G7-Proteste und die Polizei: Ordnungsrufe, Zwinkersmileys und Falschmeldungen

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Twitter-Auftritt der bayerischen Polizei
Twitter-Auftritt der bayerischen Polizei

Der Twitteraccount der bayerischen Polizei ist ein Musterbeispiel für den Kampf um die Deutunghoheit über die Ereignisse rund um die G7-Proteste in sozialen Netzwerken. Bei dieser eigenartigen Mischung aus repressiver Toleranz, Protestbejahung und geradezu liebevoll-onkeliger Ordnungsrufe kann man fast schon vergessen, dass bis zuletzt auf verschiedensten Ebenen der Protest gegen den G7-Gipfel behindert, wenn nicht sogar verhindert werden sollte.

Sei es durch Wiedereinführung von flächendeckenden Grenzkontrollen, massiver Polizeipräsenz oder dem Versuch das Demonstrations- und Versammlungsgrundrecht gleich ganz zu kassieren. Auch heute bei den Protesten in Garmisch-Partenkirchen wurden einige Demonstranten durch Robocops verletzt.

Bereits bei den teils gewalttätigen Protesten rund um die EZB-Eröffnung im März in Frankfurt nutzte die Polizei Twitter&Co. um ihre Version der Ereignisse zu verbreiten.

Mit durchschlagendem Erfolg: In einer Zeit, in der kein Großereignis mehr ohne eine flächendeckendes Live-Ticker-Geballer stattfinden kann, ist ein Tweet schnell eingebettet und somit auch in der Welt.

Gepflückt bei Spiegel Online:

Aus dem Spiegel Online-Liveticker zu den Protesten
Aus dem Spiegel Online-Liveticker zu den Protesten

Unabhängig davon, wie sinnvoll oder stichhaltig der Inhalt ist. Hin und wieder rutscht dann natürlich rein zufällig eine Falschmeldung raus…

Rechtfertigung für harten Polizeieinsatz:

Wenig später eine Relativierung…

Und dann das Eingeständnis einer Falschmeldung

Immer locker bleiben…

Jetzt noch ein Katzenbild twittern und allet ist wieder schicki

Ach Gottchen! Kann mal bitte jemand ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist bei den G7-Protesten a) von einem Hagelkorn verletzt zu werden und b) Pfefferspray abzubekommen




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