Rassismus im Studentenkalender: Euer Ernst, Uni Greifswald?

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Crass, crasser, Uni Greifswald.

Ich lerne gerade Twitter und bin soeben hierauf gestoßen.
Ich fasse es nicht. Satire ist Satire, aber das ist schlicht Rassismus der dümmsten Sorte.

Veröffentlicht im Kalender der UNI GREIFSWALD! Eine Lehranstalt! Verdammt nochmal, wo sind wir denn hier?!

Ich wisch mal eben das Erbrochene von meiner Tastatur.

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via @mugo_gonzalez

8 KOMMENTARE

  1. das ist die uni, die stolz auf ihren 1933 von hermann göhring verliehenen namen eines antisemiten und franzosenhassers ist und kritik daran entrüstet von sich weist…
    die angekündigte aufarbeitung lässt seit jahren auf sich warten.
    http://www.uniohnearndt.de/
    http://www.zeit.de/2009/32/C-Uni-ohne-Arndt
    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/ernst-moritz-arndt-universitaet-greifswalder-namensstreit-a-636787.html
    http://www.sueddeutsche.de/karriere/uni-greifswald-streit-um-namensgeber-patriot-und-antisemit-1.71625
    http://www.taz.de/!5149292/

    die politische diskussionskultur greifswalds hat es so gar in den 10. band heitmeyers langzeitbetrachtung „deutsche zustände“ geschafft:
    http://webmoritz.de/2010/12/18/die-arndt-debatte-als-fallbeispiel/

    • John hat kurz nach dir das wichtigste zusammengetragen. Man sollte künstlerische Objekte nie direkt in eine politische Haltung übersetzen. Wenn man den Werk-Kontext betrachtet wird schnell klar, dass der Autor nicht „[…] einfach ein beschissener Rassist […]“ ist, sondern gerade solche versucht aufs Korn zu nehmen. Sein Statement untermauert das indirekt nochmal, indem er dort seine Auffassung von Satire darlegt.
      Das Greifen nach der erstbesten, am wenigstens Hirnschmalz kostenden Antwort ist hier fehl am Platz. Wäre der Comic allerdings in der BILD-Zeitung von einem anonymen Autor veröffentlich worden, sähe das schon wieder anders aus.

  2. Schon bedenklich, wenn man sich an einem Shitstorm beteiligt, ohne sich auch nur im entferntesten mit der Materie auseinander zu setzen…

    Charlie Hebdo ist mitunter ziemlich rassistisch. Find ich nicht gut. Muss man trotzdem aushalten. Aber die Tapir-Comics? Die sind das Gegenteil. Der Tapir vereint doch alle Klischees auf sich. Wer glaubt, es gehe dem Autor darum, die Griechen oder Rumänen zu diffamieren, hat nie zuvor den Tapir gelesen. Rassistisch ist nämlich nicht der Autor sondern der von ihm geschaffene Protagonist – und zwar so offensichtlich, dass man sich als Leser doch hoffentlich über den Protagonisten und nicht über seine verbalen Ergüsse lustig macht. Dass aus dem Kontext gerissen ausgerechnet ein Comic veröffentlicht wurde, in dem das nicht ganz so deutlich rüber kommt (vgl. http://www.kaiuwemakowski.de/index.php?id=121) mag man ja kritisieren dürfen. Aber auf die Tastatur muss man deswegen noch lang nicht brechen…

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