Der Papst rockt: Vatikan kündigt Progressive Rock Album mit Franziskus höchstpersönlich an

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Der Papst rockt: Vatikan kündigt Progressive Rock Album mit Franziskus höchstpersönlich an

Jauchzet, oh ihr Headbanger. Denn sehet, der Herr hat euer Flehen erhört. Papst Franziskus zementiert seinen Coolness-Status mit einem gemeinsamen Album mit den Prog-Rockern Don Giulio Neroni und Tony Pagliuca von Le Orme.

„No one who sleeps can sing, dance and rejoice“, heißt es auf dem ersten Lebenszeichen der heiligen Allianz auf Soundcloud.

Nix Postillon…hier ist der iTunes-Preorder-Link, bei Soundcloud gibt’s den ersten Track des Albums: „Wake up! Go! Go! Forward!“. Singen wird il papa allerdings wohl nicht. Sein Beitrag beschränkt sich auf die besten Punchlines seiner bisherigen Reden und „sacred hymns“, wie es der Rolling Stone weiß:

The Vatican-approved LP, a collaboration with Believe Digital, features the Pontiff delivering sacred hymns and excerpts of his most moving speeches in multiple languages paired with uplifting musical accompaniment ranging from pop-rock to Gregorian chant.

Via Pigeons&Planes.

6 Kommentare

  1. Ach der Papst…

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die Abtreibungen vergibt, selbstverständlich aber nicht für immer, weil die christliche Barmherzigkeit den Frauen gegenüber nur ein zeitlich begrenztes Sonderangebot ist und auch längst nicht für alle Frauen gilt.

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die die Gastfreundschaft des kommunistischen Kuba missbraucht um dort auf Seelenfang zu gehen, gleichwohl in der katholischen Soziallehre der Kommunismus seit jeher als vollkommen falsche Ideologie bekämpft wird.

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die mit ihrem Rundschreiben „Laudato si“ zur Ökologie für als längst selbstverständliche geltende Standardforderungen hoch gelobt wird, obwohl die vielen grünen Vorkämpfer von offiziellen Kirchenköpfen jahrzehntelang beschimpft, verunglimpft, verächtlich gemacht und zu Exoten und Narren erklärt wurden.

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die Armut „vorlebt“ und auffordert unser Brot mit den Armen zu teilen, aber dessen reichstes Bistum in (nur) Deutschland, nämlich Köln, mehr als 3,35 Milliarden Euro besitzt – und nicht darüber spricht, geschweige denn die Kohle wenigstens Teilweise verteilt.

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die so wunderbar kinderlieb ist und dennoch propagiert, dass Eltern ihre Kinder schlagen dürfen, solange die Schläge nicht die Würde des Kindes verletzen (WTF!?).

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, die bis heute, zumindest durch fehlendes Engagement, verhindert hat, dass die weltweiten (!) Kindesmissbräuche katholischer Priester aufgedeckt und aufgeklärt werden und die Täter vor weltliche Gerichte kommen, damit diese ihre gesetzliche Strafe absitzen können.

    Der Papst, die „schallende Stimme des Gewissens“, über die es noch viel mehr zutiefst widersprüchliche Beispiele zu berichten gäbe.

    Vielleicht sollten die gläubigen Headbanger nicht so sehr jauchzen, sondern in spiritueller Stille ihren Kopf ruhig und kühl lagern und ihn zum Selberdenken benutzen.

    Und nein, das ist keine Kritik an Gläubigen. Es ist Kritik an verlogener Propaganda, Personenkult und mehr aus 2000 Jahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Oder ist die Hauptsache tatsächlich nur die, dass es rockt?

      • Oh. Dann habe ich Dich tatsächlich komplett andersrum verstanden. War nicht Deine Schuld. Aber ich hoffe, Du siehst mir mein Versehen nach, denn ich sehe überall Kreuze. Vielleicht sollte ich mal zum Arzt gehen. Oder den Kursus „Feine Ironie für Anfänger“ buchen.

        Andererseits kann man über so viel Verlogenheit nicht oft genug in Wallung kommen. Oder? ;o)

          • Ja, das dachte ich am Anfang auch, nachdem er auf den Stuhl gesetzt wurde. Mittlerweile denke ich aber, dass wir es hier mit einem Wolf im Schafspelz zu tun haben. Und das finde ich weitaus gefährlicher als bspw. den Wojty?a oder den Ratzinger. Deren Strategien waren klar. Der aktuelle Papst aber gibt den Reformer und lässt dann doch alles wie es ist oder geht gar rückwärts. Bei einer Firma würde man wohl Greenwashing dazu sagen.

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