Antirassistische Zivilcourage: Essener Fahrgäste wehren sich gegen Rassismus

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Eigentlich ist es ziemlich traurig, dass man sich überhaupt über antirassistische Zivilcourage freuen muss. Aber in Zeiten von Pegida, flächendeckender Hate Speech im Netz und „Das Boot ist voll“-Rhetorik selbst aus der „Mitte“ der Gesellschaft saugt man jegliche klare Positionierung gegen Rassismus auf wie ein Schwamm.

In Essen haben Fahrgäste in einem öffentlichen Bus jetzt deutlich gezeigt, was sie davon halten, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe auf die hinteren Plätze im Bus verwiesen werden sollen: Gar nichts.

Eine Schauspielgruppe wollte in einem Experiment herausfinden, wie auf ziemlich brachiale Diskriminierung im öffentlichen Raum reagiert wird und hat in Zusammenarbeit mit dem ÖPNV entsprechende Szenen inszeniert.

Die Reaktionen reichen von offenem Widerspruch bis hin zu körperlichem Einsatz. Bleibt nur zu hoffen, dass sich ähnliches auch in Berlin, Dresden oder München wiederholen würde.

Ein WDR Team von "Quarks & Du" hat heute in einem Bus der EVAG einen Test gegen Rassismus gemacht. Viele haben das…

Posted by WDR Lokalzeit Ruhr on Dienstag, 23. Juni 2015

1 Kommentar

  1. […] Fahrgäste begeistert, als sie zwar fiktivem, aber umso brachialerem Rassismus ein gepflegtes „Fuck you!“ entgegen brachten. Jetzt haben Essener Biergartengäste der versammelten AfD-Meute nach deren […]

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