Beatmatching ist nicht alles was ein gutes Mixtape ausmacht

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Heute möchte ich mal etwas tun, was es bisher bei uns noch nicht gab. Ein Rant auf ein Mixtape!

Wie du sicher weißt sind Mixtapes so etwas wie der rote Faden bei den Blogrebellen. Schon von Anfang an, also seit 2007, empfehlen wir fast täglich ein Mixtape. Die Kriterien, nach denen wir die Mixtapes aussuchen sind ganz einfach erklärt: Es muss dem Autoren einfach gefallen. Dabei ist und war es mir bei der Auswahl der Tapes unserer Autoren auch immer egal, ob mir das Tape gefällt. Hauptsache dem Autor gefällt es und kann es auch begründen.

Vor ein paar Tagen bloggte der geschätzte Teilzeitrebell Johannes in seinem eigenem Blog Progolog das Mixtape Broken Beats & Nu Jazz von John Richburg. Geilomat dachte ich mir, denn das ist eigentlich genau mein Sound und so landete das Tape in meinem Pocket für das spätere anhören.
Gestern Mittag schicke mich Niloufar zum Kartoffelnschälen in die Küche, um die Grundlage für die geplante Kartoffelsuppe bereitzustellen. Für mich ein perfekter Zeitpunkt, das genannte Mixtape in Ruhe zu hören und auf Blogbarkeit zu prüfen.

Akustische Vergewaltigung

Die ausgewählten Songs des Tapes entsprachen dem versprochenen Titel „Broken Beats & Nu Jazz“ und gefallen mir eigentlich durchweg gut. Doch was John Richburg da fabrizierte kann ich ohne schlechtes Gewissen als akustische Vergewaltigung bezeichnen. Mit jedem Übergang sticht Richburg dem Hörer kleine, heiße Nadeln ins Ohr. Das Verbrechen besteht darin, dass in den ersten, von mir gehörten 30 Minuten kein einziger Übergang auch nur annähernd harmonisch ist. Stets sicher im Takt, wohl durch den Sync-Button unterstützt, mischt der „DJ“ wunderbare, melodiöse Songs ohne dabei auch nur im geringsten auf die Tonhöhen zu achten. Und als ob das noch nicht genug wäre unterstreicht der Täter sein Delikt auch noch damit, dass er bei den Übergängen komplett auf rettende Cuts oder schnelle Blenden verzichtet und stattdessen Jeff-Mills-mäßig ellenlange Übergänge zelebriert.
Für mich ein kompletter Alptraum und, den ich mir nach dem ersten verkackten Übergang nur für diesen Artikel weitergehört habe.

Darum merke: Gute Songs und Beatmatching sind nicht alles was ein gutes Mixtape ausmacht…

Yoda-Harmonien

Wer sich diese Folter nun selbst antun möchte, hier der Versuch eines Mixtapes:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.mixcloud.com zu laden.

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