Das Land, in dem kritische Poeten sterben müssen

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Screenshot YT Interview mit Fayadh
Screenshot YT Interview mit Fayadh

Die Vorwürfe klingen an sich schon nach purem Hohn. Der palästinensische Dichter Ashraf Fajadh ist in Saudi-Arabien zum Tode verurteilt worden, weil er angeblich Gotteslästerung betrieben habe und vom Glauben abgefallen sei. Der 35-Jährige Poet wurde vergangenes Jahr zu 800 Peitschenhieben und vier Jahren Gefängnis verurteilt. In einem neuen Verfahren vor einer Woche wurde gegen Fajadh die Todesstrafe verhängt. In Saudi-Arabien befinden sich Dutzende politische Gefangene in den Todestrakten, das Land ist bekannt für seine brutale und menschenverachtende Justiz. Ein echter “Schurkenstaat” also.

Man könnte also meinen, dass der Westen eine klare Haltung gegen eine der schlimmsten Diktaturen der Welt hat. Weit gefehlt. Die Geschäfte mit Saudi-Arabien florieren. Nicht nur was Waffenlieferungen angeht, ist Deutschland eng verbunden mit dem saudischen Königshaus. Dass ein großer Teil der IS-Finanzierung aus Saudi-Arabien kommt? Geschenkt! Dass Menschen sterben müssen, weil sie ihre Meinung sagen? Egal!

Nicht nur die Vorwürfe an Ashraf Fajadh sind der pure Hohn. Auch die deutsche Außen- und Wirtschaftspolitik macht sich selbst lächerlich, wenn sie weiterhin eine Regierung unterstützt für die Menschenrechte, das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben sind.

Quelle: pen-international.org
Fayadhs Künstlerkollektiv: Edge Of Arabia


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