Throwback Thursday: Sick Of It All

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Der Throwback Thursday ist die Aufarbeitung der Musik, die uns Blogrebellen in unserer Jugendzeit gefallen hat. Ungeachtet dessen, was wir heute davon halten, wollen wir in dieser Reihe die Sounds feiern, die uns musikalisch prägten. Das darf gerne nostalgisch und eventuell auch peinlich werden, aber immer ehrlich, das versprechen wir.

Nachdem Walter letzte Woche eine kleine Zeitreise mit Genesis gemacht hat, holt Manuel heute ein bisschen aus, um zum Kern des Ganzen zu gelangen. Heute mal mit Musik, die es hier nicht unbedingt oft gibt.

Meine Jugendhelden sind…

… so einige, wenn ich ehrlich bin. Musikalisch geprägt wurde ich durch meinen Onkel, der im Gegensatz zu meinen Eltern total musikbesessen ist. Und immer, wenn er Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger mal wieder auf den kleinen Manuel aufpassen durfte, nutzte er die Gelegenheit mich mit Jethro Tull zu beschallen. Die klassische Ian Anderson-Pose konnte ich wahrscheinlich schon bevor ich laufen konnte.

Mein Onkel hat mir dann auch meine erste Platte gekauft: The Works von Queen. Meine Güte, was hab ich Queen geliebt und vergöttert. Wie kann man sich nur so dermaßen viele derart geile Songs aus dem Schädel ziehen?!

Von da aus ging’s dann weiter über AC/DC rüber zu Metallica. Die klassiche Metaller-Karriere war vorgezeichnet. Mein erstes großes Konzert war dann 1993 auch Metallica. Open Air in Düsseldorf. Eine der Vorbands war Suicidal Tendencies, die ich damals auch schon ganz brauchbar fand.

Dadurch war allerdings der Weg geebnet für eine Band, die ich ein bisschen später kennenlernen sollte. Wir waren bei einem Auftritt der Band des Bruders eines Klassenkameraden und ich blieb auf einem Song hängen, den sie gespielt haben. Das Ding war anders, viel zu gut, um einer ihrer eigenen Songs zu sein. Selbstverständlich war es ein Cover. Just Look Around von einer Band, die mich seitdem nicht mehr losgelassen hat: Sick Of It All.

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Das war’s für mich. Ich war dabei. Ich wollte erst diesen Song und später alles andere haben, das Sick Of It All gemacht hatten.

Die absolut legendärste Platte war…

Das ist jetzt irgendwie doof, da ich noch nie zu den Leuten gehört habe, die ein bestimmtes Album oder einen speziellen Song auf ein Podest gehoben haben. Aber gut. Das Album, mit dem Sick Of It All mich dann so richtig hatten und das mich damals endgültig zum Fan gemacht hat, war dann 1994 Scratch the Surface. Was für ein Brett. 38 extrem kurzweilige Minuten nur auf die Zwölf.

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Nach wie vor ein Standard auf Konzerten ist der Titeltrack Scratch the Surface.

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Über Genregrenzen hinaus wurden Sick Of It All dann bekannt, als das Video zu Step Down veröffentlicht wurde. Eine herrlich schräge Mockumentary zum Thema Hardcore.

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Der beste Song war…

Tjoa. Kann ich eigentlich genauso schlecht beantworten wie die Frage nach einem einzelnen Song. 😉 Definitiv zu meinen Favoriten gehört aber Uprising Nation vom Album Death to Tyrants.

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Wenn ich schonmal dabei bin, darf natürlich Us vs. them auch nicht fehlen. Ein Klassiker!

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Weshalb hast du die Band abgefeiert?…

Weil Sick Of It All Musik gemacht haben und immer noch machen, die mich abholt und packt. Musik, die fast gänzlich ohne irgendwelchen Firlefanz auskommt und einfach roh über einen hereinbrechen kann. Kurz, knackig, eingängig und mit einer gesunden Portion Härte. Das ist genau das, was ich an dieser Art Musik im Allgemeinen und den Songs von Sick Of It All im Speziellen so liebe.

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Live waren die eh ne Wucht und vor allem…

Weil es einfach losgeht. Da wird nicht beschnuppert, abgetastet und geklammert, wie bei einem langweiligen Schwergewichtskampf, sondern es geht sofort zur Sache, wie beim jungen Mike Tyson. Anzählen – 1,2,3,4 – und der ganze Raum besteht nur noch aus mitgröhlenden Leuten, die auf die Bühne klettern, ins Publikum springen, tanzen und sich und die Band feiern. Die Band, die nach all den Jahren immer noch Platten rausbringt, die ich mag, und Konzerte in Clubs spielt, bei denen man sofort sieht, dass sie nicht nur halbherzig dabei sind, sondern dass Sick Of It All immer noch das lieben, was sie da tun.

Der geilste Move/das geilste Outfit war…

Vollkommen scheißegal. Gut, da hat sich in der „Szene“ einiges getan – nicht unbedingt zum Guten. Aber das, was ich damals kennengelernt habe, war ja gerade das Gegenteil. Zumindest in meinen Augen. Mögen andere Leute von Punk/Hardcore halten, was sie wollen. Mir isses wurscht.

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Und jetzt schäme ich mich ein wenig dafür, weil…

Warum sollte ich? Ich habe die Band und ihre Musik geliebt, jedes Konzert, das ich mitmachen konnte, besucht, tue es noch und werde es auch in Zukunft tun, wenn nicht irgendwas passiert.

Sick Of It All waren, sind und bleiben eine meiner absoluten Lieblingsbands. Fast schon romantisch.

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