 90 Prozent.“

Pro-Accounts nicht betroffen

Stratus zu Folge ist ein Weg, um sicherzustellen, dass die eigenen Mixe nicht ganz so beschissen sind, ein Upgrade auf den Pro-Account. „Für einen unwesentlichen kleinen Beitrag kann man den eigenen Account upgraden. Das bezahlte Geld wirkt wie ein Filter. Egal wie scheiße ein Mix ist, wir werden ihn nicht offline nehmen.“

„Schauen sie sich zum Beispiel das Profil von Calvin Harris an. Es ist voll mit wirklich richtig schlechten Mixen. Weil er aber einen Pro-Account hat, wurde keiner davon entfernt!“

Calvin Harris: ziemlich scheiße.
Calvin Harris: ziemlich scheiße. (Quelle: Wikipedia)

(Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von wunderground-logo10)

1 Kommentar

  1. Ich habe mal den Namen gegoogelt: Mark Stratus. Und das erste Ergebnis von Facebook genommen 🙂 Ist das der Sprecher von soundcloud 😀 😀 😀

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