Gast aus Club geworfen, weil er nicht mit dem Gesicht zum DJ tanzte

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„Einfach gesagt, wurde der Mann aus dem Club entfernt, nachdem er auf den ungewöhnlichen Gedanken gekommen war, der DJ wäre irgendwie nicht die wichtigste Person im Raum und verdiene es damit auch nicht, von jedem im Raum angestarrt zu werden“, erzählte uns ein Sprecher des Clubs „Vanity“. „Er hat leichtsinnig gegen die Club-Etikette verstoßen, indem er wiederholt dem DJ seinen Rücken zuwandte und in Richtung seiner Freunde schaute.“

„Er hat leichtsinnig gegen die Club-Etikette verstoßen.“

„Ich versuche immer noch zu verstehen, wie jemand auf die Idee kommen konnte, einen Club zu besuchen, ohne zu wissen, dass der DJ dass Zentrum der Aufmerksamkeit ist, in dessen Richtung die Gäste zu sehen haben“ fährt er fort. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das irgendjemand lustig finden könnte.“

Der Mann, von dem hier die Rede ist, der 26 jährige Liam Cusack, sagt dazu: „Dem DJ zuzusehen ist langweilig. Schlußendlich handelt es sich dabei nur um einen Typen, der ein paar Knöpfe drückt. Es macht viel mehr Spaß, mit meinen Freunden zu tanzen. Oder zum Beispiel mit diesem süßen Mädchen in dem grünen Top, dass mich kurz anlächelte und einen Schluck Wasser von mir wollte.“

„Natürlich war ich schockiert, als ich festellen musste, dass sich ein offenbar Verrückter in der Crowd befand.“

Adam Bronson, der DJ des fraglichen Abends spielt, was immer von ihm gewünscht wird und bezeichnet sich selbst auf Linkedin als „DJ“, „Personal Trainer“und „Model“. Er trägt grundsätzlich zwei Nummern zu kleine schwarze T-Shirts und gab uns gegenüber zu, dass er entsetzt und völlig fassungslos gewesen sei, weil Liam ihm nicht die Aufmerksamkeit zukommen ließ, die zu verdienen er sich sicher ist.

„Natürlich war ich schockiert, als ich festellen musste, dass sich ein offenbar Verrückter in der Crowd befand, der mich nicht aufmerksam beobachtete“ erklärte uns Adam. „Ich hatte so etwas schlicht noch nie zuvor erlebt. Offenbar scherte er sich keinen Deut um meine Performance. OK, er tanzte dazu und machte auch den Eindruck, sich zu amüsieren, aber hat nicht einmal meine in die Luft gereckte Faust bemerkt oder gesehen, wie ich wild an allen möglichen Knöpfen herumspielte. Und ist es nicht das, worauf es ankommt?“

„Ich fühlte mich schrecklich, als es passierte“

„Die Türsteher hatten keine Wahl, sie mussten den Mann rausschmeissen. Ich bitte sie, wie würde es denn aussehen, wenn die Leute im Club nicht den DJ anstarrten? Was würden sie stattdessen tun? Sich gegenseitig ansehen vielleicht?“ Sichtlich gereizt fährt er fort: „Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die wichtigste Person im Club ist nunmal der DJ und er hat es verdient, bewundernd angesehen zu werden, nicht der Mensch, mit dem du tanzt.“

Adam war unmittelbar nach diesem Erlebnis sehr aufgewühlt, befindet sich aber mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung, nachdem zahlreiche Fans sein Ego poliert haben, indem sie ihm per Twitter und Facebook aufmunternde Worte zukommen ließen.

„Ich fühlte mich schrecklich, als es passierte“ gibt der DJ zu. Aber glücklicherweise machte ich danach ordentlich einen drauf, war wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit und bekam etwas Koks und einen Blowjob, so dass es mir schnell besser ging.“

Der Club verteidigt seine Entscheidung, Liam des Lokals zu verweisen und hat überdies eine Warnung an seine Gäste ausgesprochen, dass abweichendes Verhalten auch in Zukunft nicht toleriert wird.

(Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von wunderground-logo10)

(Bild: nurpax, CC-BY 2.0)

4 Kommentare

  1. Ach Leute, hört mal auf bei Artikelknappheit Wunderground zu kopieren. Content sieht anderes aus. Adblock bleibt an.

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