Pantomime, Luftpolsterfolie, Lego – mit diesen einfachen Tricks löst Berlin ALLE Probleme

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Die Kreativität und der Ideenreichtum der Berliner Politiker und Unternehmen begeistert mich von Tag zu Tag mehr. Heute Morgen las ich bei der Morgenpost von dieser genialen Idee: Um den den sogenannten Szenebezirken in Friedrichshain und Kreuzberg für mehr nächtliche Ruhe und weniger Müll zu sorgen, sollen zukünftig Pantomimen gegen laute Touristen vorgehen. So ist zu lesen:

Schauspieler sollen ab Mai an den beliebten Partymeilen von Kreuzberg und Friedrichshain für Ruhe sorgen. Mit einem Pantomime-Pilotprojekt, das die Tourismuswerber von Visit Berlin jetzt präsentierten, sollen junge Touristen auf freundliche Weise darauf hingewiesen werden, dass Berlin nicht nur schön ist zum Feiern, sondern dass dort auch Menschen leben, die tags arbeiten und deshalb nachts Schlaf brauchen. An zunächst 15 Abenden sollen die Pantomimen zwischen Mai und Juli dort auftreten, wo besonders viel Lärm ist, kündigte Malena Medam von der Clubcommission Berlin an, die das Anti-Lärm-Konzept erarbeitete. Die Aktion sei eine von mehreren Ideen, die man in einer Studie in den vergangenen Monaten in anderen Städten erforscht habe.
Quelle: Berliner Morgenpost

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Ist das nicht eine hervorragende Idee? Statt auf einen Dialog der Bezirke mit den Anwohnern und den lokalen Clubs und Gaststätten zu setzten, geht die Stadt raus auf die Straße, stellt ein paar Pantomimen hin, die mit dummen Gesichtern und etwas Laien-Schauspiel die verpillten und besoffenen Touris erschrecken, wenn sie ins oder aus dem Berghain fallen.

Großartig! Da denkt mal jemand über den Tellerrand hinweg, ist kreativ, überrascht, wechselt die Perspektive und begeht damit einen kreativen Erwartungsverstoss. Die Idee beflügelt auch mich und ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, welche Berliner Probleme mit etwas Mut zum Risiko ebenfalls mit unkonventionellen Ideen gelöst werden können.

Luftpolsterfolie zum Aggressionsabbau am 1. Mai

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Die Feierlichkeiten zum ersten Mai enden regelmäßig mit Straßenschlachten in Kreuzberg. Zur Vorbeugung erneuter Gewaltexzesse und zur Beruhigung der Nerven wird die Stadt Berlin schon in der Walpurgisnacht jedem Menschen und Beamten in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg ausreichend Luftpolsterfolie zur Verfügung stellen. Sollte es dennoch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen, kann die Folie auch als Körperschutz verwendet werden. Genial!

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BER Ingenieure und Bauarbeiter bekommen LEGO Baukästen

Die Fertigstellung des neuen Berliner Großflughafen BER ist ja bekannterweise ein paar Tage in Verzug, doch die Lösung für die Probleme am Bau ist gefunden! Ingenieure und Bauarbeiter erhalten LEGO-Baukästen und können dadurch ihre fachlichen Skills auffrischen und durch Freude und Spaß neues lernen.

LEGO Baukasten Flughafen Berlin BER via der Postillon
LEGO Baukasten Flughafen Berlin BER
via der Postillon

Teppiche in Szenebezirken sollen Rollkofferlärm einschränken

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Ganz Berlin ist zum Hostel verkommen und Wohnungen werden nur noch über Airbnb vermietet. Das treibt unzählige Touristen in die Stadt, die ihre Rollkoffer über die schäbig sanierten Gehwege ziehen und damit die 3-5 fest in Berlin lebenden Menschen um ihren Verstand rauben. Aus diesem Grund entschied der Senat kürzlich Lärmschutz-Maßnahmen, die in den nächsten Wochen wortwörtlich ausgerollt werden: Die Gehwege der Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg werden komplett mit Teppichen ausgelegt! Eine Mischung aus Flokatis, Perserteppichen und Meterware aus Restbeständen sollen den Lärm der Rollkoffer zukünftig schlucken und den 3-5 namentlich bekannten Berlinern ihre nächtliche Ruhe zurück bringen. Brilliant!

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Monopoly-Bank bringt Berlin aus den Schulden

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Berlin ist hoch verschuldet und verramscht schon heute seine Filetstücke an die höchsten Bieter. Das Tempelhofer Flugfeld konnten die Bürger zwar gerade noch vor dem Verkauf schützen, doch alle anderen Straßen und Häuser können zukünftig direkt auf einem Stadtplan erspielt und gekauft werden. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist und genügend Geld auf der Kante hat, darf ohne weitere Genehmigungsverfahren zuschlagen. Schon jetzt freut sich die Stadt auf fette Jahre. Bestechend.

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Kreativität gewinnt und sollte mir ein Problem oder eine Lösung für selbiges entfallen sein freue ich mich über eure Ideen. Lasst uns Berlin retten!