AfD-Kundgebung „grob gestört“ – Staatstheater Mainz von Polizei angezeigt

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Oh weia liebe Mainzer Polizei, das war nix! Statt ein bisschen Solidarität gegenüber Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu zeigen fällt euch nichts weiteres ein, als das Mainzer Staatstheater wegen grober Störung einer AfD Demo anzuzeigen?

Ode an die Freude

Vergangenen Samstag demonstrierte die AfD und deren Anhänger in der Mainzer Innenstadt. Tausende Gegendemonstranten machten ihrem Unmut Luft und auch das Mainzer Theater, vor deren Türen die Versammlung stattfand, protestierte lautstark gegen die AfD. Dafür verlegte das Staatstheater kurzerhand die Probe für „Ode an die Freude“ ins Foyer und öffnete alle Fenster.

Wir proben heute ODE AN DIE FREUDE im Foyer des Großen Hauses. Draußen hat die AfD eine Kundgebung.

Posted by Staatstheater Mainz on Samstag, 21. November 2015

Auch der Dom blieb dunkel!

Wie in diesem Video zu sehen ist, war der Mainzer Dom nicht zu sehen. Auch das Gotteshaus demonstrierte auf seine eigene Art gegen die AfD auf dem Mainzer Gutenberg-Platz und lies die Außenbeleuchtung aus.

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Rund 250 AfD-Anhänger haben sich auf dem Mainzer Gutenberg-Platz versammelt, um verschiedene Redner der AfD, darunter Frauke Petry, zu hören. Erschwert wird ihnen das von rund 1200 Gegendemonstranten, die viel Lärm machen. Im Staatstheater singen Theater-Mitarbeiter Beethovens „Ode an die Freude“ und übertagen das lautstark auf den Gutenberg-Platz. Leider wird ihnen das nach einer halben Stunde von der Polizei untersagt, damit die angemeldete Veranstaltung der AfD nicht gestört wird. Zum Abschluss singen die Afd-Anhänger das Deutschlandlied und eine Drohne (der Polizei?) steigt in die Luft und landet wieder.
Der Dom blieb dunkel!
Quelle: Youtube

Grobe Störung

Die Mainzer Polizei sah die „offne Probe“ des Theaters im Nachgang allerdings als „grobe Störung gegen das Versammlungsgesetz“ und erstatte Anzeige gegen das Staatstheater:

Die Anzeige kam von der Polizei selbst. Das sei die Pflicht der Beamten, erklärte Polizeisprecherin Heidi Nägel, schließlich sei ein Grundrecht verletzt worden: „Die Sänger waren eindeutig zu laut. Das war nach dem Versammlungsgesetz eine grobe Störung, und das ist eine Straftat.“
Quelle: SWR

Der Intendant hingegen bleibt locker:

Dem SWR gegenüber sagte Müller, er sehe der Anzeige gelassen entgegen. Sollte wirklich eine Strafe drohen, werde man dafür sammeln und sie gerne bezahlen.
Quelle: merkurist.de

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Was die Polizei scheinbar nicht mitbekommen hat, oder nicht mitbekommen wollte:

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Liebe Mainzer, wie wäre es mal wieder mit einem Besuch des Staatstheaters? Ich bin der Meinung, es lohnt sich solche tollen Menschen zu unterstützen!