Wer Wind sät, wird Sturm ernten: “Niemals ging es dem Westen um Demokratie im Nahen Osten”

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Ich sehe schon unzählige Gesichter, die zustimmend nicken. “Das hab ich doch schon immer gesagt,” und “das ist doch nichts Neues”. Mag alles zutreffen.

Mir erschließt sich hier, wie Verschwörungstheorien entstanden und weiterhin aufrecht gehalten werden. Wenn nach außen etwas anderes Propagiert wird – wie es bei der Kriegsführung üblich ist – als das was die Tatsachen hervorbringen, so fühlen sich Menschen hintergangen und betrogen. Die einen werden Paranoid, die anderen versuchen nicht den Überblick in dem komplexen Wirrwarr der Machtausübung zu behalten.

Weiterhin gilt: Der Konflikt im Nahen Osten ist gewollt. Nur hat der Westen (U.S und Europa) den Fanatismus unterschätzt.
Syrien, Irak, Afganistan, Pakistan… alles Länder, die direkt mit Waffen beliefert wurden, um gegen die Feinde wie die damalige UDSSR und dem Iran zu kämpfen. Nun ja, wenn wir bedenken, dass diese Waffen ihre Wirkung anhand von Flüchtlingen, Leid und Elend, sich fast 40 Jahre nach diesem Einwirken noch immer zeigen, so frag ich mich was wir in wenigen Jahrzehnten für ein Resultat durch die Waffenlieferung an die Peschmerga erzielen?

Wenn wir eins hier lernen, ist, dass der Freund schnell zum Feind werden kann und dass wir nicht über Menschengruppen, wie die Kurden, im allgemeinen sprechen können. Es gibt Splittergruppen und hier auch wieder Splittergruppen und es bedarf nur einer kleinen Gruppe, ganze Völker durch Terror und Mord zu vertreiben oder abzuschlachten. Opfer werden zu Täter, wie es die Geschichte des Israelisch-Palästinensischen Konflikts zeigt.

Gibt es eine Lösung? Wäre es utopisch zu sagen, dass wir keine Waffen mehr exportieren sollten?
Denke schon, denn wie wir im Video gesehen haben: “Niemals ging es dem Westen um Demokratie im Nahen Osten.”

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3 KOMMENTARE

  1. Mal eine Frage: Wenn der Westen Syrien, Irak & Afghanistan aufgerüstet hat, wie kommt es dann das diese Länder vor allem Waffen aus russischer bzw. sowjetischer Produktion benutzen ?
    Wie hat es der Westen geschafft diese Waffen zu liefern, ohne das die Sowjets es gemerkt haben ?

    • Lieber Alreech,
      deine Frage kannst du dir eigentlich durch ein wenig Googeln beantworten. 😉

      Die Lieferung der Waffen, wann und wo lässt sich geschichtlich so einteilen: Es gab eine Zeit während des Kalten Kriegs und eine Umbruchszeit (Golfkrieg Iran-Irak) bis hin nach 1989. Sicher kannst du dir denken, zu welcher Zeit, welcher Lieferant am stärksten tätig war.
      Das grausamste ist, dass Waffen aus der Sovjet-Zeit noch im Umlauf sind. Nun brauchen wir uns nur vorzustellen, wie lange Hight-Tec Waffen ‘überleben’ :/

      Hier noch eine Karte über die Historie des Waffenhandels
      http://ddc.arte.tv/unsere-karten/der-waffenhandel

      • Da High Tech Waffen wartungsintensiver sind, werden sie weniger lange halten als die gute alte Kalaschnikow. Sieht man ja gerade am G36.

        Mag ja sein das nach dem Ende des kalten Krieges der Irak und Afghanistan vom Westen aufgerüstet wurden, aber deine Ursprüngliche Aussage war das Syrien, der Irak und Afghanistan vom Westen gegen die damalige UDSSR und den Iran aufgerüstet wurden.
        Und das stimmt einfach nicht. Diese Länder waren Verbündete der UDSSR. Das einzige Land in deiner Aufzählung auf die das zutrifft ist Pakistan und der Iran (bis zum Sturz des Schahs, danach haben sie in China gekauft).

        Und sind Waffenlieferungen besser, wenn es um Demokratie geht ?
        Dann hätte der Westen auch keine Waffen an Stalin liefern dürfen – und wenn man bedenkt das dadurch 45 Jahre sozialistische Diktatur verhindert worden wären ein gutes Argument, oder ?
        Ich bin übrigens leicht zufrieden zu stellen, und hab keine Probleme damit das ein Diktator mit Waffen beliefert wird.
        Solange er sich an zivilisatorische Mindeststandards hält (wie ein öffentlichkeitswirksame antikapitalistische Haltung und der Forderung nach einem judenfreien Palästina), hab ich keine Probleme damit – und Viele andere auch nicht.
        Nur U-Boote Israel oder Knarren für Kurden, das geht gar nicht…
        Man stelle sich mal vor Israel würde mit dem deutschen U-Boot einen atomaren Erstschlag auf den Iran ausführen – zuzutrauen wäre das den Israelis ja, wie ein großer deutscher Schriftsteller mit letzter Tinte festgestellt hat. Wer erst den ganzen Sinai erobert, und dann gegen einen Friedensvertrag zurück gibt der führt auch einen atomarer Erstschlag durch (wieso er dazu ein U-Boot braucht kapier ich trotzdem nicht…).
        Und die Kurden sind bei mir unten durch seitdem sie sich im letzten Golfkrieg auf die Seite der Amis gestellt hatten, das geht ja gar nicht.

        Ich bin übrigens auch der Meinung das der Konflikt dort gewollt ist, und zwar natürlich vom Westen. Wer sonst sollte dort einen Konflikt wollen ?
        Die Einwohner dort doch ganz bestimmt nicht, und wenn der Westen keine Waffen geliefert hätte dann wären sie nie auf die Idee gekommen sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen.
        Bevor sich der Westen dort eingemischt hat, herrscht dort bekanntlich Friede, Freude Eierkuchen.
        Osmanen, Araber und Perser, Schiiten, Sunniten, Juden und Christen lebten dort in friedlicher Eintracht und regelten ihre Konflikte ohne Gewalt… dann kam der böser Westler und hat die edelen Wilden verdorben.
        Wieso die Schiiten jedes Jahr einen Märtyrer feiern der von Sunniten in einer Schlacht erschlagen wurde, und warum der ganze Nahe Osten mal unter osmanischer Kontrolle stand kann ich mir nicht erklären, hängt aber ganz sicher mit dem Westen zusammen.

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