Moabit hilft: der aktuelle Stand am Landesamt für Gesundheit und Soziales

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UPDATE 11.08.:„Aktuell werden Zahnbürsten, Zahnpasta und Kinderwagen in der Turmstrasse gebraucht“. Mehr Infos unter: Berlin-hilft-lageso.de. Eine neue öffentliche (!) FB-Gruppe gibt’s auch: Gruppe zur besseren Koordinierung der Hilfe für Geflüchtet vorm Landesamt für Gesundheit und Soziales Turmstr. 21

Die aktuelle Bedarfsliste findet ihr hier.

UPDATE 08.08.:Für Facebookabstinenzler gibt’s auf Twitter den aktuellen Stand – öffentlich und ohne Account einsehbar.

Aktuell heißt es allerdings: auf- und durchatmen. Angeblich wurden alle Flüchtlinge gestern in Unterkünften untergebracht und tagsüber top versorgt. Sehr gut! Weitermachen!

 

UPDATE 08.08. Ende

Vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Moabit, der ersten Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin, campieren seit Tagen Flüchtlinge, die sich tagsüber in die Schlangen für ihren Papierkram stellen müssen. Die erste Schlange für den „Abfertigungsschein“. Der „Abfertigungsschein“ qualifiziert die Wartenden dann für das Anstellen in der nächsten Schlange…für eine Übernachtung oder eine Unterkunft.

Es gibt nur einen einzigen öffentlich zugänglichen Wasserhahn; und offenbar bereits viele hundert HelferInnen, die seit ein paar Tagen durch großartige Zusammenarbeit über soziale Medien dafür sorgen, dass es jetzt mehr als genug Wasser vor Ort gibt:

Flüchtlingshilfe in Moabit: Wasser, Eis  und Obst für Flüchtlinge

Derzeit fehlen wohl noch Feuchttücher, Obst und sonstige Snacks. Einen Bedarf gibt es außerdem noch an Matten, Matratzen, Decken usw. Wasser wird derzeit nicht benötigt. Allerdings ist die Lage etwas unübersichtlich und ändert sich ständig. Am besten ihr informiert euch in der FB Gruppe Facebookgruppe „Moabit hilft“. Durch diese Vernetzungsmöglichkeit mit Hilfesuchenden und Hilfsbereiten sind sogar schon Unterkünfte für die derzeit Obdachlosen gefunden worden.

Ort des Geschehens ist der hier, Turmstraße 21:

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Traurige Sache, das mit der Bürokratie. Herrliche Sache, das mit der Hilfsbereitschaft!

Via mitvergnuegenberlin.

5 KOMMENTARE

  1. […] Seit über zwei Wochen ist die Lage an der LaGeSo in der Turmstraße katastrophal. Hunderte, manche schätzen über eintausend Menschen warten hier auf ihre Erstregistrierung als Geflüchtete. Jeden Tag kommen hunderte neue Menschen dazu. Überall wuseln Kinder durch die Massen, kaum einer besitzt hier mehr als das, was er am Leib trägt. Menschen aus Syrien, dem Irak, Tschetschenien, Eritrea, Nigeria oder dem Balkan stehen in Schlangen an, um endlich irgendeinen Status und vor allem Hilfe zu bekommen. Sie sind gezeichnet von der Flucht oder Krieg oder beidem. Schussverletzungen, schwere Traumata, Infektionskrankheiten. Der Verein „Moabit hilft!“ berichtete am Montag von Suizidversuchen und Totgeburten, von Epidemiegefahr und flächendeckender Obdachlosigkeit. Man könnte annehmen, dass all dies ausreichen würde um eine riesige professionell und staatlich organisierte Hilfewelle in Bewegung zu bringen. Oder dass es zumindest im ureigenen Interesse eines Staates läge die öffentliche Ordnung sicherzustellen. Stattdessen passiert seit zwei Wochen fast nichts. […]

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