Podcast Empfehlung: Wie geht eigentlich G7 – und wie nicht?

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Schloss Elmau: G7 Globalisierungsidylle

“Das Kind liegt im Brunnen”, meint Politikwissenschaftler Claus Leggewie im Interview mit hr-Info zum Thema G7 Gipfel im Schloss Elmau. Im sehr gelungenen und unterhaltsamen Gespräch mit Mariela Milkowa und Oliver Günther schafft es Leggewie, die beiden Extreme, die rund um den Gipfel aufeinandertreffen, miteinander in Einklang zu bringen. Leider ist das System der G7/8 zu festgefahren, um das CLaus Leggewie das mal eben regeln zu lassen…

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U.a. möchte er den Polizisten, von denen 15.000 den Gipfel dieses Wochenende absichern müssen, das Leben leichter machen, indem derartige Gipfeltreffen zukünftig insofern geöffnet werden, dass der Kritik (in diesem Falle Globalisierungskritik & Kritik am Verfehlen der Klimaziele und und und) im Rahmen derartiger Veranstaltungen eine Plattform gegeben wird. Eigentlich ein naheliegender Gedanke bei einem Treffen so vieler demokratisch gewählter Volksvertreter.

Stattdessen: Vor den Zäunen Schottern und Rechtsstreit um Weiden und Wiesen. Drinnen: Phototermine am Kamin und bitch fights um Protokollarisches. Auch in diese absurde Backstage Welt gewährt Leggewie interessante Einblicke.

Die “Abschottung” der Gipfel sei ein Fehler. Vor allem mit den Protesten müsse man anders umgehen.

Sein Vorschlag: die Kritiker und ihre Vorstellungen nicht mit einem riesigen Polizeiaufgebot und kilometerweiten Sperrzonen auf Distanz halten, sondern mit einbeziehen. Zum Beispiel, indem man Gruppen im Vorfeld anhört und deren Anregungen, Vorstellungen bei den Gesprächen hinter verschlossenen Türen miteinbezieht.

“Das sind keine Feinde von G7, sondern Verbündete”, ist Claus Leggewie sicher. Denn sie könnten helfen, die sinnvolle Idee einer “Weltregierung” weiter zu entwickeln.

Quelle: hr-online.de

Bild gemeinfrei via Wikipedia.


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